Ancemont

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Ancemont
Ancemont (Frankreich)
Ancemont
Region Lothringen
Département Meuse
Arrondissement Verdun
Kanton Souilly
Gemeindeverband Meuse - Voie Sacrée.
Koordinaten 49° 4′ N, 5° 24′ O49.0711111111115.4063888888889265Koordinaten: 49° 4′ N, 5° 24′ O
Höhe 199–330 m
Fläche 13,3 km²
Einwohner 605 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 45 Einw./km²
Postleitzahl 55320
INSEE-Code

Ancemont ist eine französische Gemeinde mit 605 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Meuse in der Region Lothringen. Sie gehört zum Kanton Souilly und ist Sitz des Kommunalverbands Meuse - Voie Sacrée.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Ancemont liegt am linken Ufer der Maas, am Ausgang der Billonneau-Talmulde auf einer mittleren Höhe von 265 Metern über dem Meeresspiegel, 10 Kilometer südöstlich von Verdun, dem Hauptort des Arrondissements. Die Ortschaft ist umgeben von den Nachbargemeinden Dugny-sur-Meuse, Les Monthairons und Dieue-sur-Meuse. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 13,3 Quadratkilometern.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter hieß die Ortschaft Mont und unterstand dem Herzogtum Bar und der Prévoté von Souilly. Im 17. Jahrhundert wurde die Ortschaft Ance von schwedischen Truppen zerstört und die Bewohner zogen nach Mont, das daraufhin Ancemont genannt wurde. Im Ancien régime gab es drei Lehen in der Ortschaft.[1]

1793 erhielt Ancemont im Zuge der Französischen Revolution (1789-1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche La décollation de Saint Jean Baptiste (dt: die Enthauptung von Johannes dem Täufer) wurde 1855 im neugotischen Stil auf den Fundamenten einer Kirche aus dem Jahr 1686 erbaut. In der Kirche befand sich eine Statue der hl. Maria Magdalena aus dem 15. Jahrhundert, die der Pfarrer von Ancemont 1906 verkaufte. Sie wurde 1922 vom Louvre gekauft und steht heute im Saal 13 des Richelieuflügels.[4]

Das Schloss La Bessière stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das rechteckige Haupthaus wird von zwei quadratischen Türmen flankiert. über der Eingangstür ist ein Relief mit dem Wappen der Familie La Bessière. Das Schloss befindet sich im Privatbesitz und wird als Herberge mit zwei Fremdenzimmern genutzt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige in Ancemont sind Forstwirtschaft und Holztechnik. 1860 wurde ein Sägewerk gebaut. In den 1990er Jahren entstanden zwei Möbelhäuser, Anthéa und Sarap.[1]

Lokale Produkte[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Brie de Meaux sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Mirabellen (Mirabelles de Lorraine) und Bergamote de Nancy (klare, bernsteinfarbene Bonbons aus Zucker und ätherischem Öl aus Bergamotten).[2]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ancemont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Ancemont. In: cc-meuse-voie-sacree.fr. Communauté de Communes Meuse - Voie Sacrée, abgerufen am 8. September 2011 (französisch).
  2. a b Le village de Ancemont. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 29. Juli 2012 (französisch).
  3. Ancemont - notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 12. September 2011 (französisch).
  4. Lorraine. Sainte Marie Madeleine. In: Base Atlas. Louvre, abgerufen am 12. September 2011 (französisch).
  5. Patricia Easton: Robert Desgabets. In: plato.stanford.edu. Metaphysics Research Lab, CSLI, Stanford University, 2006, abgerufen am 8. September 2011 (französisch).