Amberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu der Gemeinde Amberg in Schwaben siehe Amberg (Unterallgäu). Weitere Bedeutungen sind unter Amberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Amberg
Amberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Amberg hervorgehoben
49.44444444444411.848333333333373Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Höhe: 373 m ü. NHN
Fläche: 50,06 km²
Einwohner: 41.592 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 831 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92224
Vorwahl: 09621
Kfz-Kennzeichen: AM
Gemeindeschlüssel: 09 3 61 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 11
92224 Amberg
Webpräsenz: www.amberg.de
Oberbürgermeister: Michael Cerny (CSU)
Lage der Stadt Amberg in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Amberg ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern. Die historische Stadt Amberg, die zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Europas zählt, liegt rund 60 Kilometer östlich von Nürnberg an der Vils und ist gemeinsam mit Weiden Sitz der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg – Weiden. Amberg ist das Oberzentrum in der mittleren Oberpfalz und gehört zur Metropolregion Nürnberg.

Amberg ist auch Kreisstadt des Landkreises Amberg-Sulzbach. Sie gehört zum Verbund „Bayerische Eisenstraße“, die zwischen Pegnitz und Regensburg historische Industrie- und Kulturdenkmäler verbindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Amberg – Blick vom Maria-Hilf-Berg auf die Altstadt

Amberg wurde 1034 als Ammenberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Im Mittelalter war es ein bedeutender Umschlagplatz für Eisen und Eisenerz. Die Oberpfalz gilt als das Ruhrgebiet des Mittelalters. Im Amberger Land wurde Eisenerz abgebaut und verhüttet, Eisen wurde über die Vils nach Regensburg verschifft. Auf der Rückfahrt – die Schiffe wurden von Pferden flussaufwärts getreidelt – war Salz geladen. An den Salzhandel erinnern Straßennamen wie Salzstadelplatz, Salzgasse, Hallplatz.

Ab 1269 kam es unter die Herrschaft der Wittelsbacher und wurde nach 1329 Hauptstadt der Oberen Pfalz, die zusammen mit der Unteren Pfalz (Hauptstadt Heidelberg) von der pfälzischen Linie der Wittelsbacher regiert wurde. Von 1294 ist das erste Stadtrecht bekannt.[2]

Kurze Zeit (1410–1415) war Amberg auch der Sitz eines romtreuen Bischofs, Hermann von Hessen, den Papst Gregor XII. für das Bistum Regensburg eingesetzt hatte. Der damalige Regensburger Oberhirte, Bischof Albert III., hielt nämlich – wie die meisten deutschen Bischöfe – den durch das Konzil von Pisa gewählten Papst Alexander V. bzw. seinen 1409 gewählten Nachfolger Johannes XXIII. für das rechtmäßige Oberhaupt der Kirche.[3]

1474 fand in Amberg, begleitet von glanzvollen Feierlichkeiten, die „Amberger Hochzeit“ zwischen Philipp, dem Sohn des pfälzischen Kurfürsten Ludwig IV., und Margarete, der Tochter des Herzogs Ludwig IX. von Bayern-Landshut, statt. Dieses Ereignis fand reichsweite Beachtung und ist, was Aufwand, Festivitäten und Teilnehmerzahl betrifft, mit der ein Jahr später stattfindenden Landshuter Hochzeit durchaus vergleichbar.

Seit dem Hausvertrag von Pavia 1329 stand Amberg unter kurpfälzischer Hoheit. Von 1595 bis 1620 wurde die Oberpfalz durch den pfälzischen Statthalter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg regiert, der seinen Amtssitz in Amberg hatte.

Während des Dreißigjährigen Kriegs fiel Amberg 1620 an Bayern und wurde mit der Oberpfalz wieder katholisch, nachdem der pfälzische Kurfürst und böhmische König Friedrich V. von der Pfalz 1620 in der Schlacht am Weißen Berg den mit Maximilian von Bayern verbündeten Habsburgern unterlegen war. In der Folge flohen viele Protestanten in die freien Reichsstädte Nürnberg und Regensburg.

Amberg, durch Eisenerzbergbau reich geworden, leistete sich eine gigantische Stadtbefestigung. Sie muss in der damaligen Zeit so furchteinflößend gewesen sein, dass sie bis 1703 (im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Amberg nach mehrwöchiger Belagerung durch kaiserliche Truppen besetzt) nie ernsthaft belagert wurde. Über 100 Türme und mehrere Kilometer zweireihige Stadtmauern beschützten die Amberger. Die ganze Stadt wurde durch den stets gefüllten und aufgestauten Stadtgraben zu einer Wasserfestung. Der Bürgermeister Michael Schwaiger schrieb in seiner Chronica Amberg 1564: „München seyn die schönst, Leipzig die reichist, Amberg die festeste Fürstenstatt“.

Am 24. August 1796 wurde die Stadt einer der Mittelpunkte der Koalitionskriege, die Schlacht bei Amberg ging in die Geschichtsbücher ein. Erzherzog Karl von Österreich besiegte das französische Heer unter General Jean-Baptiste Jourdan.

