Ammerbach (Jena)

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Ammerbach (Jena)
Stadt Jena
Koordinaten: 50° 54′ N, 11° 34′ O50.90411.559Koordinaten: 50° 54′ 14″ N, 11° 33′ 32″ O
Einwohner: 454 (31. Dez. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. Okt. 1922
Postleitzahl: 07745
Vorwahl: 03641

Ammerbach ist ein Stadtteil im Südwesten von Jena. Er liegt nordwestlich von Winzerla und westlich der Ernst-Abbe-Siedlung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung Ammerbachs erfolgt im Jahr 1228 in einer päpstlichen Urkunde.[2] In ihr wird eine Kapelle genannt, welche zur Pfarrkirche von Lobeda zählt. Diese Erwähnung lässt vermuten, dass der Ort im Machtbereich der Herren von der Lobdeburg stand. Dass die Ersterwähnung in eine Zeit fällt, in der die Kapelle bereits existierte, lässt eine ältere Besiedlung des Ortes vermuten. So wird eine Entsthehungszeit Ammerbachs und der Kapelle in die Mitte des 9. Jahrhunderts datiert, urkundliche oder archäologische Beweise wurden bislang nicht gefunden.[3] Dagegen sind Besiedlungsspuren durch steinzeitliche Bandkeramiker aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. und der jüngeren Bronzezeit, durch Funde in einer Lehmgrube, für das Gebiet überliefert. Ammerbach wurde am 1. Oktober 1922 in die Stadt Jena eingemeindet. Im Jahre 2009 wohnten in Ammerbach ca. 460 Einwohner. Der ursprüngliche dörfliche Charakter dieses Ortsteiles ist erhalten geblieben. Die Verkehrsanbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz von Jena erfolgt über die Buslinie 12.

[Bearbeiten] Religion

Ammerbach ist seit der Reformation evangelisch. Das Dorf verfügte zwar über eine eigene Kirche, wurde jedoch häufig und über längere Zeiträume seelsorgerisch von Burgau aus verwaltet. Heute gehört sie zur Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde.

[Bearbeiten] Literatur

  • Barbara Aehnlich, Ammerbach. Sprachgeschichtliche Untersuchungen zu den Flurnamen der Gemarkung Ammerbach bei Jena. Saarbrücken 2008. ISBN 3-8364-8200-2, 978-3-8364-8200-4
  • Gerhard Cosack, Reinhard Jonscher: Von Ammerbach bis Zwätzen. Aus der Geschichte der Jenaer Vororte. Jena, 1995 (Reihe des Stadtarchivs Jena Nr. 2).
  • Herbert Schilling: Jena-Ammerbach. Eine wirtschaftsgeschichtliche Untersuchung. Jena 1930 (Univ.-Diss. Jena 1930).

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. [1] Stadtbezirksstatistik Jena
  2. Gerhard Cosack, Reinhard Jonscher: Von Ammerbach bis Zwätzen. Aus der Geschichte der Jenaer Vororte. Stadtarchiv, Jena 1995, S. 31.
  3. Ottogerd Mühlmann: Über Spuren bonifatianischer Missionstätigkeit in Gestalt früher Kirchenbauten in und um Jena sowie deren bauliche Veränderungen. In: Pressestelle d. Evang.-Luth. Kirche in Thüringen (Hrsg.): Laudate Dominum. Achtzehn Beiträge zur thüringischen Kirchengeschichte. Evang. Verl.-Anst., Berlin 1976, S. 9ff.
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