Amphoe Lom Sak

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Lom Sak
หล่มสัก
Provinz: Phetchabun
Fläche: 1.535,3 km²
Einwohner: 157.595 (2012)
Bev.dichte: 98,1 E./km²
PLZ: 67110
Geocode: 6703
Karte
Karte von Phetchabun, Thailand mit Lom Sak

Amphoe Lom Sak (Thai อำเภอ หล่มสัก, auch Lomsak), ist ein Landkreis (Amphoe – Verwaltungs-Distrikt) in der Provinz Phetchabun. Die Provinz Phetchabun liegt im äußersten Südosten der Nordregion von Thailand.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbardistrikte sind (im Uhrzeigersinn von Norden): die Amphoe Lom Kao und Nam Nao der Provinz Phetchabun, Amphoe Khon San (Provinz Chaiyaphum) und die Amphoe Mueang Phetchabun und Khao Kho (Provinz Phetchabun).

Lom Sak ist Ausgangspunkt für eine Besichtigung des Nationalparks Phu Hin Rong Kla (Provinz Phitsanulok), der wegen seiner landschaftlichen Wildheit und der für Thailand einzigartigen Pflanzenwelt berühmt ist, unter anderem mit Ahorn- und Pinienwäldern. Dies liegt daran, dass in dieser Gegend die niedrigsten Durchschnittstemperaturen Thailands herrschen, in den Wintermonaten (November bis Februar) sogar bis an den Gefrierpunkt. Die Berge sind durchgehend steil und haben eine Höhe von bis zu 1.800 Meter. Es finden sich sehr interessante Felsformationen im Park, unter anderem auch ein „Flag Post Cliff“ (Thai: ผาชูธงPha Chuthong) genannter Aussichtspunkt, der von Guerilla-Truppen als weithin sichtbarer Fahnenmast genutzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Distrikts Lom Sak kann bis zur Sukhothai-Zeit zurückverfolgt werden. Der Gouverneur des Mueang Rat (möglicherweise das heutige Lom Sak [1]) Pho Khun Pha Mueang (พ่อขุนผาเมือง) war einer der Kriegsherren, die die Khmer aus Siam vertrieben. Anschließend gründete er zusammen mit seinem Freund Pho Khun Bang Klang Hao (พ่อขุนบางกลางหาว) das Königreich Sukhothai und bestärkte seinen Freund, als erster König Pho Khun Si Indrathit das Reich zu regieren.

Eine weitere Referenz zu Lom Sak steht auf der berühmten „Inschrift I“ von König Ramkhamhaeng, deren Original heute im Nationalmuseum Bangkok zu sehen ist. Dort beschreibt der König, dass sein Machtbereich im Osten bis Phitsanulok und Lom Sak reiche, nach Süden bis Nakhon Sawan, nach Westen bis Pegu und Martaban und nach Norden bis Phrae und Luang Prabang.

In der Regierungszeit von König Taksin kampierte Phraya Chakri (der spätere König Rama I.) auf der Rückkehr von seinem Feldzug nach Vientiane in der Gegend des heutigen Amphoe Lom Kao. Hier siedelte er einige Kriegsgefangene aus Vientiane an. Als die Siedlung immer größer wurde, wurde sie auf die Ebene am Pa Sak Fluss verlegt und Lom Sak genannt. Später schlossen sich weitere Lao aus Vientiane, welche von König Taksin ursprünglich in Lopburi angesiedelt werden sollten, der Stadt an.

Gemäß dem Historiker Prinz Damrong Rajanubhab soll Mueang Lom Sak offiziell in der Regierungszeit von König Phra Nang Klao (Rama III.) gegründet worden sein. Als König Chulalongkorn (Rama V.) im Zuge seiner Thesaphiban-Verwaltungsreform den Monthon erschuf, wurde Mueang Lom Sak vom Monthon Petchabun verwaltet. Später wurde es herabgestuft zu einem Distrikt der Provinz Petchabun. Im Jahre 1916 wurde der Distrikt Wat Pa (วัดป่า) genannt, am 11. November 1938 aber wieder zu Lom Sak zurückgeändert.