Im Jahre 1810 wurde der Regierungssitz der Oberpfalz von Amberg nach Regensburg verlegt.

In der Zeit des Nationalsozialismus stellte sich die Stadt Amberg gegenüber der Situation im gesamten Land nicht als Ausnahme dar. Da die Mehrheit der Bevölkerung aus praktizierenden Katholiken bestand und die katholische Kirche den nationalsozialistischen Machthabern teilweise mit Misstrauen begegnete, erzielte die NSDAP bis 1933 in Amberg zugunsten der kirchennahen BVP geringere Wahlerfolge als im Landesdurchschnitt; nach der Machtübernahme 1933 erzielten die Nationalsozialisten bei Abstimmungen allerdings jeweils vorhersehbare Zustimmungsquoten in Höhe von 90 %. Gegen kirchenfeindliche Aktionen der Nazis regte sich denn auch der Widerstand der Amberger Bürger, etwa 1941 bei einer Protestdemonstration von ca. 500 Personen gegen den „Kruzifixerlass“ des Kultusministers, durch den die Kruzifixe aus den Schulen entfernt werden sollten. Andererseits wurden die Maßnahmen des Regimes gegen die Bevölkerungsgruppe, die am meisten unter Verfolgung zu leiden hatte, nämlich die Juden, vom Großteil der christlichen Einwohnerschaft ohne jeglichen Protest hingenommen. 1933 lebten in Amberg noch 64 Juden. Diese kleine jüdische Gemeinde, nur 0,2 % der Bevölkerung, war bis zum Mai 1943 vollständig zerschlagen worden: siebzehn Amberger Juden wanderten aus, dreiundzwanzig verzogen in andere deutsche Städte, elf starben in Amberg. Die übrigen dreizehn wurden in die Ghettos Theresienstadt und Piaski bei Lublin deportiert.

Im Zuchthaus Amberg wurden mit dem Beginn der NS-Gewaltherrschaft politische Gegner des Regimes inhaftiert, von denen 46 dem Terror zum Opfer fielen. Auf dem Katharinenfriedhof erinnert ein Gedenkstein an 23 namentlich genannte Opfer. Dort befindet sich auch ein Massengrab für 300 sowjetische Kriegsgefangene sowie 293 weitere Opfer des NS-Regimes, an die mit Gedenktafeln erinnert wird.[4]

Am 1. Juli 1972 wurden anlässlich der Gebietsreform die Orte Ammersricht, Gailoh, Karmensölden und Raigering[5] sowie Gebietsteile der Gemeinde Traßlberg[6] eingegliedert.

Garnison[Bearbeiten]

Die Stadt war jahrhundertelang eine bedeutende Garnisonsstadt, seit 1716 mit Kasernen.

Das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Amberg ist für das Gebiet der Landkreise und Städte Amberg-Sulzbach, Bayreuth, Neustadt a.d.WN, Weiden, Grafenwöhr, Schwandorf, Hof, Kulmbach und Kronach zuständig. Es bleibt über das Jahr 2017 hinaus mit Soldaten und Zivilbeschäftigen in Amberg bestehen. Die Schweppermannkaserne mit dem Standortübungsplatz Freihöls, in der das Logistikbataillon 472 stationiert ist, liegt unmittelbar bei der Stadt in der Nachbargemeinde Kümmersbruck.

Amberg hat bis 2017 noch eine Bundeswehrkaserne, die Leopoldkaserne, die bis Ende 2016 der Sitz des Stabes der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, eines Feldjägerdienstkommandos und einer Dienststelle des Militärischen Abschirmdienstes ist. Amberg ist Dienstsitz des Kreisverbindungskommandos zur Stadt Amberg und des Kreisverbindungskommandos zum Landkreis Amberg-Sulzbach.

Gelände und Gebäude des bis 2007 bestehenden Bundeswehrkrankenhauses gehören der Golden Gate AG, die sie für Wohnen und Gewerbe weiter entwickelt. Ein Gebäude wird von der Bundeswehr weiter für das Standort-Sanitätszentrum genutzt. Bis zum Jahr 2017 ist die Tagesklinik sowie die Institutsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie Amberg dort untergebracht.

Gelände und Gebäude der früheren Kaiser-Wilhelm-Kaserne bilden seit 1995 vor allem den Campus der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg – Weiden und werden von der Amberger Abteilung Technik und dem Technologietransfer-Zentrum genutzt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gehörte Amberg zur Amerikanischen Besatzungszone. Die US-Army nutzte die vorhandenen Kasernen; von 1952 bis 1992 existierte der US-Stützpunkt Pond Barracks in der ehemaligen Ritter-von-Möhl-Kaserne (1935 bis 1945 Wehrmachtkaserne); aus dem Gelände wurde das zivile Wohngebiet Sebastian mit Stadtteilzentrum und dem von der Army übernommenen Blockheizkraftwerk entwickelt.

Auf dem Gelände des früheren Heeres-Nebenzeugamts der Wehrmacht wurde ab den 1950er Jahren der Stadtteil Bergsteig gebaut.

