Amorsbach

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Amorsbach
Volksmund: Talbach (fem.)
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BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 246996
Lage Baden-Württemberg
  Main-Tauber-Kreis
Flusssystem Rhein
Abfluss über Tauber → Main → Rhein → Nordsee
Quelle ca. 1,7 km südlich der Ortsmitte von Steinbach neben der L 508 zwischen den Külsheimer Teilorten Steinbach und Steinfurt
49° 39′ 56″ N, 9° 28′ 21″ O49.6654277777789.4724666666667390
Quellhöhe ca. 390 m ü. NN[1]
Mündung etwa 1,6 km südlich von Wertheim-Bronnbach von links und Südwesten in eine entgegenlaufende Schlinge der Tauber49.6980611111119.5504027777778155Koordinaten: 49° 41′ 53″ N, 9° 33′ 1″ O
49° 41′ 53″ N, 9° 33′ 1″ O49.6980611111119.5504027777778155
Mündungshöhe ca. 155 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 235 m
Länge 7,9 km[2]
Einzugsgebiet 20,5 km²[3]

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Der Amorsbach, im Volksmund die Talbach[4] genannt, ist ein gut acht Kilometer langer linker und südwestlicher Zufluss der Tauber.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Der Amorsbach entspringt südlich von Külsheim-Steinbach am Ostrand des Großen Waldes nahe der L 508 nach Külsheim-Steinfeld auf etwa 390 m ü. NN. Er fließt zunächst in östliche Richtung auf Külsheim zu und nimmt auf dieser Strecke einige Bäche auf – den Breitfeldgraben, den Schmollertsgraben und den Schützengraben – die alle in ähnliche Lage am selben Waldrand entstehen und deren letzter ihn nach Länge sogar übertrifft. Hier tritt auch die L 509 an seine Seite, die ihm fast bis zur Mündung zuletzt auf dem mittleren Hang folgt.

Mit der Aufnahme des Schützengrabens nach etwa zwei Fünftel seines Laufs am Ortsrand von Külsheim dreht er auf Nordostkurs, den er dann bis zur Mündung beibehält. Noch in der brunnenreichen Kleinstadt läuft ihm der kurz zuvor aus zwei Ästen in der Altstadt vereinte Frankenbach von rechts und sein längster Zufluss Reutenbüschelsgraben von links etwas weiter im Norden zu.

Hier hat er nun schon eine markanten Talmulde, die sich nach der linksseitigen Einmündung von Dorzengraben und Häckersbach zu einem bewaldeten Kerbsohltal wandelt. Aus diesem fließt er nach weiteren zweieinhalb Kilometern, inzwischen über 120 m unter der rechten Hangwald-Oberkante liegend, von links und Südwesten gut anderthalb Kilometer südlich von Wertheim-Bronnbach auf etwa 155 m ü. NN in eine entgegenlaufende Schlinge der unteren Tauber.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Ursprung des Amorsbachs ca. 1,7 km südlich der Ortsmitte von Steinbach neben der L 508 zwischen den Külsheimer Teilorten Steinbach und Steinfurt im Rand des Waldgewanns Heidenbuckels beim Eck des Flurgewanns Eichsee

  • Breitfeldgraben, von rechts, 1,138 km.
  • Schmollertsgraben, von rechts, 1,402 km.
  • Taubenbaumgraben, von links, 0,619 km.
  • Schützengraben, von links, 3,653 km und 1,494 km². Etwas länger als Amorsbachs-Oberlauf, aber mit deutlich weniger Einzugsgebiet.
  • Frankengraben, von rechts, 1,833 km.
    • Hennlochgraben oder auch Güssgraben, von links, etwa 1,6 km.[5] Wenig kürzerer Oberlauf des Frankengrabens.
  • Reutenbüschelsgraben, von links, 4,389 km und 2,094 km². Wenig länger als der Amorsbach-Oberlauf, aber mit sehr viel weniger Einzugsgebiet.
    • Rabertsgrundgraben, von links, 0,765 km.
    • Zehntgraben, von rechts, 0,992 km.
  • Dorzengraben, von links, 2,11 km und 0,944 km².
  • Häckersgraben[6], von links, 2,298 km und 0,814 km².
  • Schlangengraben, von rechts, 0,706 km.

Mündung des Amorsbachs etwa 1,6 km südlich von Wertheim-Bronnbach von links und Südwesten in eine entgegenlaufende Schlinge der Tauber. Der Bach ist hier 7,922 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 20,489 km² hinter sich.

Flusssystem Tauber[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer.
  2. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeintrag).
  3. Summe der Teileinzugsgebiete nach LUBW-FG10 (Datensatzeinträge).
  4. Bäche und kleine Flüsse werden im westlichen Unterfranken und in Tauberfranken im Dialekt oft die Bach genannt. Dies hat den Ursprung in der Zeit Napoleons. Im Französischen heisst ein Nebenfluss la riviére
  5. Abgemessen 1,616 km auf LUBW-FG10; die zum Steckenzug dort angegebene Länge von 1,465 km ist signifikant zu klein.
  6. Name auf Hintergrundkarte des Geodatenviewers, LUBW-FG10 hat als Streckenzugbeschriftung und Datensatzeintrag Heckersgaben.

Weblinks[Bearbeiten]

Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers