Ambrosini Sagittario

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Ambrosini Sagittario
Ambrosini (Aerfer) Sagittario 2 MM560
Typ: Abfangjäger
Entwurfsland: Italien
Hersteller: SAI-Ambrosini
Erstflug: 5. Januar 1953
Stückzahl: 1

Die Ambrosini Sagittario war ein durch Strahltriebwerke angetriebener Abfangjäger des italienischen Flugzeugherstellers SAI-Ambrosini. Sie wurde auf der Basis der Ambrosini Super S-7, eines kolbenmotorgetriebenen Schulflugzeuges, bei Ambrosini Anfang der fünfziger Jahre entwickelt. Als Antrieb war zunächst die französische Leichtturbine Turboméca Marboré II vorgesehen. Die als Sagittario bezeichnete Maschine erhielt als erste italienische Konstruktion um 45° gepfeilte Tragflächen.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach umfangreichen Versuchen, zunächst noch mit einem Alfa-Romeo-Kolbenmotor im Bug, startete der Prototyp als Strahljäger am 5. Januar 1953 zu seinem Erstflug. Da sich Festigkeitsprobleme mit dem Rumpf in Holzbauweise ergaben, wurde ein Ganzmetall-Halbschalenrumpf entwickelt und für diesen auch das stärkere Triebwerk Rolls-Royce Derwent vorgesehen; ebenso erhielt die Maschine nun ein Bugradfahrwerk und einen Schleudersitz. Das so verbesserte Muster ging nach seiner Fertigstellung als Saggittario II in die Erprobung.

Trotz umfangreicher Verkaufswerbung fanden sich weder ausländische Kunden noch interessierte sich die italienische Luftwaffe für diesen Typ. Nach der Neuorganisation der Firma als Aerfer wurde das Muster mit Zusatz-Raketenantrieb noch einmal als Aerfer Ariete angeboten, konnte sich aber auch nicht durchsetzen, so dass das Programm schließlich eingestellt wurde. Auf der Basis des Sagitario wurde später der Prototyp Aerfer Sagittario II entwickelt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Ambrosini Sagittario
Kenngröße Daten
Länge    9,30 m
Spannweite     7,50 m
Höhe    1,50 m
Flügelfläche    14,60 m²
Startmasse    2.300 kg
Triebwerk    Ein TL Rolls-Royce Derwent mit 1.560 kp Schub
Höchstgeschwindigkeit    1.040 km/h
Gipfelhöhe    8.000 m
Reichweite    570 km
Bewaffnung    2 × 30-mm-Kanonen
Besatzung    1 Mann

Siehe auch[Bearbeiten]