Amiga Blitter

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Der Amiga-Blitter ist ein Spezialchip, der zu den Custom-Chips des Amiga zählt. Physikalisch ist er ein Teil des Agnus-Chips. Der Blitter verschiebt Speicherblöcke schnell – und vor allem, ohne die CPU zu belasten – von einem Adressbereich in den anderen.

Gleichzeitig kann er bis zu drei Quell-Bitplanes miteinander verknüpfen und das Ergebnis an der neuen Stelle abspeichern. Damit lassen sich z. B. unregelmäßig geformte Objekte durch Verknüpfung mit einer Maske in eine bestehende Grafik hineinstanzen, auch Cookie Cutting (Keks-Ausstechen) genannt. Eine dadurch realisierbare typische Aufgabe des Blitters ist das Darstellen von beweglichen Objekten auf dem Bildschirm, den sogenannten Blitter-Objects oder kurz BOBs. Sie unterscheiden sich von Sprites dadurch, dass BOBs tatsächlich in den Bildspeicher kopiert werden, während Hardware-Sprites in eigenen Registern oder Speicherbereichen stehen und erst zum Anzeigezeitpunkt in den Datenstrom geschaltet werden.

Durch die Realisierung in Hardware konnte eine bis dahin nicht bekannte Arbeitsgeschwindigkeit im Grafikbereich erzielt werden. Zuvor mussten Grafikblöcke durch eine Routine mittels zweier geschachtelter Schleifen verschoben werden.

Der Blitter wird ebenso zur MFM-Kodierung und -Dekodierung für die Diskettenlaufwerke eingesetzt.

Der Name „Blitter“ leitet sich von der Tätigkeit des „Block Image Transfers“ ab, abgekürzt als BLIT.

Jay Miner, der Entwickler und „Vater“ des Amiga-Chipsatzes, verpasste dem Blitter noch ein paar zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel das Ausfüllen von Flächen mit Bit-Mustern oder das Zeichnen von geraden Linien, worin er einen Grund sah, ihn auch „Blimmer“ für „Block-Image-Manipulator“ zu nennen.

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