Amberg beherbergte von 1801 bis 1919 die Königlich Bayerische Gewehrfabrik, eine von vier reichsdeutschen Gewehrfabriken (auf dem Gelände der heutigen DEPRAG).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen (Hauptwohnsitze) nach dem jeweiligen Gebietsstand.[7]

Einwohnerentwicklung zwischen 1400 und 2010
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1400 2.720 1800 5.763 1939 31.775
1450 2.980 1840 11.793 1946 36.795
1500 3.180 1859 12.312 1950 37.920
1550 3.730 1871 13.005 1960 41.849
1600 4.280 1880 14.583 1970 41.345
1630 4.910 1890 19.126 1980 44.264
1648 3.274 1900 22.039 1990 43.111
1700 3.720 1910 25.242 2000 43.794
1713 1.900 1919 26.009 2010 43.755
1750 4.537 1925 28.387 2030[8] 40.900

Religionen[Bearbeiten]

Die Stadt Amberg gehört zum römisch-katholischen Dekanat Amberg-Ensdorf innerhalb des Bistums Regensburg. Mit der Pfarrkirche St. Martin befindet sich eine Basilica minor in der Stadt.

Die Gemeinde der Paulanerkirche Amberg gehört zum evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg; der zuständige Regionalbischof hat seinen Dienstsitz in Regensburg.

Die russisch-orthodoxe Kirche nutzt die Kapelle Hl. Peter und Paul am Bergsteig.

In Amberg gibt es eine neuapostolische Kirche, die sich in der Nähe der Feuerwehr Amberg befindet. Eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten hat ihren Sitz in der Nähe des Klinikums. Die Amberger Zeugen Jehovas nutzen einen Königreichssaal in Kümmersbruck. Die Freie Christliche Gemeinde Amberg hat ihr Gemeindehaus im Industriegebiet Süd.

In Amberg gibt es eine jüdische Gemeinde, die eine Synagoge in der Nähe des Marktplatzes besitzt.

Eine Moschee ist ebenfalls in der Altstadt gelegen.

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014[9]
Wahlbeteiligung: 46,5 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,6
28,8
6,3
6,1
4,8
4,1
3,3
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+0,4
-1,9
+0,5
-1,3
-1,2
+4,1
-0,5
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f Amberger Bunt
Aktuelle Sitzverteilung im Stadtrat
       
Von 40 Sitzen entfallen auf:

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Amberg. Über die Vergabe der 40 Sitze entscheiden die Bürger alle sechs Jahre. Die letzte Wahl fand am 16. März 2014 statt.

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Amberg unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten und Gemeinden:[10]

Patenschaft[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt von Schwarz und Silber, oben ein aus der Teilungslinie wachsender, rotbekrönter und rotbewehrter, goldener Löwe, unten schräg blau geweckt.“[11]

Wappenerklärung: Der Pfälzer Löwe steht für die frühere Zugehörigkeit der Stadt zur Kurpfalz bzw. zur Oberpfalz, die (weiß-blauen) bayerischen Wecken für die zu Bayern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Historische Gebäude[Bearbeiten]

Profane Bauten[Bearbeiten]

Stadtmauer mit Stadtgraben
Die Stadtbrille, das Wahrzeichen von Amberg. Der dritte Bogen links wurde erst vor wenigen Jahren „wiederentdeckt“. Links grenzt das kurfürstl. Schloss an, rechts das Zeughaus.
Marktplatz mit gotischem Rathaus
  • Die Altstadt ist umgeben von einer fast vollkommen erhaltenen mittelalterlichen Ringmauer mit heute vier Toren: Nabburger Tor, Ziegeltor, Vilstor und Wingershofer Tor.
  • Eine Besonderheit stellt die so genannte „Stadtbrille“ dar, ein fünftes Tor über den Fluss Vils. In zwei Bögen überspannt hier die mittelalterliche Stadtmauer den Fluss; einer der Pfeiler steht dabei im Wasser, so dass sich die zwei Bögen mit ihrer Spiegelung im Wasser zu zwei nebeneinander stehenden Kreisen ergänzen, was zum Namen führte. Der durch eine Schanzmauer verdeckte, jedoch lange Zeit vermauerte dritte Bogen auf festem Grund war wieder geöffnet und so der Originalzustand hergestellt worden. Dies war von vielen Ambergern zunächst als „Zerstörung“ der typischen, nur zweibögigen „Brille“ empfunden worden.
  • Gotisches Rathaus
  • Das Kurfürstliche Schloss war der Regierungssitz der Pfalzgrafen. Kurfürst Ludwig III. ließ es im Jahre 1417 erbauen. Kurfürst Friedrich I. wandelte es in eine Zwingburg um. Heute wird der Gebäudekomplex als Landratsamt genutzt.
  • Ehemaliges kurfürstliches Zeughaus
  • Ehemalige kurfürstliche Regierungskanzlei (Renaissancebau mit sehenswertem Erker)
  • Alte Veste (im Kern gotischer Bau und erster kurfürstlicher Hof)
  • „Klösterl“ (gotischer Bau und Teil der früheren kurfürstlichen Residenz)
  • Mit dem historischen „Eh’häusl“ besitzt Amberg heute eines der kleinsten Hotels der Welt.
  • Das „Walfischhaus“ hat seine Bezeichnung von zwei Figuren unterhalb des Giebels, die darstellen, wie der Prophet Jona von einem Walfisch zunächst verschlungen und dann wieder ausgespuckt wird. Die Figuren stammen aus dem 17. Jh.
Walfischhaus

