Ameln

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Dieser Artikel befasst sich mit Ortsteil Ameln der Gemeinde Titz im Kreis Düren. Für weitere Bedeutungen siehe Ameln (Begriffsklärung).

50.9833333333336.433333333333396Koordinaten: 50° 59′ 0″ N, 6° 26′ 0″ O

Ameln
Gemeinde Titz
Höhe: 96 m
Einwohner: 763 (30. Jun. 2006)
Postleitzahl: 52445
Vorwahl: 02463

Ameln ist ein Ortsteil der Gemeinde Titz im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Ortsvorsteher ist Hans-Willi Gilles.

Drachenfest in Ameln

Lage[Bearbeiten]

Ameln liegt südlich des Hauptortes Titz, westlich von Kalrath, östlich von Spiel und nördlich von Rödingen in der Jülicher Börde.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ameln bereits 1138 in den Annales Rodenses:[1] „[…]in diesen Tagen schenkte der Godescalcus der Kirche neun Morgen Land bei Amble und diese zahlen neun Denare in Kölner Währung.[…]“ Später wurde der Ort bei Verkäufen oder Erbschaftsangelegenheiten im Zusammenhang mit den großen Gütern Schunkenhof, Krichelshof und Kasperhof genannt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Ameln gibt es ein mehrere Hektar großes Gewerbegebiet. Die ortsansässige Zuckerfabrik der Firma Pfeifer & Langen wurde nach der Kampagne 1991 geschlossen. Dort eröffnete die Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft im Jahre 2003 ein Lager.

Im Jahre 2007 wurden weitere Flächen der ehemaligen Zuckerfabrik zum „Energiepark Ameln“ bestimmt. Dort nahm die zum Maschinenring Rheinland-West gehörende ADRW Naturpower GmbH seitdem zwei Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1,2 MW in Betrieb. Die Prozesswärme der Anlage wird von der seit 2008 tätigen Westpellets GmbH & Co KG in Kraft-Wärme-Kopplung übernommen und zur Produktion hochwertiger Holzpellets verwendet.

Im Ort gab es seit mehr als 100 Jahren eine Getreidebrennerei, die mittlerweile jedoch den Betrieb eingestellt hat.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Ameln ist über ein gut ausgebautes Straßennetz zu erreichen. Die Anschlussstelle Titz der Autobahn A 44 ist 3 km entfernt, bis zur Anschlussstelle Bedburg der A 61 sind es etwa 8 km.

Eisenbahn[Bearbeiten]

1881 errichtete die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft die Bahnstrecke Hochneukirch–Jülich (Talbahnlinie). Der zugehörige Bahnhof lag im nördlichen Teil des Ortes an der Bahnstraße und bestand von 1881 bis zum 14. Juli 1980. Nach der Stilllegung wurde das Empfangsgebäude abgerissen. Obwohl Ameln kleiner als Titz ist, erlangte der Amelner Bahnhof durch die ehemals ortsansässige Zuckerfabrik und durch den Abzweig in Richtung Bedburg größere Bedeutung. Der Betrieb auf der Reststrecke Jülich-Ameln wurde am 14. Juli 1980 eingestellt.

1898 nahm das „Amelner Johännchen“ auf der Bahnstrecke Bedburg–Ameln den Betrieb auf. Der Verkehr dieser Linie wurde am 17. März 1953 eingestellt, da sie nicht mehr rentabel war.[2] Der Güterverkehr wurde noch einige Jahre länger betrieben.

Busverkehr heute[Bearbeiten]

Den ÖPNV stellt heute die RVE mit der Linie 284 sicher.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Seit über zehn Jahren ist Ameln den Drachenfliegern durch das Familiendrachenfest bekannt. Veranstalter ist der DC Grisu.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annales rodenses – erzählende Texte von Dr. Franz Heidbüchel und Hermann Kramer, 1990
  2. Zeitungsartikel Kölnische Rundschau vom 22. und 26. Juli 2000