Anatoli Nikolajewitsch Beresowoi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anatoli Nikolajewitsch Beresowoi
Anatoli Nikolajewitsch Beresowoi
Anatoli Beresowoi 2011
Land (Organisation): UdSSR ()
Datum der Auswahl: 27. April 1970
Anzahl der Raumflüge: 1
Start erster Raumflug: 13. Mai 1982
Landung letzter Raumflug: 10. Dezember 1982
Gesamtdauer: 211d 9h 4min 32s
EVA-Einsätze: 1
EVA-Gesamtdauer: 2h 33min
Ausgeschieden: 31. Oktober 1992
Raumflüge

Anatoli Nikolajewitsch Beresowoi (russisch Анатолий Николаевич Березовой; * 11. April 1942 in Enem, Autonome Republik Adygeja, Russische SFSR) ist ein ehemaliger sowjetischer Kosmonaut.

Der Angehörige der sowjetischen Luftstreitkräfte absolvierte ein Fernstudium an der Akademie der Luftstreitkräfte. Nachdem Beresowoi am 27. April 1970 durch das Kosmonautentrainingszentrum als Kosmonaut ausgewählt wurde, war er Kommandant der Saljut 7. Ab 1977 wurde Beresowoi als Besatzung für das TKS-Raumschiff ausgebildet. Es war wesentlich größer als das Sojus-Raumschiff und sollte für Mannschafts- und Materialtransporte zu Raumstationen genutzt werden. Ein Flug zu einer Almaz-Station hätte im Januar 1981 stattfinden können, aber das Almaz-Programm wurde abgesagt. Stattdessen waren Flüge zu den DOS-Raumstationen Saljut 6 und Saljut 7 geplant. Kommandant Beresowoi befand sich dazu in der Mannschaft mit den Flugingenieuren Juri Artjuchin und Dmitri Jujukow. Im Dezember 1981 wurden auch diese Pläne gestrichen. Die TKS-Gruppe wurde aufgelöst. Im Mai 1982 war Beresowoi Kommandant der Mannschaft von Sojus T-5 mit Bordingenieur Walentin Witaljewitsch Lebedew. Sie flogen zur sowjetischen Raumstation Saljut 7. Am 30. Juli 1982 unternahm er zusammen mit Walentin Lebedew einen Außenbordeinsatz, um Geräte und Experimente zu bergen.

Im April 1984 war Beresowoi Kommandant der Reservemannschaft von Sojus T-11 mit Bordingenieur Georgi Michailowitsch Gretschko und dem indischen Forschungskosmonauten Ravish Malhotra.

Nachdem Anatoli Beresowoi Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls wurde und schwere Verletzungen davontrug, schied der nunmehr Oberst der Luftstreitkräfte am 31. Oktober 1992 aus dem Kosmonautenkorps aus. Danach hatte Beresowoi das Amt des stellvertretender Präsidenten der russischen Raumfahrtföderation inne.

Privates[Bearbeiten]

Beresowoi ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Peter Stache: Raumfahrer von A bis Z. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin [Ost] 1988, ISBN 3-327-00527-3.

Belege[Bearbeiten]

Anatoli Beresowoi auf einer sowjetischen Briefmarke (links, mit Walentin Lebedew)