Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Originaltitel Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Dwight H. Little
Drehbuch John Claflin,
Daniel Zelman,
Michael Miner,
Edward Neumeier
Produktion Verna Harrah
Musik Nerida Tyson-Chew
Kamera Stephen F. Windon
Schnitt Marcus D’Arcy,
Mark Warner
Besetzung

Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee (Originaltitel: Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2004. Der Film ist die Fortsetzung von Anaconda aus dem Jahr 1997.

Handlung[Bearbeiten]

In den Wäldern Borneos wächst eine Pflanze mit einem lebensverlängernden Wirkstoff. Ein Team unternimmt im Auftrag eines New Yorker Pharmakonzerns eine Expedition, um die sagenumwobene Blut-Orchidee zu finden. Diese Orchidee blüht jedoch nur alle sieben Jahre für ein halbes Jahr und es bleiben nur noch zwei Wochen Zeit die Pflanze blühend zu finden.

Die Expedition fällt jedoch gerade in die Regenzeit, so dass kein Schiffsinhaber bereit ist, den Fluss zu befahren, außer Bill Johnson. Dieser bringt sie für viel Geld zum gewünschten Ziel. Während der Fahrt stellt sich heraus, dass der abkürzende Fluss, welcher einen tagelangen Umweg verhindern würde, so stark vom Regen angeschwollen ist, dass er nicht befahren werden kann. Der Steuermann willigt jedoch ein weiterzufahren, nachdem ihm der doppelte Lohn geboten wird.

Als das Team mit dem Schiff verunglückt, sind sie gezwungen den Weg direkt durch den Dschungel zu nehmen, ahnen jedoch dabei nicht, dass nun die Paarungszeit der Anakondas angebrochen ist. Die Tiere sind extrem groß aufgrund der Tatsache, dass sie ein Leben lang wachsen und durch die Blut-Orchidee viel länger leben. Somit beginnt für das Team ein Kampf ums Überleben.

Nach einigen Todesopfern unter den Expeditionsteilnehmern scheint ein selbst gebautes Floß die Rettung zu sein. Ein Teammitglied ist jedoch besessen und möchte die seltene Pflanze unbedingt finden. Er stiehlt deshalb das Floß und begibt sich alleine auf die Suche. Das restliche Team muss sich weiter durch den Dschungel schlagen und gegen die Riesen-Anakondas kämpfen. Am Ende finden sie den Verräter wieder, als er gerade versucht, die Blut-Orchideen zu ernten und entdecken dabei einen großen Paarungsknoten der Anakondas in dem bereits ein riesiges Weibchen und mehrere Männchen sind. Die Orchidee ist direkt über der Grube mit den Schlangen und der Verräter bedroht ein Teammitglied mit der Waffe, damit dieses die Blüten der Pflanze holt. Sie schafft dies, jedoch bricht dann ein Kampf aus, bei dem der Verräter in die Schlangengrube fällt und verschlungen wird. Das restliche Team schafft es mit Benzin und einer Leuchtrakete das Weibchen anzuzünden. Dabei löst dieses im Todeskampf eine Lawine aus, die alle Anakondas begräbt und die Felswand, an der die Blut-Orchidee gewachsen ist, fällt mit ein. Die vier Überlebenden fahren am Ende mit dem Floß zurück in die Zivilisation.

Kritik[Bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend schlechte Kritiken. Heiko Rosner urteilte für die Zeitschrift Cinema: „Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee" ist Trash der lästigen Art. Die Tricks sind schlecht, die Schlangen sehen nicht gruselig, sondern bescheuert aus, und die beste Darstellerleistung vollbringt ein Affe. Wozu für diesen Film sieben Autoren nötig waren, mögen wohl nur die Bewohner des RTL-Dschungelcamps verstehen. Fazit: Unausgegorener Schlangenfraß mit lachhaft unrealistischen Spezialeffekten.[1]

Auch die Kinoreviewseite filmszene.de konnte dem Film nur wenig Gutes abgewinnen: „Kurz und knapp: Unfreiwillig amüsanter Horror-Trash in ansprechender Optik und exotischem Setting (gedreht wurde auf den Fidschi-Inseln), der in der Videothek deutlich besser aufgehoben ist. Auf alle Fälle ein ganz heißer Anwärter auf die Flop 5 des Jahres.[2]

Thomas Ays bemängelte auf moviesection.de zwar die schlechte Animation der Schlange, bescheinigte dem Film aber überraschend gute Actionszenen und eine glaubhafte schauspielerische Leistung. In seinem Fazit schreibt er: „Sicherlich ist „Anacondas - Auf der Jagd nach der Blut Orchidee“ keine tiefgründige Meisterleistung und auch kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber ein nettes und zum Teil sogar witziges Stück Actionunterhaltung, die den Vergleich zum ersten Teil bestimmt nicht scheuen muss.[3]

Anmerkungen[Bearbeiten]

Anakondas kommen im pazifischen Raum und demnach auch auf Borneo gar nicht vor, sondern sind ausschließlich auf dem südamerikanischen Kontinent (hauptsächlich in Venezuela) heimisch. Anakonda-Angriffe auf Menschen sind zudem extrem selten und beruhen fast immer auf Fehlverhalten von Menschen der Schlange gegenüber. Normalerweise flieht die Schlange stets vor Menschen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 2005 für eine Goldene Himbeere nominiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cinema.de: Filmkritik zu Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee. Abgerufen am 2. September 2010.
  2. Filmszene.de: Anacondas. Abgerufen am 2. September 2010.
  3. Moviesection.de: Anacondas – Auf der Jagd nach der Blut-Orchidee. Abgerufen am 2. September 2010.

Weblinks[Bearbeiten]