Anastasia (1956)

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Filmdaten
Deutscher Titel Anastasia
Originaltitel Anastasia
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1956
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Anatole Litvak
Drehbuch Arthur Laurents
Produktion Buddy Adler/Twentieth Century Fox
Musik Alfred Newman
Kamera Jack Hildyard
Schnitt Bert Bates
Besetzung

Anastasia ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Regisseurs Anatole Litvak aus dem Jahre 1956. Grundlage des Drehbuchs bildete das gleichnamige Bühnenstück von Marcelle Maurette. Deutschland-Premiere des in Cinemascope gedrehten Films war am 22. Februar 1957.

Die historische Person Anna Anderson war nach 1920 mit der Behauptung aufgetreten, sie sei die Zarentochter Anastasia Nikolajewna Romanowa, die die Ermordung ihrer Familie durch die Bolschewiken 1918 überlebt habe.

Ebenfalls 1956 erschien der von Falk Harnack gedrehte deutsche Film Anastasia, die letzte Zarentochter mit Lilli Palmer in der Titelrolle.

Handlung[Bearbeiten]

Eine Gruppe russischer Emigranten trifft in Paris um 1920 auf eine junge verwirrte Frau. Die Russen wollen sie dazu bewegen, der Welt zu verkünden, sie sei Anastasia. Sie wollen an das Geld kommen, das der ermordete Zar einst auf einer englischen Bank deponiert hatte. Der Wortführer der Russen, General Bounine, lehrt die Frau Benehmen und Auftreten einer Zarentochter; ihr wird alles über Anastasias Kindheit beigebracht.

Nach der Schulung wird sie verschiedenen Leuten vorgestellt, die Anastasia kannten. Niemand glaubt wirklich, dass die junge Frau Anastasia ist. Die richtige Härteprobe erfolgt, als sie mit General Bounine nach Dänemark reist. In Kopenhagen soll sie die Zarenmutter Maria Feodorovna, ihre mutmaßliche Großmutter, treffen. Anfangs glaubt die alte Dame nicht, ihre Enkelin vor sich zu haben. Als Anna/Anastasia jedoch aus Nervosität hustet, erinnert sich die Zarenmutter daran, dass auch Anastasia in ihrer Kindheit immer gehustet hat, wenn sie aufgeregt oder nervös war.

In der Zwischenzeit hat Prinz Paul vor, Anastasia zu heiraten. Der als Glücksritter bekannte Prinz hat es ebenfalls auf das Geld der Zarentochter abgesehen. Auf einem Ball will die Zarenmutter die Verlobung zwischen Paul und Anastasia verkünden. Aber Anastasia und General Bounine sind plötzlich verschwunden. Nun erkennt die alte Frau, dass Anna nicht ihre Enkelin war; sie schickt die Gäste nach Hause.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Der film-dienst bezeichnet den Film "als romantisches Drama am Rande der Weltgeschichte inszeniert; psychologisch interessant und ausgezeichnet gespielt. Unterhaltung auf hohem Niveau."[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Der Film bedeutete das Hollywood-Comeback von Ingrid Bergman, die wegen ihrer Liebesbeziehung zu dem anfangs noch mit einer anderen Frau verheirateten Roberto Rossellini von US-Produzenten nicht mehr besetzt worden war.
  • Im Gegensatz zum Spielfilm von 1956 geht der 1997 gedrehte US-amerikanische Zeichentrickfilm Anastasia von einer tatsächlich überlebenden Zarentochter aus.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marcelle Maurette und Guy Bolton: Anastasia. Schauspiel in drei Akten. Bühnenverlag Ahn & Simrock, Berlin 1953, 100 S. [Bühnenmanuskript]
  • Peter Kurth: Anastasia, die letzte Zarentochter. Das Geheimnis der Anna Anderson - Lübbe, Bergisch Gladbach 1989 - ISBN 3-404-11511-2

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)