Among the Living

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Among the Living
Studioalbum von Anthrax
Veröffentlichung 1987
Label Island Records
Genre Thrash Metal
Anzahl der Titel 9
Laufzeit 50min 13s

Besetzung

Produktion Anthrax, Eddie Kramer
Studio Quadradial Studios, Miami, Florida
Compass Point Studios, Nassau, Bahamas
Chronologie
Spreading the Disease
(1985)
Among the Living State of Euphoria
(1988)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
  DE 46 xx.xx.1987 (… Wo.)
  UK 18 18.04.1987 (5 Wo.)
  US 62 11.04.1987 (36 Wo.)
Singles[1]
I Am the Law
  UK 32 28.02.1987 (5 Wo.)
Indians
  UK 44 27.06.1987 (4 Wo.)

Among the Living ist das dritte Studioalbum der amerikanischen Thrash-Metal-Band Anthrax. Es gilt als der kommerzielle Durchbruch der Band, 1990 erhielt es in den USA Gold für 500.000 verkaufte Einheiten.[2]

Wissenswertes[Bearbeiten]

Die Basisspuren wurden in den Quadradial Studios in Miami, Florida, aufgenommen, der Mix und das Mastering fanden im Compass Point Studio, Nassau, Bahamas, statt. Die Verpflichtung von Eddie Kramer als Musikproduzent ging auf Charlie Benante zurück, der dessen Arbeiten für Led Zeppelin und Kiss mochte. Während der Produzent einen modernen Sound mit viel Hall wollte, erwartete die Band einen möglichst trockenen Sound.

Beim Songwriting griff Anthrax teilweise auf bestehende Fragmente zurück. Deshalb erhielt Danny Lilker Credits bei I Am the Law, obwohl er am eigentlichen Songwriting zu Among the Living nicht beteiligt war. Lilker erhielt ebenfalls Credits zu Imitation of Life, weil dessen Anfangsriff von dem Stück Aren't You Hungry? stammt, das Lilker für S.O.D. geschrieben hatte. Die Texte stammten überwiegend von Scott Ian und sind zum Teil von Werken des Schriftstellers Stephen King inspiriert. I Am the Law handelt von Judge Dredd.

Die Band widmete das Album dem befreundeten Metallica-Bassisten Cliff Burton, der 1986 bei einem Unfall ums Leben gekommen war.[3]

Das Album wurde 2009 mit Hilfe von bei der ersten Produktion 1987 nicht verwendeten Takes neu gemischt. Zur Verfügung standen alternative Versionen von verschiedenen Gitarrensoli sowie Gesangsaufnahmen.

Gestaltung[Bearbeiten]

Die Grundidee zum Plattencover entstammt der Novelle Apt Pupil (Der Musterschüler) aus Stephen Kings Novellensammlung Frühling, Sommer, Herbst und Tod. Das Cover zeigt eine Menge gleich aussehender Menschen der Draufsicht, die den Kopf gesenkt haben. In ihrer Mitte befindet sich ein weißhaariger Mann, der den Betrachter anschaut, seinen Hut lüftet und die Hand zum Gruß erhoben hat. Diese Figur soll für die „dunklen Persönlichkeiten“ stehen, die inmitten der Menschen und in ihnen drin leben. Sie hat Ähnlichkeit mit einer Figur aus Poltergeist bzw. der Figur Randall Flagg aus Stephen Kings Roman Das letzte Gefecht. Gezeichnet wurde das Bild von Don Brautigam.

Das Foto auf der Rückseite des Covers entstand in der New Yorker U-Bahn. Es entstand heimlich, weil die Band nicht die nötige behördliche Fotoerlaubnis eingeholt hatte.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Among the Living - 5:16
  2. Caught in a Mosh - 4:59
  3. I Am the Law - 5:57
  4. Efilnikufesin (N.F.L.) - 4:54
  5. A Skeleton in the Closet - 5:32
  6. Indians - 5:40
  7. One World - 5:56
  8. A.D.I./Horror of It All - 7:49
  9. Imitation of Life - 4:10

Rezeption[Bearbeiten]

Steve Huey von Allmusic weist darauf hin, dass Among the Living oft als das beste Album der Band angesehen werde. Er nennt das Album kraftvoll und aggressiv, es werde getrieben von wahnsinnig schnellen Gitarrenriffs, explosivem Schlagzeugspiel, Tempowechseln und dem Hardcore-ähnlichen Gesangsstil. Frank Trojan schreibt in seinem zeitgenössischen Review, dass das Album die an es gestellten Erwartungen mehr als erfülle, es sei perfekt und gehöre „zum Stärksten … was dieses Genre bisher an den Tag gebracht hat“.[4] Anlässlich des Re-Releases bezeichnet Greg Moffitt von BBC Music das Album als den großen Durchbruch für die Band, es enthalte einige der Sternstunden der Band und sei erstaunlich beständig, im Gegensatz zu den gängigen Standards jener Zeit sei es trocken produziert und es biete eine geschickte Balance zwischen rasender Geschwindigkeit und dem sinnvollen Einsatz von Melodien.[5] Das Musikmagazin Decibel führte das Album 2011 in der Rubrik Disposable Heroes (dt.: ‚verzichtbare Helden‘) als ein überbewertetes Album mit Kultstatus. Autor Jeff Wagner resümiert, dass es auch nach über 21 Jahren kein großartiges Album sei. Er bezeichnet den Großteil der Gitarrenriffs als monoton, die Refrains von Liedern wie A Skeleton in the Closet und Efilnikufesin (N.F.L.) seien „furchtbare Nichtrefrains“, die Mitsingnummern wie One World einfach nur kitschig und die Gesangsleistung von Joey Belladonna schlecht. Einzig die Energie des Albums sei beachtlich, wozu die beeindruckende Arbeit der Rhythmus-Sektion beitrage.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Quellen Chartplatzierungen: DE / UK / US, abgerufen am 13. Mai 2010.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCertifications: Anthrax - Among the Living. RIAA, abgerufen am 12. Mai 2010.
  3. vgl. Liner Notes zu Among the Living
  4.  Frank Trojan: Anthrax: Among the Living. In: Rock Hard. Nr. 21.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGreg Moffitt: Review of Anthrax - Among the Living. BBC online, 8. Februar 2010, abgerufen am 15. Mai 2010 (englisch).
  6. Jeff Wagner: Disposable Heroes: Anthrax’s “Among the Living”. Decibel Blog, 20. Juli 2011, abgerufen am 15. Oktober 2011 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]