Amrumer Odde

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Der Norden Amrums mit der Odde, Ansicht von Westen
Die Odde (im Hintergrund rechts) von der Norddorfer Aussichtsdüne aus

Die Amrumer Odde (Öömrang: Ood, deutsch: „Spitze“[1]) ist der nördlichste Teil der Insel Amrum und liegt nordöstlich der Ortschaft Norddorf auf Amrum.

Geographie[Bearbeiten]

Die Amrumer Odde ist etwa zwei Kilometer lang und durchschnittlich 150 bis 200 Meter breit. Sie besteht überwiegend aus einem bis zu 24 Meter hohen Dünengürtel. Die Odde ist durch den stetig weiter nach Osten bzw. Nordosten weiter wandernden Kniepsand entstanden. Ein großer Teil der Odde heute als „Amrum-Odde“ ein rund 150 Hektar großes Naturschutzgebiet, das vom Verein Jordsand betreut wird.[2] Sie dient zahlreichen Seevögeln als Nistplatz. Daher darf die Odde zur Brutzeit nur an der Küstenlinie umwandert werden. Zur Odde gehört ein kiesbedeckter Nehrungshaken, die eigentliche Nordspitze Amrums.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet wurde 1936 als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Im selben Jahr wurde dort in einem Dünental ein reetgedecktes Vogelwärterhaus errichtet, das bis heute existiert (Stand 2012). Seit 1941 ist der Verein Jordsand mit der Pflege des Gebietes beauftragt. Zur Vermeidung eines Meeresdurchbruchs wurde 1955 an der schmalsten Stelle im Süden der Odde ein kurzer Deich in Längsrichtung errichtet. 1970 wurde das NSG vergrößert, die dort einen der wichtigsten Brutplätze in Deutschland haben.[2]

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Auf der Westseite findet man Meersenf-Spülsäume. In den Dünen wachsen unter anderem Labkraut, Sand-Thymian, Viermänniges Hornkraut und Karthäuser-Nelke.[2]

Die Amrumer Odde ist Brutplatz zahlreicher Vogelarten. Rund 700 Heringsmöwenpaare, Silbermöwen, Eiderenten sowie Mittelsäger brüten hier. Auf der Kiesspitze brüten Zwergseeschwalben.[2] Die Odde ist auch als Rastplatz und Überwinterungsgebiet für Vögel von Bedeutung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nils Århammar: Die Amringer Sprache – Die Amringer Literatur. Sonderdruck. Verlag Hansen & Hansen, Itzehoe-Münsterdorf 1969, ohne ISBN, S. 20
  2. a b c d Offizielle Beschreibung, abgerufen am 13. März 2012

54.699048.33897Koordinaten: 54° 41′ 56,5″ N, 8° 20′ 20,3″ O