And Also the Trees

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And Also the Trees
AATT LIVE IM DORTMUNDER CLUB FZW 1998.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Post Punk, Blues, Dark Wave, Gothic Rock
Gründung 1979
Website http://www.andalsothetrees.co.uk
Aktuelle Besetzung
Simon Huw Jones
Justin Jones
Steven Burrows (seit 1983)
Paul Hill (seit 1997)
Ian Jenkins (seit 2004)
Emer Brizzolara (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Nick Havas (1979-1997)
Bass
Graham Havas (1979-1983)

And Also the Trees ist eine Post-Punk-Band aus England.

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Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde 1979 in Inkberrow (Worcestershire) gegründet. And Also the Trees wurden durch die Ideologie der aufkeimenden Punk-Bewegung in England inspiriert. Im Gegensatz zu vielen Bands aus dieser Musikrichtung zogen sie nicht in die Musikmetropole London, sondern blieben in ihrem Heimatort.

Einige Monate später schickten And Also the Trees der Band The Cure ein Demotape, was zur Freundschaft zwischen den beiden Bands führte. 1981 spielten And Also the Trees während einer Tour durch Großbritannien mehrmals als deren Vorgruppe. Ihr zweites Demotape Under The Hill wurde teils von Robert Smith und teils von Mike Hedges mitproduziert.

Ihre ersten zwei Singles Shantell und The Secret Sea und ihr nach der Band benanntes Debütalbum wurden vom damaligen The-Cure-Mitglied Lol Tolhurst produziert und 1983 veröffentlicht. Ihr erstes Album reflektierte die vorläufigen Post-Punk-Einflüsse. Mit ihrem Album erregten sie die Aufmerksamkeit des Radiomoderators John Peel und wurden von ihm zu einer Aufnahmesitzung eingeladen, die am 24. April 1984 im BBC Radio 1 gesendet wurde.

Nach einer zweiten Tour im Vorprogramm von The Cure 1984 trennten sich die musikalischen Wege beider Bands, und And Also the Trees entwickelten ihren eigenen Klang. Die 1985 erschienene EP A Room Lives In Lucy führte den mandolinenhaften Gitarrenklang ein, der für die nächsten Jahre zum Markenzeichen der Band wurde.

Das zweite Album Virus Meadow aus dem Jahr 1986 erhielt eine künstliche und atmosphärische Instrumentierung. Im gleichen Jahr ging die Band auf ihre erste Europa-Tour, von der das Live-Album The Evening Of The 24th aus dem Jahr 1987 einen Eindruck vermittelt. 1987 wurde auch die EP The Critical Distance veröffentlicht.

Der Sound der Band reifte in den folgenden Jahren, den sie mit dem Album Virus Meadow begonnen hatten. Hörbare Beweise liefern die Singles Shaletown und The House Of The Heart und das folgende Album The Millpond Years aus dem Jahr 1988, welches von Mark Tibenham produziert wurde. Die Frage nach einer modernen, industriellen Gesellschaft, die sich ihren Weg durch das Herz einer ländlichen Idylle schnitzt, war ein überwiegendes lyrisches Thema während dieser Periode in der Geschichte der Band.

Dies trifft auch auf das Album Farewell To The Shade aus dem Jahr 1989 zu, das durch persönliche Erinnerungen und die Werke von Dichtern und Malern aus dem frühen 19. Jahrhundert beeinflusst war. 1989 erschien auch die Single Lady D'Arbanville, eine Coverversion des gleichnamigen Cat-Stevens-Liedes, mit dem die Brüder Jones groß geworden sind. In Frankreich erschien noch die Single Misfortunes.
Die letzten Jahre kennzeichneten ihren größten kommerziellen Erfolg. Mit den beiden Alben The Millpond Years und Farewell To The Shade und ausgiebigem Touren schaffte sich die Band eine starke Fangemeinde und erhielt sogar etwas Aufmerksamkeit in Japan.

1991 machten And Also the Trees eine Tour durch die USA und reaktivierten ihre Kontakte zu The Cure, die in der EP The Pear Tree mündeten, die einen Remix von Robert Smith und Mark Saunders enthielt. Diese EP erschien nur in den USA.

1992 entstand das Album Green Is The Sea. Es war das letzte von Mark Tibenham produzierte Album. Das Album bewarben sie auf einer Europa-Tour, die durch Belgien, Deutschland, Frankreich und die Schweiz führte. Viele Konzerte waren ausverkauft.
Eingefleischte Fans forderten von der Band ein digitales Remastering ihrer Singles und EPs. So wurde 1992 schließlich From Horizon To Horizon veröffentlicht. Das Album enthält alle Singles und Nicht-Album-Stücke, die zwischen 1983 und 1992 entstanden sind.

1993 folgte ein neues Kapitel. Entstanden in Cornwall, kennzeichnet das neue Album The Klaxon eine zunehmende Mischung von städtischen Stimmungen. Trompete, akustische Perkussions und helle Töne dominieren, unterstützt durch eine Hammondorgel.

1994 tourte die Band durch Europa. Anschließend veröffentlichte sie das Live-Album Le Bataclan und die Live-Videos Hamburg Markthalle 1994 und Bielefeld PC 69 1992.

1995 entstand das Projekt G.O.L. Dies bestand aus dem Gitarristen Justin Jones, dem Keyboarder Mark Tibenham und der Sängerin Antonia Rainer. Die Musik von G.O.L. ist eine Mischung aus Electro, Ambient und Ethno. Im selben Jahr wurden die Single Soma Holiday und das dazugehörige Album Sensations Of Tone veröffentlicht. Das Album enthält eine Cover-Version von And Also the Trees’ There Were No Bounds. Steven Burrows und Nick Havas zogen nach London und Simon Huw Jones in die Schweiz.

Mit dem siebten Studioalbum Angelfish von 1996 wagte sich die Band an amerikanische Themen und verließ ihren markanten Gitarrensound, stattdessen benutzte sie jetzt einen 1950er-Gitarrensound. Mit einem gesteigerten Interesse an unterschiedlichen Formen der amerikanischen Kunst wie Malerei, Literatur oder diversen Filmen und Regisseuren versuchten And Also the Trees diese Einflüsse in ihre Musik einzubauen, um eine britische Sichtweise von Americana zu erschaffen.

Das Album Silver Soul von 1998 folgte dem Weg von Angelfish mit einer heterogeneren Annäherung und mehr Poesieelementen in den Texten im Gegensatz zu den Stücken der vorherigen Alben. Zudem sind Jazzeinflüsse zu vernehmen. In Kritiken wurde das Album bezüglich des Sounds und der Stimme des Sängers mit Chris Isaak und Nick Cave verglichen.
Silver Soul war das erste Album, das die Band auf ihrem eigenen Label veröffentlichte, wie auch die im selben Jahr erschienene EP Nailed und die auf VHS erschienene Compilation Live 89–98.

Nach einer fünfjährigen Pause veröffentlichten And Also the Trees 2003 ihr neuntes Studioalbum, das in der Grafschaft Worcestershire aufgenommen und von Matthew Devenish mitproduziert wurde. Mit Further From The Truth ließ die Band den 1950er-Jahre-Sound der Vorgängeralben hinter sich und versuchte das zu spielen, was sich für sie natürlich anfühlte. Mit einem ausgereiften und wieder ursprünglicherem Sound kehrten And Also the Trees zu ihrem Markenzeichen, der ländlichen Romantik, zurück, durchtränkt mit einer neuerdings angeeigneten Nervosität und einem Realismus, transportiert mithilfe eines viel dunkleren Sounds.

2004 und 2005 spielten And Also the Trees auf ein paar sehr großen Festivals wie dem Paléo Festival Nyon und dem Leipziger Wave-Gotik-Treffen. Ihren 25. Jahrestag feierten sie mit dem Best-Of-Album 1980-2005 und Sonderkonzerten auf einem Pariser Boot und in der Christuskirche (Bochum).

Die DVD Live In Geneva aus dem Jahr 2006 zeigt das Genfer Konzert der Band von ihrer Tour Further From The Truth, die 2003 stattfand. Neben dem Konzert enthält die DVD auch ein Video und einen von Justin Jones produzierten Kurzfilm.

Im selben Jahr veröffentlichte der Sänger Simon Huw Jones ein Album namens November, das er mit Bernard Trontin, dem Schlagzeuger der Schweizer Industrial-Band The Young Gods, aufgenommen hat.

Im Herbst 2007 erschien das Album (listen for) the rag and bone man.

Im Juni 2009 erschien das Akustikalbum When the rains come. Es enthält neben einem neuen Lied Akustikversionen bereits veröffentlichter Stücke.

Die Tour zum Album führte die Band durch kleine ausgewählte Klubs, um den intimen Charakter der Konzerte zu unterstützen. Neben Konzerten in Frankreich, Belgien und der Schweiz gab es auch ein Konzert in der Matrix in Bochum.

Das zwölfte Studioalbum "Hunter Not The Hunted" erschien am 26. März 2012.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1980: Erste Demokassette
  • 1982: From Under The Hill (Demo-Kassette, Auflage 200 Stück)
  • 1983: Shantell (7")
  • 1984: And Also the Trees (LP/CD)
  • 1984: The Secret Sea (7"/12")
  • 1985: A Room Lives In Lucy (12")
  • 1986: Et aussi les arbres (Vinyl)
  • 1986: Virus Meadow (LP/CD)
  • 1986: A Retrospective 1983–1986 (CD)
  • 1987: The Evening Of The 24th (LP/CD)
  • 1987: The Critical Distance (12")
  • 1987: Shaletown (7"/12")
  • 1988: House Of The Heart (7"/12"/CD-Single)
  • 1988: The Millpond Years (LP/CD)
  • 1989: Farewell To The Shade (LP/CD)
  • 1989: Lady D'Arbanville (7"/12"/CD-Single)
  • 1989: Misfortunes (7")
  • 1990: Box mit allen 7"- und 12"-Tonträgern
  • 1991: The Pear Tree (12")
  • 1992: Green Is The Sea (LP/CD)
  • 1993: From Horizon To Horizon (CD)
  • 1993: The Klaxon (LP/CD)
  • 1993: Lyric Book (limitierte Auflage von 300, jeweils 150 rot/grün)
  • 1994: Le Bataclan (CD, limitierte und nummerierte Auflage von 1.000 Stück)
  • 1994: Bielefeld PC 69 1992 (Video (VHS, PAL))
  • 1994: Hamburg Markthalle 1994 (Video (VHS, PAL))
  • 1996: Angelfish (CD)
  • 1998: Silver Soul (CD)
  • 1998: Nailed (CD-Single)
  • 1998: Live 89–98 (Video (VHS, PAL))
  • 2003: Further From The Truth (CD)
  • 2005: 1980-2005 (Best of)(CD)
  • 2006: Live In Geneva (DVD, limitierte und nummerierte Auflage von 1.000 Stück)
  • 2007: (Listen For) The Rag And Bone Man (CD)
  • 2009: When The Rains Come (unplugged)(CD)
  • 2011: Driftwood (unplugged)(CD)
  • 2012: Hunter not the Hunted (CD)

Weblinks[Bearbeiten]