Amorbach
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Miltenberg | |
| Höhe: | 165 m ü. NN | |
| Fläche: | 50,92 km² | |
| Einwohner: | 4106 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 81 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63916 | |
| Vorwahl: | 09373 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MIL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 76 112 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kellereigasse 1 63916 Amorbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Schmitt (CSU) | |
Amorbach ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg mit etwa 4100 Einwohnern (Stand Dezember 2006). Sie liegt am Rande des bayerischen Odenwaldes und feierte im Jahre 2003 ihr 750-jähriges Bestehen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Ursprünglich entstand der Ort aus einem Benediktinerkloster (Kloster Amorbach), welches sich nach und nach zu einem Ort entwickelte und 1253 zur Stadt ernannt wurde. In späteren Jahren wechselte die im Grenzgebiet von Hessen, Bayern und Baden gelegene und heute etwa 4500 Einwohner zählende Stadt mehrfach den Landesherrn. Zwischen 1803 und 1806 war sie Residenzstadt des Fürstentums Leiningen. Erst 1816 wurde sie endgültig bayerisch. 1965 wurde Amorbach Luftkurort.
[Bearbeiten] Name
Der Name Amorbach ist nicht wie naheliegend vom römischen Gott Amor abgeleitet, sondern von dem die Stadt durchfließenden Bach, dessen Name bereits während der römischen Besiedlungszeit amara hieß, gleichbedeutend mit Sommerdinkel, einer altansässigen Getreideart.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
In die Stadt Amorbach wurden eingemeindet:
- 1. April 1973: Boxbrunn
- 1. Januar 1975: Beuchen
- 1. Januar 1976: Neudorf
- 1. Januar 1976: Reichartshausen
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Schloss und Abteikirche
Siehe auch: Fürstlich-Leiningensches Palais Amorbach
Die im Eigentum des Fürstenhauses zu Leiningen befindliche ehemalige Benediktinerabtei mit seiner beachtenswerten Bibliothek und die fürstliche Abteikirche mit ihrer weltberühmten Stumm-Orgel ziehen jährlich Tausende von Besuchern an. 1782 wurde die Orgel nach achtjähriger Bauzeit von den Brüdern Johann Philipp Stumm (1705–1776) und Johann Heinrich Stumm (1715–1788) vollendet. Im Amorbacher Werk, dem größten und bedeutendsten im 200-jährigen Wirken der schon damals hochgeschätzten Orgelbau-Dynastie Stumm, konnten diese Stil und Klangideal, eine Synthese des süddeutschen und des französischen Orgelbaues, uneingeschränkt verwirklichen. Die originale Klangsubstanz des imposanten Werkes überdauerte fast unbeschadet mehr als zwei Jahrhunderte. Im ausgehenden 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden – entsprechend dem jeweiligen Zeitgeschmack – weitere Register hinzugefügt.
Hinter dem beeindruckenden 16-feldrigen Prospekt, mit seinen 124 sämtlich klingenden und bis zu sieben Meter hohen hochprozentigen Zinnpfeifen, befinden sich Hauptwerk, Positiv und Echo mit originaler Disposition und Pfeifenwerk auf den 1982 rekonstruierten Schleifladen. Alle 14 Pedalregister stehen frei dahinter. Wiederum dahinter steht in drei Etagen das 1982 hinzugefügte neue Schwellwerk. Es enthält eine sinnvolle Zusammenstellung von nach 1868 hinzugefügten Registern mit einem der französischen Orgelromantik verpflichteten Klangcharakter. Mit ihren 5116 Pfeifen und 30 Schalenglocken, die sich auf 66 Register verteilen und von vier Manual- und einer Pedalklaviatur gespielt werden, verfügt die Orgel über einen unerschöpflichen Klangreichtum. Nicht nur die hohen solistischen Qualitäten eines jeden Registers sondern auch die hervorragende Akustik der ehemaligen Abteikirche lassen ein Orgelspiel zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. So genießt die Amorbacher Stumm-Orgel internationale Bedeutung.
[Bearbeiten] Museen
Einmalig, zumindest im europäischen Raum, stellt sich das Museum Sammlung Berger mit Teekannenmuseum dar. Neben eindrucksvollen Exponaten moderner Kunst von Arman, Michael Buthe, Chagall, Christo, Keith Haring, Otto Reichart, Rebecca Horn, Yves Klein, Roy Lichtenstein, Nam June Paaik, Niki de Saint-Phalle, H. A. Schult, Daniel Spoerri, Ben Vautier, Dick Higgins u.a. zeigt das Museum die größte Teekannensammlung Europas mit 2467 figürlichen Teekannen aus aller Welt und rund 500 Miniaturteekannen.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Amorbacher Abteikonzerte in der ehemaligen Benediktiner-Abteikirche
- Kabarett und Kleinkunstprogramm in der Kleinkunstbühne Zehntscheuer Amorbach
- Täglich wird die weltberühmte STUMM-Orgel (1782) mit ihren 5116 Pfeifen um 12 und 15 Uhr mit ständig wechselnden Programmen gespielt.
- Jährlich am Muttertag findet der sogenannte Gangolfsrit" statt - ein Pferdeumzug, der sich quer durch die Stadt zieht.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Heute umwirbt Amorbach erholungsuchende Touristen mit seiner staatlichen Anerkennung als Luftkurort und seinen zahlreichen barocken Bauwerken. Auch Theodor W. Adorno, der regelmäßig als Stammgast in Amorbach weilte, trägt zum Bekanntheitsgrad bei. Nach seinem Tode wurde in einem ansässigen Hotel ein Adornozimmer errichtet.
Die noch um 1960 herum zahlreich vorhandene Perlmutt-Industrie ist heute nur noch vereinzelt in Künstlerhand anzutreffen. Amorbach ist der Stammsitz des Fürstenhauses zu Leiningen. 1992 wurde der Stadt die Europa-Nostra-Medaille verliehen.
[Bearbeiten] Verkehr
In Armorbach mündet die Bundesstraße 469 in die Bundesstraße 47. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Seckach−Miltenberg (KBS 709), auch Madonnenlandbahn genannt.
[Bearbeiten] Schulen
- Karl-Ernst-Gymnasium Amorbach
- Theresia-Gerhardinger Realschule
- Parzival Hauptschule
- Wolfram von Eschenbach Grundschule
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Amerbach, Drucker und Verleger der Frühdruckzeit
- Vince Ebert, Wissenschaftskabarettist und Autor
- Klemens Schnorr, deutscher Organist und Musikwissenschaftler
- Karl von Tubeuf, deutscher Phytopathologe (1902–33 Professor in München)
- Franz Joseph von Stein, Bischof von Würzburg (1879–98) und Erzbischof von München und Freising (1898–1909)
- Philipp Weber, Kabarettist und Autor
[Bearbeiten] Sonstiges
Die Eltern der späteren britischen Königin Victoria heirateten in Amorbach.
[Bearbeiten] Weblinks
- Stadt Amorbach
- Geschichtsportal Bayerischer Untermain
- Amorbach. Artikel in: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Aufl. 1888–1890, Bd. 1, S. 496 f.
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Commons: Amorbach – Bilder, Videos und Audiodateien
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