Bedeutende Kirchen[Bearbeiten]

Basilika St. Martin

Klöster[Bearbeiten]

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Amberg

Museen[Bearbeiten]

Stadtmuseum Amberg[Bearbeiten]

Stadtmuseum Amberg (Eingang)

Die Sammlungen des Stadtmuseums Amberg umfassen neben Exponaten, die die Geschichte der Stadt und der hier gewesenen kurfürstlichen Residenz der Oberen Pfalz veranschaulichen, Abteilungen, welche sich mit Handwerk und Industrie in Amberg und deren Geschichte auseinandersetzen, vor allem der Steingut- und Fayenceproduktion, die seit dem 18. Jahrhundert bis 1911 in einer großen Amberger Manufaktur betrieben wurde, sowie der hiesigen Emailindustrie im 19. und 20. Jahrhundert.

Außerdem gibt es eine Abteilung, die die Geschichte der Kleidung vom Biedermeier bis heute zeigt. Die bedeutendste Sammlung seiner Werke ist dem in Amberg geborenen Maler, Graphiker und Karikaturisten Michael Mathias Prechtl gewidmet. Im Stadtmuseum werden auch wechselnde Ausstellungen gezeigt, insbesondere sei die herausragende Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte „Der Winterkönig“ über das Leben Friedrichs V. von der Pfalz 2003 genannt.

Kunstausstellungen "Alte Feuerwache"[Bearbeiten]

Im Untergeschoss des Gebäudes Alte Feuerwache im Stadtmuseum Amberg sind wechselnde Kunstausstellungen (meist Gruppe der Amberger Künstler) zu besichtigen.

Luftmuseum[Bearbeiten]

Seit der Gründung des Luftmuseums im Klösterl am Eichenforst im Jahr 2006 durch den Künstler Wilhelm Koch ist Amberg Luftkunstort. Die Stadt Amberg fördert die Museumsinitiative des Luftmuseum e. V. durch mietfreie Überlassung der Engelsburg aus dem 14. Jh. Gezeigt werden Exponate, die technisch mit Luft arbeiten oder betrieben werden, sowie Kunst-, Design- und Architekturobjekte, die sich mit dem Thema Luft auseinandersetzen.[12]

Militärmuseum Amberg[Bearbeiten]

Die Militärhistorische Sammlung zur Garnisonsgeschichte Amberg befindet sich bis Ende des Jahres 2016 in der Leopoldkaserne in Amberg.

Moderne Gebäude[Bearbeiten]

Im Stadtteil Bergsteig befindet sich die sog. „Glasmacherkathedrale“, das ehem. Thomas-Glaswerk (heute Kristallglasfabrik Amberg GmbH & Co. KG), das im Auftrag der Rosenthal AG ab 1967 durch Walter Gropius (TAC – The Architects Collaborative Inc.) geplant wurde. Es war das letzte Werk von Gropius, der die Fertigstellung im Jahre 1970 nicht mehr erlebte. Die ausgedehnte basilikaartige Anlage ist in eine Geländesenke eingefügt; die als „Mittelschiff“ dominierende Schmelzofenhalle weist einen dreieckigen Querschnitt auf, stark plastisch gegliedert durch Stahlbetonbinder und übereinandergestaffelte geneigte Dachflächen mit horizontal eingeschobenen Fensterbändern. Die den Längsseiten vorgelagerten niedrigen Flachbauten (für Endverarbeitung, Lager und Versand) sind durch verglaste Gänge mit der zentralen Ofenhalle verbunden. Das Bauwerk ist als Einzelbaudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Stadttheater[Bearbeiten]

Seit 1803 besitzt Amberg ein Theater in der ehemaligen gotischen Kirche eines in der Säkularisation aufgehobenen Franziskanerklosters. Seit 1872 ist die Stadt Amberg Träger des Theaters. 1953 musste der Spielbetrieb aus brandschutzrechtlichen Gründen zunächst eingestellt werden, nach einer umfassenden Sanierung ist das Stadttheater aber seit 1978 wieder in Betrieb. Das Stadttheater Amberg besitzt kein eigenes Ensemble, es finden aber regelmäßig Gastspielveranstaltungen statt.

