Ambae

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Ambae
Bild des Schildvulkans von Ambae.
Bild des Schildvulkans von Ambae.
Gewässer Korallenmeer
Inselgruppe Neue Hebriden
Geographische Lage 15° 24′ S, 167° 50′ O-15.4167.833333333331496Koordinaten: 15° 24′ S, 167° 50′ O
Ambae (Vanuatu)
Ambae
Länge 38 km
Breite 16 km
Fläche 608 km²
Höchste Erhebung Lombenben
1496 m
Einwohner 10.000
16 Einw./km²
Hauptort Saratamata

Ambae ist eine Insel der südwestpazifischen Neuen Hebriden und Teil der Inselrepublik Vanuatu. Sie ist eine der drei Hauptinseln der Provinz Penama sowie die sechstgrößte Insel des Landes und misst 608 km².

Bis zur Unabhängigkeit von Vanuatu (1980) nannte sich die Insel noch Aoba.

Geographie und Gesellschaft[Bearbeiten]

Ambae liegt 50 Kilometer östlich von Espiritu Santo und jeweils 25 Kilometer südwestlich von Maéwo bzw. nordwestlich der Pentecost-Insel. Die Insel ist von ovaler Form mit einer Länge (Nordost nach Südwest) von etwa 38 Kilometern und einer Breite von durchschnittlich 16 Kilometern. Sie ist im Landesinneren dicht bewaldet und wird vom zentral gelegenen 1.496 Meter hohen Schildvulkan Lombenben, der vereinzelt auch noch Aoba genannt wird, beherrscht. Der basaltische Vulkan ist mit einem Volumen von 2.500 Kubikkilometern der massereichste des Archipels der Neuen Hebriden. Der Gipfel wird von drei Kraterseen gebildet mit einem Durchmesser von bis zu 6 km. Die zwei Gipfelkrater Lake Voui und Lake Manaro Ngoru entstanden bei einem Ausbruch vor 360 Jahren. Am 27. November 2005 begann eine Asche- und Dampferuption, welche zu Evakuations-Vorbereitungen der Bevölkerung sowie von zwei Spitälern führte. Am 8. Dezember wurde der Ausbruch intensiver, was zur Evakuierung von 5.000 Bewohnern der Insel führte. Der letzte Vulkanausbruch fand 2006 statt.

Ambae hat etwa 10.000 Einwohner, die in kleinen Dörfern vornehmlich an der Westküste leben. Hauptort der Insel und der gesamten Provinz Penama ist Saratamata an der Nordostküste. Dort und an zwei weiteren Stellen von Ambae befinden sich einfache Start- und Landebahnen für Kleinflugzeuge.

Zur traditionellen (Bislama kastom) Musik gehören drei unterschiedlich große, waagrecht gespielte Schlitztrommeln. In den Trommelensembles dingidingi im Osten und tingitingi im Westen der Insel gibt die größte Schlitztrommel ratahigi den Rhythmus vor. Das dingidingi-Ensemble tritt bei der Schweinetötungszeremonie na huqe, einem Übergangsritus auf.

Weblinks[Bearbeiten]