ʿAmrān
15.66666666666743.933333333333Koordinaten: 15° 40′ N, 43° 56′ O
| arabisch عمران ʿAmrān |
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| Basisdaten | ||
| Staat | Jemen | |
| Gouvernement | Amran | |
| Höhe | 2.300 m | |
| Einwohner | 90.762 (2012[1]) | |
| ISO 3166-2 | YE-AM | |
| ʿAmrān | ||
ʿAmrān (arabisch عمران) ist eine jemenitische Stadt im gleichnamigen Gouvernement ʿAmrān im Nordwesten des Landes. Die Stadt liegt an der Straßenachse zwischen der Hauptstadt Sana'a und der nördlichsten Metropole, Sa'da. Diese insgesamt über 200 km lange, von Chinesen erbaute und asphaltierte, Bergstrecke führt dabei von Sana'a aus nach etwa 50 km in das Hochbecken von ʿAmrān nach ʿAmrān.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Stadt wächst beträchtlich, denn im Jahr 2004 hatte ʿAmrān nach amtlicher Zählung knapp 77.000 Einwohner[3], nach Berechnungen im Jahr 2012 hingegen bereits über 90.000 Einwohner. Seit der vorletzten Volkszählung 1994 (ca. 28.000 Einwohner) bedeutet dies eine Verdreifachung der Bürgerschaft.[4]
[Bearbeiten] Geschichte
ʿAmrān ist vollständig von einer Stadtmauer umgeben. Über diese hat sich der Ort in den letzten Jahren weit hinaus entwickelt. Die Stadtmauer datiert aus dem Jahr 1720. Die Gründung der Ortschaft geht auf die altsüdarabische Epoche der Himjariten zurück. Zu Zeiten des sabäischen Königreichs mauserte sich die Ortschaft zu einer Befestigungsanlage. Insbesondere im 7. Jahrhundert zeigte die Stadt große Wehrhaftigkeit während der Auseinandersetzungen der Sabäer gegen eine Mehrzahl regional ansässiger Stämme. Reste behauener Steine, die zu ehemaligen Tempeln und Palastanlagen gehörten, zeugen heute noch von vergangener Pracht. Eine große Steininschrift findet sich im westlichen Stadttor (Bab al-Kabir).[5] Wie für die Architektur des jemenitischen Berglandes typisch, herrschen Häuser in Lehm- und Steinbauweise vor.
[Bearbeiten] Umgebung
Die landschaftliche Umgebung ʿAmrāns ist geprägt durch Terrassenlandschaften bzw. durch mit Steinwällen begrenzte Felder, um Erosionen des fruchtbaren Ackerbodens entgegenzuwirken. Jeder Zentimeter fruchtbaren Bodens wird genutzt.[6]