Analcim
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| Analcim | |
| weißer Analcim, Poudrette Steinbruch, Mont-Saint-Hilaire | |
| Chemische Formel | Na[AlSi2O6]·H2O |
| Mineralklasse | Silicate und Germanate - Gerüstsilicate 9.GB.05 (8. Auflage: VIII/J.27-10) (nach Strunz) 77.1.1.1 (nach Dana) |
| Kristallsystem | orthorhombisch |
| Kristallklasse | mmm |
| Farbe | farblos, rötlich oder weiß |
| Strichfarbe | weiß |
| Mohshärte | 5,5 |
| Dichte (g/cm³) | 2,24 bis 2,29 |
| Glanz | Glasglanz |
| Transparenz | |
| Bruch | muschelartig |
| Spaltbarkeit | schlecht nach {001} |
| Habitus | Trapezoeder |
| Häufige Kristallflächen | {211} |
| Zwillingsbildung | |
| Kristalloptik | |
| Brechzahl | isotrop |
| Doppelbrechung (optische Orientierung) |
n = 1,479 bis 1,493 |
| Weitere Eigenschaften | |
| Ähnliche Minerale | Pollucit, Wairakit, Faujasit-(Na), Faujasit-(Mg), Faujasit-(Ca), Paulingit-(K), Paulingit-(Ca), Leucit |
| Radioaktivität | nicht radioaktiv |
| Magnetismus | nicht magnetisch |
Analcim ist ein Mineral, das der Mineralklasse der Silicate und darin der Abteilung der Gerüstsilicate (Tektosilicate) angehört. Idiomorphe Analcimkristalle sind in ihrer Morphologie denen des Leucits sehr ähnlich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Etymologie und Geschichte
Das Wort Analcim leitet sich aus dem griechischen analkis ab, das soviel wie schwach oder kraftlos bedeutet und auf die schwache elektrostatische Aufladbarkeit bei Reibung dieses Materials hindeutet.
Erstmals gefunden und beschrieben wurde Analcim auf den Zyklopeninseln vor der Ostküste Siziliens (Italien) durch René-Just Haüy im Jahre 1797 [1] [2].
[Bearbeiten] Bildung und Fundorte
Die Kristalle bilden sich hauptsächlich in Hohlräumen von Plutoniten und Vulkaniten, sowie als pseudomorphes Umwandlungsprodukt von Leucit. Ferner kann Analcim auch direkt aus einer alkalireichen Schmelze auskristallisieren. Bekannte Fundorte befinden sich beispielsweise in Italien, Norwegen, Dänemark, Island, Schottland, Nordirland, den USA, Kanada und Grönland.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ R.J. Haüy (1797): Analcime. Journal des Mines, Bd. 5, Seite 278
- ↑ R.J. Haüy (1801): Traité de minéralogie. Chez Louis, Paris, Bd. 3, Seiten 180-185
[Bearbeiten] Weblinks
Mineralienatlas:Analcim (Wiki)

