Amorbogen
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Schematische Darstellung der Lippen des Menschen mit Amorbogen der Oberlippe.
Der Amorbogen, synonym auch Kupidobogen genannt, ist die bogenförmige Grenzlinie des Oberlippenrots; dazu zählt auch der untere Abschluss des Philtrums (Dieser ist gewissermaßen der "Griff" des Bogens). Der Name beruht auf der Formähnlichkeit zu der Jagdwaffe Bogen; da die Lippe eine erogene Zone ist, ging eine Verbindung zu den römischen Göttern Amor – der Liebe – oder Cupido, der Begierde (beide die römische Entsprechung zum griechischen Gott Eros) in den Namen ein.
Man unterscheidet die Formen der spitz zulaufenden V-förmigen Kupidoschwinge und des abgerundeten U-förmigen Kupidobogen. Bei verschiedenen Fehlbildungen – beispielsweise durch das fetale Alkoholsyndrom – kann der Amorbogen fehlen.
Weblinks [Bearbeiten]
- A. Karenberg: Der Bogen Amors in der Sprache der Zahnheilkunde (Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift 7/2005, 398-402) – über die Etymologie des Wortes und die Bedeutung des Amorbogens in der Medizin – Datei im Portable Document Format (PDF-Datei; 270 kB)