American Bobtail

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American Bobtail
American Bobtail
Kurzschwänzige Katze Missi mit ihrem Kitten
Fell-Länge: Kurzhaar- / Halblanghaarkatze
Gewicht: Kater: 3,0–7,0 kg
Kätzin: 3,0–7,0 kg
allgemein anerkannte Farben: alle
nicht allgemein anerkannte Farben: keine
erlaubte Fellzeichnung: alle
Zuchtstandards:
Liste der Katzenrassen


Die American Bobtail ist eine relativ neue und unbekannte Katzen-Rasse, die in den späten 1960ern entstanden ist.[1] Sie ist wegen ihres kurzen Schwanzes („Bobtail“) bemerkenswert, der nur ein Drittel bis zur Hälfte der Länge eines normalen Katzenschwanzes hat. Dies ist das Ergebnis einer genetischen Mutation, die die Entwicklung des Schwanzes betrifft, ähnlich wie bei der Manx-Katze.[1] Die Katze ist nicht verwandt mit der Japanese Bobtail, trotz des ähnlichen Namens und des ähnlichen Typs. Die Zuchtprogramme sind vollständig unabhängig und das Gen, das die Mutation hervorruft, ist bei beiden Rassen unterschiedlich. Bei der American Bobtail ist das Gen dominant, bei der Japanese Bobtail rezessiv.

Die American Bobtail ist eine sehr stämmige Rasse, die es sowohl in Kurzhaar als auch in Langhaar gibt. Ihr Fell ist eher zottelig als dicht und flauschig. Jede Fell- und Augenfarbe ist erlaubt, der Schwerpunkt bei den Ausstellungstieren liegt aber bei „wilden“ Tabby-Mustern.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Legende berichtet, dass die Bobtails das Ergebnis der Kreuzung einer Hauskatze mit einem Rotluchs sind. Der kurzschwänzige Yodie, der eine Tigerzeichnung hatte, wurde mit einer seal point Siamkatze verpaart und gründete so die ursprüngliche Zuchtlinie der Bobtails. Die meisten der frühen Zuchtlinien sind heute verschwunden.[1] Obwohl dies genetisch möglich ist, ist es eher unwahrscheinlich, da vor allem männliche Hybride zwischen Luchs und Hauskatze höchstwahrscheinlich steril sind. Tatsächlich ist der ungewöhnliche Schwanz das Ergebnis einer spontanen Mutation innerhalb der Population der Hauskatzen oder stammt vom dominanten Manx-Gen ab.[1]

Das ursprüngliche Aussehen dieser Katzenrasse wurde so geändert, dass eine neue und verbesserte Rasse herausgezüchtet wurde, die alle Farben und Haarlängen erlaubt. Kurzhaar ist zum ursprünglich erlaubten Langhaar dazu gekommen. Diese neuen Kurzhaarlinien, die eine sanftere Katze mit den bisherigen wilden äußerlichen Attributen darstellen, könnten in Florida entstanden sein. Die Auskreuzung mit Hauskatzen ist immer noch erlaubt, solange damit der derzeit kleine Genpool gesund gehalten wird. Manx und Japanese Bobtail werden dabei nicht benutzt.[1]

Die Rasse wurde von der TICA 1989 anerkannt. Bei der CFA, der TICA und der ACFA kann die Rasse bei Ausstellungen um Titel konkurrieren.

Charakter[Bearbeiten]

Auf der Aktivitäts-Skala von 1 (ruhig, gelassen) bis 10 (überaktiv) erreicht die Bobtail 7 bis 8. Die Züchter behaupten, dass die Bobtails spielfreudig, freundlich, aktiv und sehr intelligent sind. American Bobtails haben ein hunde-ähnliches Verhalten, holen gerne geworfene Dinge zurück und begrüßen ihre Besitzer an der Tür. Sie sind sehr tolerant gegenüber kleinen Kindern, die sie wie einen Sack Kartoffeln herumtragen dürfen. Sie sind bekannt dafür, dass sie aus geschlossenen Räumen und Käfigen entkommen können wie Harry Houdini.[1]

Körperliche Merkmale[Bearbeiten]

Entwicklung - Bobtails brauchen zwei bis drei Jahre für ihre Entwicklung, langsamer als bei vielen Hauskatzenrassen.

Allgemein - Eine ideale, natürlich vorkommende, tüchtige, kurzschwänzige Katze

Körper - Mittellang und kräftig; stämmig; beachtliche rechteckige Haltung; kräftiger Knochenbau; Brust kräftig und breit; Hüften kräftig, fast so breit wie die Brust; die Hinterbeine sind höher als die Vorderbeine, die runden Pfoten können zwischen den Zehen Haarbüschel haben.

Kopf - Breiter Keil ohne flache Ebenen; Größe in Proportion zum Körper; von der Nase zur Stirn konkav, die Stirn kann erhöht sein; breite Schnauze ohne Pinch; herausgehobene Schnurrhaarkissen; leicht gebogene breite Nase; vollständiges, starkes Gebiss.

Ohren - Mittelgroß, weit gesetzt; gleich hoch und seitlich gesetzt; mit runden Spitzen, bevorzugt mit Büscheln.

Augen - Fast mandelförmig; Größe in Proportion zum Kopf; leicht geneigt zu den Ohren hin; mittelweit auseinander; Farbe harmoniert mit der Fellfarbe.

Schwanz - Das Ende ist sichtbar höher als der Rücken, aber nicht über das Sprunggelenk hinaus, wenn das Tier in Ruhestellung steht; gerade oder gebogen, leichte Knoten oder Wellen sind erlaubt.

Gesundheit[Bearbeiten]

Tiere mit schlechten Hüften oder Rumpies (schwanzlose Bobtails mit verkürztem Rückgrat) sollten aus der Zucht ausgeschlossen werden, da sie im Allgemeinen erhöhte Gesundheitsprobleme mit sich bringen.[1]

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Cat Breed Profile: American Bobtail. Discovery Communications. Abgerufen am 5. November 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: American Bobtail – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien