Amira Hass

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Amira Hass.

Amira Hass (hebräisch ‏עמירה הס‎; * 1956 in Jerusalem) ist eine in Ramallah lebende jüdische israelische Journalistin und Buchautorin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Hass, Tochter rumänischer Holocaust-Überlebender, studierte Geschichte in Jerusalem und Tel Aviv und arbeitete danach als Lehrerin. Sie ist heute Korrespondentin der liberalen israelischen Tageszeitung "Ha'aretz". Seit 1997 lebt und arbeitet sie in Ramallah. [1]

Sie beschreibt die Alltagspolitik der Palästinenser kritisch und setzt sich für die Menschenrechte der Palästinenser ein, die ihr zufolge sowohl durch die israelische Armee als auch durch die palästinensischen Politiker verletzt werden. Israels Politik bezeichnet sie als "Apartheidspolitik".[2] Ihre Haltung im Konflikt beschrieb sie als: "Ich schreibe nicht für die Palästinenser, sondern gegen die Besatzung [3]."

[Bearbeiten] Preise

Für ihre Reportagen wurde Hass mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet:

[Bearbeiten] Publikationen

  • Morgen wird alles schlimmer. Berichte aus Palästina und Israel. Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-54968-7
  • Bericht aus Ramallah. Eine israelische Journalistin im Palästinensergebiet. Beck, München 2004, ISBN 3-7205-2483-3
  • Gaza. Tage und Nächte in einem besetzten Land (Drinking the Sea at Gaza: Days and Nights in a Land Under Siege) Beck, München 2003, ISBN 3-406-50203-2
  • Israel und Palästina: Die Utopie einer normalen Zukunft. Ein Geschenk und seine Tücken. In: Irit Neidhardt (Hrsg.): Mit dem Konflikt leben!? Berichte und Analysen von Linken aus Israel und Palästina. Unrast, Münster 2003, ISBN 3-89771-010-2

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b “Israeli Journalist Amira Hass Awarded World Press Freedom Prize 2003”, UNESCO, 2003. Abgerufen am 9. Juli 2009.
  2. http://www.arabnews.com/?page=7&section=0&article=75857&d=5&m=9&y=2006
  3. Rezension und Klappentext auf perlentaucher.de, gesehen 3. August 2009
  4. Nachricht zur Preisverleihung des International Press Institute im Jahr 2000, auf freemedia.at, gesehen 3. August 2009 (englisch)
  5. Preisverleihungen des Prince-Claus-Fonds. Abgerufen am 9. Juli 2009.
  6. Preisverleihungen der Bruno-Kreisky-Stiftung. Abgerufen am 9. Juli 2009.
  7. Demokratiepreis 2003 der Blätter für deutsche und internationale Politik. Abgerufen am 9. Juli 2009.
  8. Pressemitteilung zur Verleihung des Anna Lindh Fond 2004, gesehen 3. August 2009 (englisch)
  9. Pressemitteilung zur Verleihung des ROG Menschenrechtspreises 2009, abgerufen am 3. Dezember 2009

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge