Ammoniumphosphat

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Strukturformel
3  Strukturformel  Phosphation
Allgemeines
Name Ammoniumphosphat
Andere Namen
  • tert-Ammoniumphosphat
  • Triammoniumphosphat
  • Triammoniumorthophosphat
Summenformel (NH4)3PO4
CAS-Nummer
  • 10124-31-9 (x-Ammoniumphosphat)
  • 10361-65-6 (Triammoniumphosphat)
  • 25447-33-0 (Triammoniumphosphat-Trihydrat)
PubChem 159282
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]mit stechend ammoniakartigem Geruch [2]

Eigenschaften
Molare Masse 149,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,61 g·cm−3[1]

Löslichkeit

gut in Wasser (580 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​37/39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Ammoniumphosphat (genauer Triammoniumphosphat) ist ein Ammoniumsalz der Phosphorsäure. Es bildet gut wasserlösliche Kristalle als Trihydrat.

Neben Triammoniumphosphat existieren auch noch Mono-Ammoniumphosphat (NH4)H2PO4, Di-Ammoniumphosphat (NH4)2HPO4 und Ammoniumpolyphosphate [NH4PO3]n.

Darstellung[Bearbeiten]

Ammoniumphosphat kann durch Umsatz von Diammoniumhydrogenphosphat mit gasförmigen Ammoniak dargestellt werden.

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch die Neutralisation von Ammoniak mit Phosphorsäure:

\mathrm{3 \ NH_3 + H_3PO_4 \longrightarrow (NH_4)_3PO_4}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Ammoniumphosphat ist im festen Zustand instabil. Es zerfällt unter Abgabe von Ammoniak.[5] Das Trihydrat bildet Kristalle mit der Raumgruppe P21/C.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d MSDS (PDF; 209 kB)
  2. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9Vorlage:Holleman-Wiberg/Startseite fehlt (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b Serox: Ammoniumphosphat
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9Vorlage:Holleman-Wiberg/Startseite fehlt (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. D. Mootz, H. Wunderlich: Die Kristallstruktur von (NH4)3PO4.3H2O. Triammonium-orthophosphat-trihydrat. In: Acta Crystallographica Section B Structural Crystallography and Crystal Chemistry. 26, S. 1826–1835, doi:10.1107/S056774087000496X.