Aminosäuredatierung

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Die Aminosäuredatierung (auch Aminosäureracemisierung, Aminosäuremethode, Aminosäureuhr, Eiweißuhr oder Racematmethode genannt) ist eine Datierungsmethode für fossiles Knochenmaterial. Sie beruht darauf, dass die im lebenden Organismus hauptsächlich vorhandene L-Form der Aminosäuren nach dem Tod langsam zur D-Form racemisiert wird.[1] Kennt man die Geschwindigkeit dieses Prozesses, so kann man aus dem Verhältnis von D- und L-Aminosäuren im fossilen Material auf das Alter der Probe schließen. Dies gilt allerdings nur, wenn das Fossil stabilen klimatischen Verhältnissen ausgesetzt war und nicht älter als 100.000 Jahre ist. Da die Racemisierung stark temperaturabhängig ist, können große Fehler in der Altersbestimmung auftreten[2].

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.wissenschaft-online.de/page/fe_seiten?article_id=600673&skip=4 Die Aminosäureracemisierung
  2. http://www.wissenschaft-online.de/page/fe_seiten?article_id=600673&skip=4