Während des Vietnamkrieges versuchten kommunistische Gruppen, in dieser Gegend Fuß zu fassen. Sie errichteten ein Hauptquartier und mehrere Trainingscamps in dem unwegsamen Gelände. Sie kämpften seit 1973 mehrere Jahre teilweise erfolgreich gegen die Regierungstruppen, konnten aber schließlich 1979 endgültig vertrieben werden. An verschiedenen Stellen im Park zeugen zum Teil restaurierte Gebäude von der Geschichte der Guerilla. Die Tierwelt hat während der Zeit der Kämpfe stark gelitten, so dass heute u. a. Asiatische Schwarzbären, Tiger, Leoparden und verschiedene Eulenarten anzutreffen sind.

Verwaltung[Bearbeiten]

Provinzverwaltung[Bearbeiten]

Lom Sak besteht aus 23 Unterbezirken (Tambon), die weiter in 251 Dörfer (Muban) gegliedert sind.

Nr. Name Thai Muban Einw.[2]
01. Lom Sak หล่มสัก 0- 12.633
02. Wat Pa วัดป่า 12 08.567
03. Tan Diao ตาลเดี่ยว 0- 05.755
04. Fai Na Saeng ฝายนาแซง 0- 02.682
05. Nong Sawang หนองสว่าง 0- 01.300
06. Nam Hia น้ำเฮี้ย 0- 01.721
07. Sak Long สักหลง 11 05.801
08. Tha Ibun ท่าอิบุญ 12 07.193
09. Ban Sok บ้านโสก 07 04.278
10. Ban Tio บ้านติ้ว 12 08.252
11. Huai Rai ห้วยไร่ 13 07.676
12. Nam Ko น้ำก้อ 13 06.662
13. Pak Chong ปากช่อง 02 13.225
14. Nam Chun น้ำชุน 17 15.151
15. Nong Khwai หนองไขว่ 02 07.578
16. Lan Ba ลานบ่า 18 07.528
17. Bung Khla บุ่งคล้า 14 07.988
18. Bung Namtao บุ่งน้ำเต้า 12 06.387
19. Ban Klang บ้านกลาง 19 09.699
20. Chang Talut ช้างตะลูด 13 06.998
21. Ban Rai บ้านไร่ 0- 02.543
22. Pak Duk ปากดุก 07 03.494
23. Ban Wai บ้านหวาย 07 04.484

Hinweis: Die Daten der Muban liegen zum Teil nicht vor.

Lokalverwaltung[Bearbeiten]

Es gibt zwei Kommunen mit „Kleinstadt“-Status (Thesaban Tambon) im Landkreis:

  • Lom Sak (เทศบาลเมืองหล่มสัก) besteht aus dem gesamten Tambon Lom Sak.
  • Tan Diao (เทศบาลตำบลตาลเดี่ยว) besteht aus dem gesamten Tambon Tan Diao.

Außerdem gibt es 19 „Tambon-Verwaltungsorganisationen“ (องค์การบริหารส่วนตำบล – Tambon Administrative Organizations, TAO) für die Tambon oder die Teile von Tambon im Landkreis, die zu keiner Stadt gehören.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A.B. Griswold beschreibt in seinem Buch Towards A History Of Sukhothai Art (The Fine Arts Department, Bangkok 1967), beim Studium der so genannten „Inschrift II“ würde sich ergeben, dass Mueang Rat eher nicht bei Lom Sak lag, sondern eher bei Uttaradit am Nan-Fluss.
  2. Einwohner-statistik 2012. Department of Provincial Administration. Abgerufen am 21. Juli 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

16.779444444444101.24222222222Koordinaten: 16° 47′ N, 101° 15′ O