Andalusische Kadenz

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Andalusische Kadenz in E-Phrygisch

Andalusische Kadenz, auch Spanische Kadenz, ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine harmonische Fortschreitung, die in der andalusischen Volksmusik und im Flamenco verwendet wird. Als klischeehafte Wendung, insbesondere zur Darstellung eines exotischen bzw. spanischen Kolorits tritt sie auch in der Klassischen Musik und in der Rock- und Popmusik auf.

Darstellung[Bearbeiten]

Stufentheoretisch als phrygischer Halbschluss in Moll[Bearbeiten]

Die Andalusische Kadenz stellt in der Notation der Stufentheorie folgende Fortschreitung in Moll dar:

I – VII – VI – V(3#)

Stufentheoretisch als phrygischer Ganzschluss[Bearbeiten]

IV – III – II – I(3#)

Funktionsharmonisch[Bearbeiten]

Nach der Funktionstheorie kann die Abfolge bei Interpretation als „phrygischer Halbschluss“ (Moll) folgendermaßen dargestellt werden:

Tonika (t) – Dominantparallele (dP) – Subdominantparallele (sP) – Dominante (D).

Als modale Kadenz in der Harmonisierungspraxis des andalusischen Mi-Modus (Phrygisch) ist die Funktionsfolge hingegen als s-tG-D-T zu interpretieren.

Verwendung[Bearbeiten]

Klassische Musik[Bearbeiten]

In etlichen Werken der Klassischen Musik finden sich phrygische Kadenzen über dem Topos des Lamentobasses, dessen Harmonisierung möglicherweise als Modell für die historisch später anzusiedelnde "Andalusische Kadenz" gedient haben, u. a. in:

Die Andalusische Kadenz in der Pop- und Rockmusik[Bearbeiten]