Amt Temnitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Temnitz
Amt Temnitz
Deutschlandkarte, Position des Amtes Temnitz hervorgehoben
52.93333333333312.666666666667Koordinaten: 52° 56′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Fläche: 247,95 km²
Einwohner: 5256 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Amtsschlüssel: 12 0 68 5807
Amtsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Bergstraße 2
16818 Walsleben
Webpräsenz: www.amt-temnitz.de
Amtsdirektorin: Susanne Dorn[2]
Lage des Amtes Temnitz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Das Amt Temnitz ist ein 1992 gebildetes Amt in Brandenburg, in dem zunächst 17 Gemeinden im damaligen Kreis Neuruppin (heute Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg) zu einem Verwaltungsverbund zusammengefasst wurden. Durch Gemeindezusammenschlüsse und Eingliederungen verringerte sich die Zahl der amtsangehörigen Gemeinden, sodass das Amt Temnitz derzeit sechs amtsangehörige Gemeinden hat. Der Sitz des Amtes ist in der Gemeinde Walsleben.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Amt liegt in der Mitte des Landkreises Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg (Deutschland), und grenzt an die Gemeinde Wusterhausen/Dosse im Westen, im Norden an die Stadt Wittstock/Dosse, an die Stadt Neuruppin im Osten, sowie an die Gemeinde Fehrbellin im Süden.

Die amtsangehörigen Gemeinden mit ihren Ortsteilen[Bearbeiten]

Das Amt Temnitz hat derzeit sechs amtsangehörige Gemeinden[3]:

Geschichte[Bearbeiten]

Am 3. Juli 1992 erteilte der Minister des Innern seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Temnitz, für dessen Zustandekommen der 16. Juli 1992 festgelegt wurde[4]. Sitz der Amtsverwaltung war ursprünglich in der Gemeinde Werder. Folgende 17 Gemeinden aus dem damaligen Kreis Neuruppin waren darin zusammengefasst:

  1. Dabergotz
  2. Darritz-Wahlendorf
  3. Gottberg
  4. Katerbow
  5. Kerzlin
  6. Kränzlin
  7. Küdow-Lüchfeld
  8. Netzeband
  9. Rägelin
  10. Rohrlack
  11. Storbeck
  12. Vichel
  13. Walsleben
  14. Werder
  15. Garz
  16. Wildberg
  17. Frankendorf

Am 30. Dezember 1997 schlossen sich die Gemeinden Darritz-Wahlendorf, Gottberg, Kränzlin und Werder zur neuen Gemeinde Märkisch Linden zusammen[5]. Ebenfalls zum 30. Dezember 1997 schlossen sich die Gemeinden Kerzlin, Küdow-Lüchfeld, Rohrlack, Vichel und Wildberg zur neuen Gemeinde Temnitztal zusammen[6]. Und zum selben Zeitpunkt fusionierten die Gemeinden Katerbow, Netzeband und Rägelin zur neuen Gemeinde Temnitzquell[7]. Am 10. Januar 2002 schlossen sich die Gemeinden Frankendorf und Storbeck zur neuen Gemeinde Storbeck-Frankendorf zusammen[8].

Die Gemeinde Garz wurde zum 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Gemeinde Temnitztal eingegliedert[9].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Amt Temnitz:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 7 412
1890 7 509
1910 6 798
1925 7 105
1933 6 844
1939 6 677
1946 11 328
1950 10 356
1964 7 202
1971 6 975
Jahr Einwohner
1981 6 003
1985 5 918
1989 5 828
1990 5 760
1991 5 675
1992 5 615
1993 5 638
1994 5 709
1995 5 699
1996 5 720
Jahr Einwohner
1997 5 810
1998 5 823
1999 5 890
2000 5 874
2001 5 903
2002 5 894
2003 5 827
2004 5 801
2005 5 724
2006 5 706
Jahr Einwohner
2007 5 682
2008 5 594
2009 5 535
2010 5 478
2011 5 339
2012 5 317

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[10].

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. September 1993 genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Rot und Grün, vorn ein halber, schwarz-gezungter silberner Adler am Spalt, hinten ein silberner Wellenpfahl.“[11]

Amtsdirektor[Bearbeiten]

Amtsdirektor von 1992 bis 2001 war Werner Klüter. Er wurde wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit abgelöst[12] und 2002 wegen Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten sowie einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt[13]. Ihm folgte Mathias Wittmoser als Amtsdirektor. 2010 wurde Susanne Dorn zur Amtsdirektorin gewählt[14].

Belege[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. www.amt-temnitz.de
  3. Hauptsatzung für das Amt Temnitz vom 6. September 2011 PDF
  4. Bildung der Ämter Temnitz, Milow, Baruth, Neuhardenberg, Burg-Spreewald, Drebkau/Niederlausitz, Neuhausen und Peitz. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S.966/7.
  5. Zusammenschluß der Gemeinden Darritz-Wahlendorf, Gottberg, Kränzlin und Werder (Amt Temnitz) zu der neuen Gemeinde Märkisch Linden. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S.25.
  6. Zusammenschluß der Gemeinden Kerzlin, Küdow-Lüchfeld, Rohrlack, Vichel und Wildberg (Amt Temnitz) zu der neuen Gemeinde Temnitztal. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S.25.
  7. Zusammenschluß der Gemeinden Katerbow, Netzeband und Rägelin (Amt Temnitz) zu der neuen Gemeinde Temnitzquell. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 17. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S.26.
  8. Bildung der neuen Gemeinde Storbeck-Frankendorf. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 1, 4. Januar 2002, S.3 PDF.
  9. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82), geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S.187)
  10. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  11. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  12. Auszugsweise Auflistung der bei dem Landgericht Neuruppin anberaumten Hauptverhandlungen in Strafsachen (PDF; 87 kB)
  13. Strafe für Ex-Amtsleiter - Berliner Zeitung vom 14. November 2002
  14. Die Direktorin im Amt Temnitz setzt auf klassische und dezente Details - MAZ vom 7. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]