Anamnia

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Für die systematische Einteilung der Lebewesen existieren neben- und nacheinander verschiedene Vorschläge. Das hier behandelte Taxon entspricht nicht der gegenwärtig in der deutschsprachigen Wikipedia verwendeten Systematik oder ist veraltet.

Als Anamnia (griech. an- „nicht“ und amnion „Embryonalhülle“), auch Anamniota oder Anamnier, werden Wirbeltiere bezeichnet, deren Embryonen nicht von Embryonalhüllen (der Serosa, der Allantois und dem Amnion) umgeben sind.[1] Im Gegensatz dazu werden Wirbeltiere mit einer Embryonalhülle als Amnioten bezeichnet.[2]

Die Gruppe umfasst die Amphibien und die ebenfalls paraphyletischen Gruppen der Fische und Kieferlosen (Agnatha)[1] – nach moderner Taxonomie die Amphibien, Knochenfische, Knorpelfische, Neunaugen, Schleimaale und verschiedene ausgestorbene Wirbeltiergruppen. Anders als viele Amnioten sind die Anamnia meistens an Wasser oder eine andere feuchte Umgebung gebunden,[1] während bei den Amniota durch die Embryonalhüllen ein feuchtes Milieu für den Embryo geschaffen wurde.[2]

Im Unterschied zu den Amnioten sind die Anamnia ein klassisches Beispiel für ein paraphyletisches Taxon, das durch ursprüngliche Merkmale gekennzeichnet ist:[1] Ihr gemeinsamer Vorfahre ist der gemeinsame Vorfahre aller Wirbeltiere.

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c d Stichwort „Anamnia“ in: Herder-Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg 2003. ISBN 3-8274-0354-5.
  2. a b Stichwort „Amniota“ in: Herder-Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg 2003. ISBN 3-8274-0354-5.