Ana Matnadse

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Ana Matnadse bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2013 in Warschau

Ana Matnadse (in anderer Transkription Ana Matnadze, georgisch ანა მათნაძე; * 20. Februar 1983 in Telawi) ist eine georgische Schachspielerin und -trainerin. Im März 2012 wechselte sie vom georgischen zum spanischen Schachverband.

Leben[Bearbeiten]

Trainiert wurde Ana Matnadse von ihrer Taufpatin Nona Gaprindaschwili. Sie studierte deutsche Sprache und Literatur an der Staatlichen Iwane-Dschawachischwili-Universität in Tiflis. Im Juni 2004 erregte sie Aufmerksamkeit durch die Veröffentlichung eines Briefes an die FIDE, in dem sie gemeinsam mit WGM Lela Dschawachischwili verschiedene Aspekte der Frauenweltmeisterschaft kritisierte.[1] 2005 gründete sie die Organisation Chess - a Peace Ambassador (CPA). Die Organisation, deren Präsidentin sie ist, hat ein Programm des Jugendaustausches zwischen Georgien und Katalonien[2]. Eine weitere Aktivität von CPA war zum Beispiel die Durchführung eines Schachturnieres, um Geld und Hilfsmittel für Flutopfer in Westgeorgien zu sammeln.[3] Sie ist Schachtrainerin beim Verein Associació d'Escacs Rubinenca aus Barcelona und in der InterAjedrez Academia.

Erfolge[Bearbeiten]

Ana Matnadse gewann beziehungsweise spielte erfolgreich bei folgenden Turnieren und Frauen- beziehungsweise Mädchenmeisterschaften:

FIDE-Meister der Frauen (WFM) wurde sie 1993, Internationaler Meister der Frauen (WIM) 1999 und Großmeister der Frauen (WGM) im Jahre 2002. Seit September 2006 trägt sie auch den Titel Internationaler Meister (IM). Die notwendigen Normen hierfür erzielte sie im Februar 2005 beim Malaga Open in Campillos, im August und September 2005 beim Open Intl De Sants in Barcelona und im Juli 2006 beim Open in Balague.[4]

Ihre Elo-Zahl beträgt 2409 (Stand: Oktober 2014), damit liegt sie in der spanischen Rangliste der Frauen hinter Olga Alexandrova auf dem zweiten Platz. Ihre bisher höchste Elo-Zahl von 2447, mit der sie nach ihrem Verbandwechsel die spanische Elo-Rangliste der Frauen anführte, erreichte sie im Januar und März 2012. Ihre bisher höchste Position in der Frauen-Weltrangliste der FIDE war der 34. Platz im Juli 2002 mit einer Elo-Zahl von 2424.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Mit der spanischen Frauenmannschaft nahm Matnadse an den Schacholympiaden 2012[5] und 2014 teil. Sie erreichte 2014 den zweiten Platz in der Einzelwertung am dritten Brett.[6] Ebenso nahm Matnadse mit Spanien an der Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen 2013 teil, wo sie am dritten Brett das zweitbeste Einzelergebnis erreichte.[7]

Vereine[Bearbeiten]

In Georgien spielte sie bis 2005 für die Mannschaft NTN Tiflis, mit der sie beim European Club Cup der Frauen 2003 den zweiten Platz belegte. 2004 und 2005 gewann sie mit Tiflis den Wettbewerb, wobei Ana Matnadse 2004 am dritten und 2005 am vierten Brett jeweils eine individuelle Silbermedaille gewann. Sie wechselte zum Verein Energy-Investi Sakartveli, mit dem sie beim Club Cup 2006 den zweiten Platz erreichte[8]. Sie spielte auch schon in katalanischen und spanischen (in der ersten Mannschaft des C.E. Barbera Barcelona) sowie türkischen (für Tarsus Zeka Satranç) Ligen. In der deutschen Frauenbundesliga spielt Matnadse seit 2012 beim USV Volksbank Halle, in Frankreich ist sie beim Club d'Echecs d'Annemasse aktiv, mit dem sie 2014 die französische Mannschaftsmeisterschaft der Frauen gewann.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ana Matnadse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Protest by Georgian women grandmasters. Artikel bei ChessBase vom 6. September 2004 (englisch)
  2. Ajedrez por la paz y la comprensión (spanisch)
  3. Chess tournament to help flood victims in Western Georgia (englisch)
  4. IM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  5. Ana Matnadses Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  6. Brettpreise bei der Schacholympiade der Frauen 2014 auf chess-results.com
  7. Ana Matnadses Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  8. Ana Matnadses Ergebnisse bei European Club Cups der Frauen auf olimpbase.org (englisch)