Bibliotheken[Bearbeiten]

Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek)[Bearbeiten]

Provinzialbibliothek (Anbau)

In Amberg ist die Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek Amberg) beheimatet. Sie wurde im Jahr 1803 im Zuge der Säkularisation gegründet. Ihre alten Buchbestände stammen aus dem Jesuitenkolleg Amberg sowie den aufgegebenen Klöstern Ensdorf, Michelfeld, Reichenbach, Speinshart, Walderbach und Waldsassen. Der erste Standort der Bibliothek war im aufgegebenen Salesianerinnenkloster, und der Bestand lag bei rund 50.000 Büchern. Im Jahr 1815 wurden durch ein Feuer rund 16.500 Bücher vernichtet. Im Jahr 1826 zog die Bibliothek endgültig an den heutigen Standort im Maltesergebäude um. Von 2001 bis 2003 erfolgten Sanierungs- und Anbaumaßnahmen. Der Buchbestand wird ständig erweitert und umfasst alle wissenschaftlichen Bereiche, wobei der Schwerpunkt bei den Geisteswissenschaften liegt. Die Bibliothek besitzt heute rund 120.000 Medien, davon rund 115.000 Bücher und 100 Zeitschriften.

Bibliothek der Ostbayerischen Technischen Hochschule[Bearbeiten]

Die Hochschulbibliothek Amberg-Weiden wurde im Zusammenhang mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg – Weiden 1994 gegründet und ist auf beide Standorte verteilt. Der in Amberg befindliche Buchbestand orientiert sich in seinen Fachgebieten an den hier gelehrten technischen Fächern (Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau, Medienproduktion und Medientechnik, Patentingenieurwesen, Angewandte Informatik, Umwelttechnik). Der Gesamtbestand der Bibliothek an beiden Standorten umfasst derzeit knapp 50.000 Medien.

Stadtbibliothek Amberg[Bearbeiten]

Die Stadtbibliothek Amberg ist in der Innenstadt im Raseliushaus untergebracht und umfasst einen Bestand von circa 50.000 Medien. 1947 beschloss der Stadtrat, eine öffentliche Bibliothek zu errichten, die dann 1950 im Klösterl am Eichenforst als Volksbücherei Amberg eröffnet worden war. 1951 kamen die Bücher des von 1946 bis dahin im Casino am Schrannenplatz bestehenden Amerikahauses zum Bestand der später lange Stadtbücherei genannten Stadtbibliothek hinzu.

Archive[Bearbeiten]

Das für den Regierungsbezirk Oberpfalz zuständige staatliche Archiv verwahrt die gesamte Schriftgutüberlieferung aller staatlichen Behörden und Institutionen sowie deren Vorläufer, darunter auch der Klöster, Herrschaften und Hofmarken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Das Stadtarchiv bewahrt historische Dokumente der Stadtgeschichte auf. In seinem Kern geht es auf die unter der Leitung des Rates stehende Registratur zurück. Zu dieser städtischen Überlieferung zählen auch Pergamenturkunden, Amtsbücher sowie Rechnungen. Darüber hinaus beherbergt das Stadtarchiv Amberg außerdem umfangreiche Nachlässe und Deposita. Zu den Beständen des Stadtarchivs gehören auch sämtliche in Amberg erschienenen Tageszeitungen, eine Plakat- und Plansammlung wie auch ein umfangreiches Bildarchiv.

Natur[Bearbeiten]

Renaturierte Flusslandschaft südlich der Altstadt zur Landesgartenschau 1996.

Friedhöfe in der Stadt Amberg[Bearbeiten]

Im Gebiet der Stadt Amberg gibt es sechs Friedhöfe mit einer Gesamtfläche von 14,6 ha.

Katharinenfriedhof[Bearbeiten]

Am Rande der früheren Stadtgrenze gelegen, ist der größte Friedhof Ambergs über die Katharinenfriedhofstraße zu erreichen. Im Katharinenfriedhof gibt es Soldatengräber des Ersten und des Zweiten Weltkriegs sowie auch eine Gedenktafel für Gefallene der Panzerbrigade 12. Eine Gedenktafel erinnert an 293 während des Zweiten Weltkriegs in Amberg verstorbene Menschen aus dem Osten, die im Katharinenfriedhof begraben sind. Weitere Gedenktafeln mit den Namen erinnern an Menschen aus dem Osten, die während der Jahre 1943 bis 1953 mit unbekannter Grablege bestattet worden sind. Im Katharinenfriedhof befindet sich auch das Ehrengrab von Michael Mathias Prechtl.

Dreifaltigkeitsfriedhof[Bearbeiten]

Zwischen Regensburger und Raígeringer Straße liegt beim Stadtzentrum der Dreifaltigkeitsfriedhof.

Friedhof Ammersricht[Bearbeiten]

In der Friedensstraße liegt der Friedhof für den Stadtteil Ammersricht.

Friedhof Luitpoldhöhe[Bearbeiten]

In der Selgradstraße befindet sich der Friedhof für den Stadtteil Luitpoldhöhe.

Waldfriedhof[Bearbeiten]

Der Waldfriedhof ist über den Talweg im Stadtteil Raigering zugänglich.

