Amt Neustadt (Dosse)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Neustadt (Dosse)
Amt Neustadt (Dosse)
Deutschlandkarte, Position des Amtes Neustadt (Dosse) hervorgehoben
52.912.3Koordinaten: 52° 54′ N, 12° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Fläche: 265,74 km²
Einwohner: 7747 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Amtsschlüssel: 12 0 68 5805
Amtsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Bahnhofstraße 6
16845 Neustadt (Dosse)
Webpräsenz: www.neustadt-dosse.de
Amtsdirektor: Dieter Fuchs
Lage des Amtes Neustadt (Dosse) im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Im Amt Neustadt (Dosse) mit Sitz in der Stadt Neustadt (Dosse) sind sechs Gemeinden zu einem Verwaltungsverbund zusammengeschlossen. Das Amt wurde 1992 von zunächst 11 Gemeinden gebildet[2].

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Amt liegt im Südwesten des Landkreises Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg (Deutschland), und grenzt an den Kreis Prignitz und an die Stadt Kyritz im Norden, im Osten an die Gemeinde Wusterhausen/Dosse, sowie an den Kreis Havelland im Süden. Im Südwesten liegt die Grenze von Brandenburg zu Sachsen-Anhalt und das Amt Neustadt (Dosse) grenzt hier an den Landkreis Stendal.

Gliederung des Amtes[Bearbeiten]

Das Amt Neustadt (Dosse) umfasste 2010 sechs Gemeinden[3]

Hauptgebäude Amtsverwaltung in Neustadt (Dosse)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Bevölkerung im heutigen Gebiet des Amts rückläufig. Nur die Vertriebenen aus den Ostgebieten und die Ausgebombten gaben der Region zur Mitte des 20. Jahrhunderts einen Einwohnerschub. Für die Zukunft ist mit einem weiteren drastischen Rückgang zu rechnen.

Amt Neustadt (Dosse):
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 11 910
1890 11 518
1910 10 748
1925 11 375
1933 11 170
1939 11 017
1946 16 832
1950 16 406
1964 12 337
1971 11 690
Jahr Einwohner
1981 10 237
1985 10 021
1989 9 899
1990 9 687
1991 9 608
1992 9 563
1993 9 472
1994 9 372
1995 9 433
1996 9 385
Jahr Einwohner
1997 9 348
1998 9 401
1999 9 276
2000 9 079
2001 9 038
2002 8 980
2003 8 934
2004 8 778
2005 8 624
2006 8 499
Jahr Einwohner
2007 8 399
2008 8 304
2009 8 217
2010 8 062
2011 7 854
2012 7 747

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[4].

Geschichte[Bearbeiten]

Am 16. März 1992 erteilte der Minister des Innern seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Neustadt (Dosse) mit Wirkung zum 8. April 1992.[2] Es bestand damals aus den Gemeinden:

  • Breddin
  • Dreetz
  • Giesenhorst
  • Hohenofen
  • Lohm
  • Plänitz
  • Roddahn
  • Sieversdorf
  • Stüdenitz
  • Zernitz
  • Neustadt (Dosse)

Am 31. Dezember 1997 schlossen sich Dreetz und Giesenhorst zur neuen Gemeinde Dreetz zusammen[5] sowie die Gemeinden Sieversdorf und Hohenofen zur neuen Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen[6]. Zum 31. Dezember 1997 schlossen sich auch die Gemeinden Zernitz und Lohm zur neuen Gemeinde Zernitz-Lohm zusammen.[7]

Zum 31. Dezember 2002 wurden die Gemeinden Plänitz-Leddin und Roddahn in die Stadt Neustadt (Dosse) eingegliedert[8]. Zum selben Zeitpunkt schlossen sich die Gemeinden Stüdenitz und Schönermark (Amt Kyritz) zur neuen Gemeinde Stüdenitz-Schönermark zusammen[9]. Damit gehörten dem Amt Neustadt (Dosse) noch die heutigen sechs Gemeinden an: Breddin, Dreetz, Sieversdorf-Hohenofen, Stüdenitz-Schönermark, Zernitz-Lohm und die Stadt Neustadt (Dosse) an.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 31. Mai 1995 genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Rot und Blau; vorn ein halber silberner Adler am Spalt; hinten drei nach außen offene silberne Hufeisen pfahlweise.“[10]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge besteht - bei Aufhängung an einem Querholz - aus drei Längsstreifen in den Farben Rot-Weiß-Rot im Verhältnis 1:2:1 mit dem Amtswappen im Mittelstreifen.

Amtsdirektoren[Bearbeiten]

Erster Amtsdirektor wurde 1992 Edmund Bublitz. Er wurde 2000 wieder gewählt und ging 2005 in den Ruhestand[11][12]. Nachfolger im Amt wurde Herr Dr. Ulrich Gerber[12].

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Bildung des Amtes Neustadt (Dosse). Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 16. März 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 22, 8. April 1992, S.365.
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden Gebietsstand 31. Dezember 2010 PDF
  4. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  5. Zusammenschluss der Gemeinden Dreetz und Giesenhorst (Amt Neustadt (Dosse)) zur neuen Gemeinde Dreetz. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 22. Januar 1998, S.23.
  6. Zusammenschluss der Gemeinden Sieversdorf und Hohenofen (Amt Neustadt (Dosse)) zur neuen Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 17. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 22. Januar 1998, S.23.
  7. Zusammenschluss der Gemeinden Zernitz und Lohm zu der neuen Gemeinde Zernitz-Lohm (Amt Neustadt (Dosse)). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 8. Jahrgang, Nummer 52, 30. Dezember 1997, S.1012.
  8. Eingliederung der Gemeinden Plänitz-Leddin und Roddahn in die Stadt Neustadt (Dosse). Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 21. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 3, 16. Januar 2002, S.22 PDF.
  9. Bildung der neuen Gemeinde Stüdenitz-Schönermark. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 21. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 3, 16. Januar 2002, S.22 PDF.
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  11. Von Ruhestand noch keine Spur - zum Abschied von Amtsdirektor Bublitz PDF
  12. a b Verwaltungsbericht 2005 des Amtes Neustadt (Dosse) PDF