American Folk Art Museum

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American Folk Art Museum
AmericanFolk Art Museum.JPG
Daten
Ort New York City
Art Naive Kunst in den USA
Eröffnung 1963
Website http://www.folkartmuseum.org

Das American Folk Art Museum in New York City ist das wichtigste Museum für Naive Kunst in den USA.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Museum wurde 1963 in Midtown Manhattan eröffnet und befindet sich nach zahlreichen Umzügen seit 2001 in der 45 West 53rd Street, unweit des Museum of Modern Art.[1]

Anfangs nannte sich das Museum noch Museum of Early American Folk Arts und befasste sich hauptsächlich mit amerikanischer Naiver Kunst aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Umbenennung in Museum of American Folk Art, und nochmals in American Folk Art Museum, deutete bereits eine Erweiterung des Selbstverständnisses des Museums an. Der Name verweist demnach auf die Lage und den Hauptfokus des Museums, aber die amerikanische Folk Art kann nur im internationalen Kontext der Naiven Kunst verstanden werden.

Im Laufe der Zeit wurde die Sammlung um afroamerikanische und Latino-Kunst erweitert. Seit 1998 sammelt das Contemporary Center des Museums ausschließlich Naive Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, sowie Art Brut im europäischen Stil. Eine größere Sammlung von Werken des Künstlers Henry Darger bildet die Grundlage des Henry Darger Study Center.

2007 erhielt das Museum einen Teil einer 20 Millionen Dollar schweren Spende der Carnegie Corporation.[2]

Sammlung[Bearbeiten]

Zu den bekanntesten Werken in der Sammlung gehört der erste Kauf Flag Gate, eine amerikanische Flagge aus Holz und Metall, von ca. 1876. Ebenfalls in den ersten Jahren wurde Archangel Gabriel Weathervane und St. Tammany Weathervane, Wetterfahnen aus dem 19. Jahrhundert. Mit dem Kauf des Bird of Paradise Quilt Top (1858–1863) wurden Quilts ein wichtiger Teil der Sammlung. Besondere Erwähnung verdient das kooperative Quilt-Projekt zur Erinnerung an 9/11 [3].

Vor der Einweihung des neuen Museumsbaus 2001, erhielt das Museum zahlreiche Schenkungen, darunter Artefakte der Pennsylvania German und Shaker.

Die Dauerausstellung nennt sich “Folk Art Revealed”. [4]

Schicksal des Neubaus[Bearbeiten]

Der 2001 eröffnete Neubau des Museums mit einer markanten Fassade wurde von dem New Yorker Architektenehepaar Tod Williams Billie Tsien geplant. Er liegt in unmittelbarer Nähe des Museum of Modern Art (MoMA), welches das Grundstück bereits 2011 dem an Geldmangel leidenden Museum abgekauft hatte. 2014 soll es abgerissen werden und durch eine Erweiterung des MoMA überbaut werden (Entwurf Ricardo Scofido und Liz Diller).[5][6] Ein Umzug steht in Planung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerard C. Wertkin, "Foreword," in Stacy C. Hollander and Brooke Davis Anderson, American Anthem: Masterworks from the American Folk Art Museum (New York: American Folk Art Museum bei Harry N. Abrams, Inc., 2001), pp. 10–13.
  2. New York Times: City Groups Get Bloomberg Gift of $20 Million. Abgerufen am 8. November 2010.
  3. 9/11 National Memorial Quilt. Abgerufen am 8. November 2010.
  4. Folk Art Revealed. Abgerufen am 8. November 2010.
  5. Schluss mit kauzig in Süddeutsche Zeitung vom 10.Januar 2014, Seite 10
  6.  Jordan Mejias: Gott und die Bausünder von Manhattan. In: FAZ. 16. Januar 2014, S. 37.

Literatur[Bearbeiten]

  • Folk Art Magazine, herausgegeben vom American Folk Art Museum.
  • Anderson, Brooke Davis. Darger: The Henry Darger Collection at the American Folk Art Museum. New York: American Folk Art Museum bei Harry N. Abrams, Inc., 2001.
  • Anderson, Brooke Davis. Martín Ramírez. Seattle: Marquand Books American Folk Art Museum, 2007.
  • Hollander, Stacy C. American Radiance: The Ralph Esmerian Gift to the American Folk Art Museum. New York: American Folk Art Museum bei Harry N. Abrams, Inc., 2001.
  • Hollander, Stacy C., and Brooke Davis Anderson. American Anthem: Masterworks from the American Folk Art Museum. New York: American Folk Art Museum bei Harry N. Abrams, Inc., 2001.
  • Zimiles, Murray. Gilded Lions and Jeweled Horses: The Synagogue to the Carousel. Lebanon, New Hampshire: University Press of New England/Brandeis University Press und American Folk Art Museum, 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

40.7616-73.9781Koordinaten: 40° 45′ 42″ N, 73° 58′ 41″ W