Israelitischer Friedhof[Bearbeiten]

Am Ende der Philipp-Melanchthon-Straße befindet sich der Jüdische Friedhof. In ihm liegen auch Gräber von 16 jüdischen Opfern des NS-Terrors.[4]

Veranstaltungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Altstadtfest (Juni), vielfältige musikalische Darbietungen (Jazz, Rock, Volksmusik, Klassik), Gastronomie
  • Töpfer- und Krüglmarkt um Georgi (Ende April)
  • Brunnenfest (seit 2001, alle zwei Jahre), mittelalterlicher Markt, Aufführungen, Festzug mit Bezug auf die Stadtgeschichte (vor allem die Amberger Hochzeit, siehe dazu oben)
  • Sommerfestival im Innenhof der Stadtbibliothek: 6 Veranstaltungen (Theater, Musik und Kabarett) jährlich Ende Juli/August
  • Bergfest (siehe oben)
  • Luftnacht mit Darbietungen von Luftkünstlern (ausgehend vom Luftmuseum, s. o.)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Amberg kann über die A 6 mit den Anschlussstellen Amberg-West, Amberg-Süd und Amberg-Ost erreicht werden.

Des Weiteren kreuzen sich die Bundesstraße 85 (Bayreuth–Amberg–SchwandorfChamPassau) und die B 299 (LandshutNeumarkt–Amberg–Falkenberg).

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Amberg

Der Anschluss an das bayerische Eisenbahnnetz erfolgte im Jahre 1859. Von dem am 12. Dezember 1859 von der AG der Bayerischen Ostbahnen eröffneten Bahnhof Amberg gibt es derzeit Direktverbindungen nach Nürnberg und Schwandorf (Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf) im Stundentakt sowie nach Regensburg. Bis Dezember 2012 fuhren auch direkte Züge nach Prag (Praha). Von den drei zwischen 1898 und 1910 eröffneten Bahnstrecken nach Lauterhofen, Schmidmühlen und Schnaittenbach ist nur noch die nach Schnaittenbach im Güterverkehr in Betrieb.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof ist zentraler Knotenpunkt zwischen der Deutschen Bahn sowie den Stadt- und Überlandbussen. Bahn- und Busnetz liegen im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).

Busbahnhof

Die vierzehn Stadtbuslinien, die gelben Citybusse, werden von 20 Omnibussen im Halbstundentakt befahren. Die längste Linie ist die 2 von Amberg nach Ammersricht mit 25 Haltestellen und einer Länge von 5,4 Kilometern. 2009 kam die Linie 14 zum Waldfriedhof hinzu. Den Betrieb führt seit 1975 die Firma Linzer; drei Linien werden von der Firma Reichert befahren.

Im Jahre 1999 wurde der Amberger Busbahnhof ausgebaut und 2005 erweitert, so dass alle Stadt- und Überlandbusse die 20 Haltebuchten anfahren können.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Etwa 2 km westlich von der Ortsmitte Amberg befindet sich der Segelflugplatz Rammertshof mit den Koordinaten 49 26 25,2 N/11 48 41,8 E.

Der internationale Verkehrsflughafen Nürnberg befindet sich 68 km westlich von Amberg und ist über die Bundesautobahn 6 mit dem Auto in etwa 40 Minuten zu erreichen. Mit dem Zug über Nürnberg Hauptbahnhof und die U-Bahn-Linie U2 beträgt die Fahrzeit von Amberg Bahnhof in den Flughafen Nürnberg etwa 70 Minuten.

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber ist die Siemens AG, die mit etwa 4300 Beschäftigten in Amberg elektromechanische Schaltgeräte (Schütze, Überlastrelais und Befehlsgeräte) und speicherprogrammierbare Steuerungen fertigt. Ein weiteres großes Unternehmen ist die Grammer AG. Sie stellt Fahrer- und Passagiersitze sowie Komponenten für die Pkw-Innenausstattung her. Weitere Unternehmen der ansonsten vom kleineren Mittelstand geprägten Region sind in den Bereichen der Informationstechnologie, Metallindustrie und Maschinenbau (Deprag Schulz) tätig. Glas (Fa. Nachtmann Bleikristallwerke, Fa. Riedel Glas) spielt traditionell ebenfalls eine Rolle.

Das Kurfürstenbad der Stadtwerke Amberg

Die Stadt Amberg als Anteilseigner hat der Stadtwerke Amberg Holding GmbH bestimmte kommunale Obliegenheiten übertragen. So betreibt deren Tochterunternehmen Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH das Strom-, Gas- und Wasserleitungsnetz und bietet zudem die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme an. Der Holding ist weiter die Stadtwerke Amberg Bäder und Park GmbH angegliedert, welche die Betreibung von zwei Bädern und zwei Parkgaragen in der Stadt ausübt.

Bergbau[Bearbeiten]

Amberg nahm seit dem Mittelalter eine europaweit zentrale Rolle im Bergbau ein. In den umliegenden Stollen wurde Eisen abgebaut, durch das die Stadt sehr reich wurde. Die heute noch teils erhaltene mehrere Kilometer lange Stadtbefestigung aus dem Spätmittelalter mit ihren über 100 Türmen wurde durch das erwirtschaftete Geld aus Eisenerzbergbau, Eisenverarbeitung und Eisenhandel finanziert. In der Altstadt wurden Schlacken als Spuren früher Eisenbearbeitung gefunden. Die Bergbau-Bedeutung der Stadt ließ im Dreißigjährigen Krieg nach, kam im 19. Jahrhundert wieder auf und endete nach dem Zweiten Weltkrieg wegen billigeren Eisens aus anderen Ländern und der Erschöpfung der bekannten Erzlagerstätten. Während der NS-Zeit war Amberg einer von fünf Standorten der Reichswerke Hermann Göring. Das letzte Eisenerz wurde in Amberg 1964 abgebaut; der Hochofen der Luitpoldhütte war bis 1968 in Betrieb.

Brauereien[Bearbeiten]

Amberg beherbergte im ausgehenden Mittelalter über 30 Brauereien (meist Klein-, Familien- oder Hausbrauereien). Bis in die 1970er Jahre gab es in der Stadt zehn große Brauereien gleichzeitig (Brauhaus Amberg, Bruckmüller Brauerei, Falk Brauerei, Jordan-Bräu, Brauerei Kummert, Malteser Brauerei, Schießl Brauerei, Brauerei Sterk, Brauerei Wingershof, Brauerei Winkler), wodurch Amberg jahrhundertelang europaweit als Stadt mit den meisten Brauereien (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) galt. Heute existieren davon noch die Brauerei Bruckmüller, Brauerei Kummert, Brauerei Sterk und die Brauerei Winkler, die teilweise noch Bier der vergangenen Marken herstellen. Dazugekommen sind kleine Brauereien, wie die Sudhang-Brauerei oder die Gastronomiebrauerei Schloderer. Als größtes Bierfest in Amberg gilt das Bergfest, wo alle Brauereien Ende Juni/Anfang Juli zur Wallfahrt vor der Maria-Hilf-Kirche ihre Zelte aufschlagen. An die frühere Brauerei Schieferl erinnert der Name einer Gaststätte. Im Umland von Amberg gibt es etliche kleine Brauereien, für die Amberg ein wichtiger Absatzmarkt ist. Dazu gehören z. B. die Brauerei Märkl aus Freudenberg oder die Schlossbrauerei Dorfner aus Hirschau.

Medien[Bearbeiten]

Die Amberger Zeitung ist die lokale Tageszeitung. Sie ist Teil des Verlages Der neue Tag. Die „Mittelbayerische Zeitung für das Vilstal und den südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach“ berichtet als Tageszeitung seit 2006 aus der Region Amberg. Zuvor erschien sie unter dem Titel „Amberger Nachrichten“.

Der lokale Radiosender Radio Ramasuri hat eine Redaktion in Amberg und versorgt die Region seit 1990 mit lokalen Informationen auf der UKW-Frequenz 103,9. Das Jugendformat Radio Galaxy sendet auf der UKW-Frequenz 105,5 für Amberg und das Umland. Die amerikanischen Radio-Sendungen von AFN – The Eagle sind ebenso wie die Sendungen des tschechischen Radio Egrensis, des Regensburger Radio Charivari, des Bayerischen Rundfunks, des Deutschlandradios sowie der Antenne Bayern in Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach auf UKW zu empfangen.

Seit 1996 ist der regionale Fernsehsender Oberpfalz TV (OTV) in der Stadt ansässig. Er bietet Sendungen und Nachrichten für die mittlere und nördliche Oberpfalz.

Mit dem Buch & Kunstverlag Oberpfalz befindet sich in Amberg auch ein Buchverlag, dessen Schwerpunkt auf der Herausgabe von Regionalia liegt.

Behörden und Öffentliche Anstalten[Bearbeiten]

Landgericht Amberg

Feuerwehr[Bearbeiten]

Feuerwache Amberg

Seit 1981 ist der Sitz der Feuerwache am Schießstätteweg. Die etwa 100 aktive Mitglieder zählende Freiwillige Feuerwehr, die sich seit 1997 unter der Leitung von Stadtbrandrat Bernhard Strobl befindet, beschäftigt acht hauptamtliche Kräfte und gilt als eine der größten Freiwilligen Feuerwehren Bayerns. Die 2014 errichtete Integrierte Leitstelle (ILS) Amberg befindet sich neben der Feuerwache und ist für die Alarmierung des Rettungsdienstes sowie die Alarmierung der Feuerwehren der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf sowie der Stadt Amberg zuständig. Als innovativ gilt die Feuerwehr besonders im Bereich des Wechselladersystems. In Amberg ist ein „Löschzug Gefahrgut“ stationiert, der wie auch die Abrollbehälter im überregionalen Bereich angefordert werden kann. Neben der Feuerwehr der Stadt Amberg gibt es noch vier Ortsteilwehren in Ammersricht, Gailoh, Karmensölden und Raigering. Die Feuerwehr Amberg war 2009 Ausrichter des Deutschen Jugendfeuerwehrtags (3.–6. September 2009).

