Amsonien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Amsonien
Amsonia tabernaemontana

Amsonia tabernaemontana

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Rauvolfioideae
incertae sedis
Gattung: Amsonien
Wissenschaftlicher Name
Amsonia
Walter

Die Amsonien (Amsonia) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die Gattung wurde zu Ehren des amerikanischen Botanikers Charles Amson benannt.[1]

Merkmale[Bearbeiten]

Die Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen aufrecht, werden bis einen Meter hoch und bilden keine Ausläufer. Sie bilden Milchsaft. Die Blätter stehen wechselständig.

Die Blütenstände sind thyrsenartige oder schirmförmig Zyme. Sie stehen terminal. Die Blüten sind blau oder bläulich. Die Kelchblätter sind schmal zugespitzt und meist drüsenlos. Die Blüten sind Stieltellerblumen. Die Kronröhre ist zylindrisch, erweitert sich über der Mitte und ist innen zottig. Die Kronzipfel überlappen sich nach links. Die Staubblätter setzen im erweiterten Teil der Kronröhre an. Die Staubbeutel sind eiförmig bis länglich, und frei von der Narbe. Die Fruchtblätter sind durch den fadenförmigen Griffel verbunden. Die Samenanlagen sind zahlreich. Die Narbe hat einen basalen häutigen Anhang.

Die Samen sind zylindrisch.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Arten sind in Nordamerika und Südostasien heimisch.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung wird innerhalb der Unterfamilie Rauvolfioideae meist in die Tribus Vinceae gestellt. Gensequenzanalysen[2] bestätigen diese Einordnung allerdings nicht.

Zur Gattung der Amsonien werden rund 20 Arten gezählt. In der folgenden Auflistung der anerkannten Arten[3] ist neben dem botanischen Autorkürzel auch die Veröffentlichung mit Erscheinungsjahr der Erstbeschreibung angegeben:

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten wie Amsonia tabernaemontana werden als Zierpflanzen angepflanzt.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genaust, Helmut (1976). Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen ISBN 3-7643-0755-2
  2. K. Potgieter, V.A. Albert: Phylogenetic relationships within Apocynaceae s.l. based on trnL intron and trnL-F spacer sequences and propagule characters. Ann. Miss. Bot. Gard. 88, 2001, S. 523-549.
  3. World Checklist of Amsonia. In: The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 27. März 2008.
  4. a b c Flora of Missouri
  5. Flora of China

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amsonien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien