And One

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Band. Zu dem Begriff And One im Basketball siehe And1, zum Lied von Linkin Park siehe And One (Lied)
And One
And One auf dem Blackfield Festival 2013
And One auf dem Blackfield Festival 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) Synthie Pop, EBM
Gründung 1989
Website http://www.andone.de/
Gründungsmitglieder
Gesang, Musik
Steve Naghavi
Keyboard
Chris Ruiz (bis 1992, 2001–2011)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Musik
Steve Naghavi
Keyboard
Rick Schah (1994–2001, seit 2011)
Keyboard, Schlagzeug
Joke Jay (1992–2001, seit 2011)
Keyboard
Nico Wieditz (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder
Keyboard
Alex Two (1992–1993)
Gesang
Annelie Bertilsson (2000)
Keyboard
Chris Ruiz (2001–2011)
Keyboard
Gio van Oli (2002–2011)

And One ist eine deutsche Synthie-Pop-Band, die 1989 in Berlin gegründet wurde.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

And One wurde Ende der 1980er Jahre von Steve Naghavi und Chris Ruiz gegründet. Erstmals aufmerksam wurde man auf And One als „Liveact“ in der DFF-Jugendsendung Elf 99. In der trug man den Song Life isn’t easy in Germany vor. Den Durchbruch in der Synthpop-Szene erreichte And One mit ihrer Debütsingle Metalhammer im Jahr 1990. Im Folgejahr wurde And One als „Best New Artist“ ausgezeichnet. Während jahrelang Steve Naghavi, Joke Jay und Rick Schah die Band bildeten, besteht sie heute – nach mehreren Umbesetzungen – wieder aus dieser Besetzung und wird von Nico Wieditz unterstützt, jedoch gilt Steve Naghavi als Sänger, Songwriter und Produzent der Band. Chriz Ruiz war, nachdem er 1992 And One verließ, von 2001 bis 2011 wieder Mitglied der Band.

Einen künstlerischen Höhepunkt erreichte die Band 1994 mit dem Album I.S.T.. Bis 2006 kamen vier Studioalben in die Top 40 der deutschen Albumcharts eines davon auf Platz 15. Im März 2011 erschien das neueste Album TANZOMAT, in dessen Vorlauf ab September 2010 die komplett ausverkaufte „Tanzomat-Fulltimeshow-Tour“ stattfand.[1][2]

Anfänglich stand And One bei Machinery unter Vertrag. Nachdem diese Verbindung in den Jahren 1996 und 1997 endete, veröffentlichte die Band in der Folgezeit bis zum Jahr 2003 beim Label Virgin (EMI Group) vier weitere Alben.[3] Seit Februar 2006 war And One bei dem Independent-Label Out of Line.

Viele Texte der Band lassen breiten Spielraum zur Interpretation. Im umstrittenen Lied Steine sind Steine ist die Aussage „Deutscher, sei stolz“ enthalten. Ob darin ein Aufruf zum Nationalismus oder nur zum Patriotismus beinhaltet ist oder nicht, wird unterschiedlich beurteilt. In dem Song heißt es unter anderem auch „erst kommt Stolz, dann kommt dein Land“. Der im Iran geborene[4] Sänger der Band hat sich dazu im offiziellen Fan-Forum geäußert, vertritt aber auch die grundsätzliche Haltung, seine Texte nicht selbst zu erklären. Hinter dem Lied stehe die „Wut auf alles, was den Deutschen die Freude am Nationalstolz nehmen will“[5] sowie die Einstellung, dass jeder Mensch stolz auf sich selbst sein solle [6]. Im Juni 2011 verkündeten Chris Ruiz und Gio van Oli per Videobotschaft ihren Ausstieg bei And One und die Gründung ihres neuen Projekts Pakt.[7] Beim folgenden Konzert, als And One als Special Guest von Unheilig spielte, traten als Ersatz die beiden ehemaligen Bandmitglieder Rick Schah und Joke Jay sowie Mister X auf.[8]

Am 8. Juni 2011 gaben And One die Rückkehr von Rick Schah und Joke Jay zur Band bekannt. [9] Bei Konzertauftritten im September 2011 unterstützte Nico Wieditz die Band.[10] In einem Interview mit dem Sonic Seducer zu Beginn des Jahres 2012 bezeichnete Naghavi ihn als mittlerweile "festes Bandmitglied". Im Jahr 2011 fand auch die Sextron-Tour der Band durch Deutschland statt, bei der die Bands DeVision und Camouflage als Vorgruppen fungierten.

Anfang 2012 erschien seitens der inzwischen an die Plattenfirma SPV gebundenen Band die EP "Back Home". Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Album S.T.O.P. in Arbeit,[11][12] das im Mai 2012 erschien.[13]

Am 26. September 2012 kündigte Steve Naghavi auf der offiziellen Webseite von And One eine im Herbst 2013 beginnende Abschiedstournee mit daran anschließender Auflösung von And One an.[14] Im August 2013 wurde die Tour in And One Forever umbenannt und schließlich nach einem Beinbruch Steve Naghavis Ende September 2013 auf das Frühjahr 2014 verschoben.[15]

Am 28. Februar 2014 wurden drei neue Songs vorgestellt, je einer zur Albentrilogie Propeller, Magnet und Achtung 80. Tourdaten für März bis Mai 2014 wurden ebenfalls bekanntgegeben.[16] Letztendlich wurde am 8. August 2014 die Trilogie, mit je 10 Songs, in 4 verschiedenen Formaten veröffentlicht. Dies war auch die erste Produktion von "Deutschmaschine Schallplatten", der neu gegründeten Plattenfirma Steve Naghavi´s. Die Albumtrilogie stellt bis Dato die erfolgreichste Albumchartposition And One´s dar, seit Bandgründung. Für das Jahr 2015 hat And One die "Trilogie Supershow" Tour, für 14 deutsche Städte, angekündigt.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Album DE[17]
1991 Anguish
1992 Flop!
1993 Spot 90
1994 I.S.T.
1997 Nordhausen 59
1997 The Best of And One
1998 9.9.99 9 Uhr 15
2000 Virgin Superstar 33
2003 Aggressor 33
2006 Bodypop 30
2009 Bodypop 1 1/2 89
2009 Live (Doppel-CD) 62
2011 Tanzomat 23
2012 S.T.O.P.[18] 24
2014 Trilogie 1 - Magnet, Propeller & Achtung 80 2

Singles[Bearbeiten]

Jahr Single DE[17] Album
1990 Metalhammer Anguish
1991 Aus der Traum
1991 Techno Man Flop!
1993 Life Isn’t Easy in Germany Spot
1994 Driving with My Darling I.S.T.
1995 Deutschmaschine I.S.T.
1997 Sometimes 96 Nordhausen
1997 Sweety Sweety Nordhausen
1997 Sitata Tirulala Nordhausen
1998 Get You Closer 60 9.9.99 9 Uhr
2000 Wasted 77 Virgin Superstar
2003 Krieger 84 Aggressor
2006 Military Fashion Show 86 Bodypop
2006 So klingt Liebe 34 Bodypop
2006 Traumfrau 86 Bodypop
2011 Zerstörer Tanzomat
2012 Back Home S.T.O.P.
2012 Shouts of Joy 78 S.T.O.P.

Sonderaktionen[Bearbeiten]

Jahr Single Album
2008 Paddy Is My DJ (nur Vinyl, auf 500 Stück limitiert) Bodypop 1 1/2
2011 Zerstörer (nur Vinyl, auf 500 Stück limitiert)

EPs[Bearbeiten]

  • Monotonie (1992)
  • Maschinenstürmer (1998) – Bonus zur limitierten Auflage des Albums "9.9.99 9 Uhr"
  • Frontfeuer (2006) – Bonus zur limitierten Auflage des Albums "Bodypop"
  • Zerstörer (2011)
  • Back Home (2012)
  • Shice Guy (2012)[19]
  • Shouts of Joy (2012)
  • Triebwerk (2012) – Bonus zur limitierten Auflage des Albums "S.T.O.P."

Remixe und andere Veröffentlichungen[Bearbeiten]

DVDs[Bearbeiten]

  • LIVE (Doppel-DVD) (30. Oktober 2009)

Musikvideos[Bearbeiten]

  • Second Voice (1991)
  • Life Isn't Easy in Germany (1993)
  • Driving with My Darling (1994)
  • Sometimes (1997)
  • Get You Closer (1998)
  • Wasted (2000)
  • Krieger (2003)
  • So klingt Liebe (2006)
  • Traumfrau (2006)
  • Military Fashion Show (2007)
  • Sexdrive (2011)
  • Shouts of Joy (2012)
  • Killing the Mercy (2012)
  • Aigua (2012)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Konzertbericht: Aand One Tanzomat-Fulltimeshow in Dresden auf www.opus-ultimum.de
  2. AND ONE – „Tanzomat Fulltimeshow 2“ Tournee auf www.depechemode.de
  3. „Synthiepop - Die gefühlvolle Kälte“, S.108 von Dirk Horst
  4. http://harte-zeit.de/2010/11/10/and-one-steine-sind-steine/
  5. Naghavi im And-One-Forum zu Steine sind Steine
  6. Naghavi in Polen (Castle Party) zu Steine sind Steine
  7. Mindbreed.de: And One Teilauflösung: Chris und Gio verlassen die Band
  8. "Chris Ruiz und Gio van Oli steigen bei And One aus", Sonic Seducer vom 5. Juni 2011
  9. offizielle Meldung zur Rückkehr von Rick Schah & Joke Jay Facebook vom 8. Juni 2011
  10. neuer Live-Keyboarder Nico Wieditz ab September 2011
  11. Heimathafen Schwarz - AND ONE in Sonic Seducer, Ausgabe 02/12; 16f
  12. Review: And One – ‘Back Home’ auf www.klangwelt-info.de vom 13. Januar 2012, abgerufen am 30. Juli 2012
  13. And One – S.T.O.P vom 28. Mai 2012
  14. [1], abgerufen am 26. September 2012
  15. Nach Beinbruch von Steve Naghavi: And One verschieben Teil der kommenden Tour, abgerufen am 3. November 2013
  16. Drei komplette neue Songs: Ausblick auf die Album-Trilogie von And One. In: Sonic Seducer, 1. März 2014
  17. a b Chartdiskografie Deutschland
  18. Rezension zum Album "S.T.O.P." auf medienkonverter.de
  19. Download der EP Shice Guy (Stand 1. April 2011)

Weblinks[Bearbeiten]