Bildung[Bearbeiten]

Amberg ist eine ausgewiesene Schulstadt. Neben acht Grund- und Mittelschulen, einer Montessori-Schule, zwei Förder- und Sonderschulen, acht berufsbildenden Schulen, einer Volkshochschule, einer Elternschule und mehreren Musikschulen existieren in Amberg folgende Schulen:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl-Otto Ambronn, Achim Fuchs, Heinrich Wanderwitz (Hrsg.): Amberg 1034–1984. Aus tausend Jahren Stadtgeschichte. Katalog zur Ausstellung aus Anlass der 950-Jahr-Feier. Amberg 1984, ISBN 3-924707-00-6.
  • Hans Bungert, Franz Prechtl (Hrsg.): Ein Jahrtausend Amberg. Schriftenreihe der Universität Regensburg Band 11. Mittelbayerische Druck- und Verlagsgesellschaft, Regensburg 1985, ISBN 3-921114-60-8.
  • Amberg in der Oberpfalz. Herausgegeben vom Stadtrat der Stadt Amberg, bearbeitet von Stadtbaurat Engelhardt. Deutscher Architektur- und Industrie-Verlag (DARI), Berlin 1927.
  • Dieter Dörner: Juden in Amberg, Juden in Bayern. Verlag d. Buchhandlung Eckhard Bodner, Pressath 2003, ISBN 3-937117-01-6.
  • Dieter Dörner: Juden in Amberg. Niedergang und Neuanfang 1933 – 1942 – 1945. Bodner, Pressath 2006, ISBN 3-937117-41-5.
  • Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Die Orgelbauerfamilie Funtsch in Amberg. In: Oberpfälzer Heimat Nr. 22, 1978, S. 117–123.
  • Rita Hannig: Glaschronologie Nordostbayerns vom 14. bis zum frühen 17. Jahrhundert. Ausgewählte Grabungsfunde aus Amberg und Regensburg (Oberpfalz) Monographien d. Archäologischen Staatssammlung München, Greiner, Remshalden 2009, ISBN 978-3-86705-027-2.
  • Ricarda Huch: Im alten Reich. Lebensbilder deutscher Städte (3. Band: Der Süden), Bremen 1927. Darin: Amberg, S. 215–226.
  • Hans Hummel: Amberg öffnet Tür und Tor. Ein Stadtspaziergang. Stadtführer. Buch & Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 2003, ISBN 3-935719-13-2.
  • Rainer Kilbert: Der Amberger Orgelbauer Friedrich Specht. In: Oberpfälzer Heimat, 1984, S. 86–95.
  • Rainer Kilbert: Die Orgeln der Stadt Amberg. In: Die Oberpfalz, 1991, S. 228 ff.
  • Eberhard Kraus: Historische Orgeln in der Oberpfalz. Schnell und Steiner, München 1990, ISBN 3-7954-0387-1.
  • Johannes Laschinger: Amberg. Die kurfürstliche Haupt- und Regierungsstadt der oberen Pfalz (Bayerische Städtebilder), Stuttgart 2000, ISBN 3-09-303880-4.
  • Felix Mader: Stadt Amberg (= Die Kunstdenkmäler Bayerns, Reihe 2: Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, Band XVI). Reprint der Ausgabe München 1909. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50446-0.
  • Günther Rambach: Hakenkreuz und Martinskirche. Schicksalsjahre in der Oberpfalz 1933–1959. Selbstverlag, 2010, ISBN 978-3-00-031635-7.
  • Johann Baptist Schenkl: Neue Chronik der Stadt Amberg. Nachdruck der Ausgabe 1817. Carl Mayr, Amberg 1972.
  • Michael Schwaiger: Chronica oder kurtze beschreibung der Churfürstlichen Stad Amberg in der Obern Pfalz in Beiern gelegen. Nachdruck der Ausgabe Wittenberg 1564. Carl Mayr, Amberg 1969.
  • Karl Schwämmlein: Orgeln und Orgelbauer in Amberg vom 15.–17. Jahrhundert. In: Verhandlungen des historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Laßleben, Kallmünz 1987, 127. Band, S. 84–94.
  • Bernhard Setzwein, Günter Moser: Die Stadt an der Vils. Amberg (Bild-Text-Band). Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 2000, ISBN 3-924350-88-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Amberg – Reiseführer

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 32–42.
  3. Vgl. Bauerreis: Kirchengeschichte Bayerns. Band V
  4. a b Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 113
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 600.
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 638.
  7. Quelle: Statistisches Jahrbuch der Stadt Amberg (PDF; 1,9 MB), 13. Ausgabe, 2010/2011, S. 28.
  8. Prognose des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Siehe: Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2030. Demographisches Profil für die Kreisfreie Stadt Amberg (PDF; 1,7 MB), München 2011, S. 5.
  9. http://www.kommunalwahl2014.bayern.de/tabg3361000.html
  10. Partnerstädte
  11. Stadtwappen bei www.amberg.de
  12. Internetpräsenz des Luftmuseums, zuletzt aufgerufen am 8. Januar 2008