American Way of Life
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Der American way of life (etwa „amerikanische Lebensart“, früher auch Amerikanismus) bezeichnet die vielen Bewohnern der Vereinigten Staaten eigentümliche Art zu leben und ihr Leben zu gestalten (Lebensstil). Er unterscheidet sich von 'way of life' vieler anderer Nationen oder Weltregionen (z.B. Europa, Asien) deutlich, obwohl die meisten Amerikaner europäische Vorfahren haben.[1] Er zeichne sich durch einen starken, ausgeprägten Individualismus, Freiheitsliebe, Vertrauen in die demokratischen Lebens- und Gemeinschaftsformen aus und Streben nach irdischem Glück[1] bzw. Wohlstand. Es gibt zahlreiche Thesen bzw. Theorien, welche Faktoren den American way of Life begünstigt haben bzw. heute begünstigen.
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[Bearbeiten] Begriffsverwendung
Der Ausdruck steht für die Idee, dass jeder - unabhängig von seiner Herkunft - seinen Lebensstandard durch Entschlossenheit, harte Arbeit und Begabung entscheidend verbessern kann. In der Wirtschaft wird dieses Konzept durch den Glauben ausgedrückt, dass ein Wettbewerbsmarkt Talente aussondere. In der Politik drückt es den Glauben an die Überlegenheit einer freien Demokratie aus, die auf einem produktiven und wirtschaftlichen Wachstum basiert. Während des Kalten Krieges wurde der Ausdruck oft in Medien verwendet als positiv besetzter Gegenbegriff zum Leben(sstandard) der Bevölkerung in der Sowjetunion.
Der Begriff wurde und wird, oft mit antiamerikanischem Unterton, mit negativen Aspekten der amerikanischen Kultur in Zusammenhang gebracht, beispielsweise mit übertriebenem Konsum, Umweltverschmutzung, der Ausbeutung natürlicher Rohstoffe oder Sendungsbewusstsein.
Präsident George W. Bush erklärte nach 9/11, der amerikanische Lebensstil sei „nicht verhandelbar“ ("the 'way of life' of the Americans is not negotiable").
[Bearbeiten] Erklärungsansatz
Erklärt wird dieser Lebensstil aus der geographischen Weite des Landes, seinem natürlichen Reichtum sowie seiner Traditionsarmut und Traditionsfeindlichkeit der Einwanderer und ihrer Nachkommen, der Geschichte einer wagemutigen und tatkräftigen Kolonialbevölkerung und geringerem kirchlichen Einfluss als in Europa.[1] Er bezieht sich auf ein nationales Ethos, dessen locus classicus sich naiv diesseitsbetont in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 findet – in der Aussage „... dass alle Menschen ... mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter das Leben, die Freiheit und das Streben nach Glück“ als unveräußerliche, vom Schöpfer der Welt dem Menschen verliehene Grundrechte hingestellt, und die Freiheiten des Individuums betont werden.[1]
Das Streben nach Glück wurde in der Geschichte der Vereinigten Staaten im Vergleich zu Leben und Freiheit stärker betont. Es steht der christlichen Auffassung eines jenseitigen Gottesreiches und auch der preußischen Auffassung, wie sie etwa in Kants Kategorischer Imperativ Ausdruck findet diametral gegenüber. Es führt zu einer Zukunfts- und Fortschrittsgläubigkeit und auch zu Wechselhaftigkeit (Social Gospel).[1]