Andamaner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Groß-Andamanerfrauen

Die Andamaner sind die in mehrere Ethnien geteilte Urbevölkerung der Andamanen, die sprachlich, kulturell und auch physisch miteinander verwandt sind.

Gruppen[Bearbeiten]

Diese Völker werden von einigen Wissenschaftlern in die größere, jedoch umstrittene Gruppe der „Negritos“ gestellt. Die vier noch existierenden Ethnien sind die Groß-Andamaner, die Jarawa, die Onge sowie die völlig isoliert auf North Sentinel Island lebenden Sentinelesen. Indien verpflichtete sich, diese Menschen zu schützen, und Fremden ist laut einem Gesetz die Kontaktaufnahme verboten.[1] Alle Gruppen leben äußerst zurückgezogen. Gezählt wurden laut der Gesellschaft für bedrohte Völker im Jahr 2006:

  • 51 Groß-Andamaner,
  • 322 Jarawa,
  • 99 Onge und
  • 100 Sentinelesen.

1974 schrieb der Völkerkundler Heinrich Harrer nach einem Besuch der Inseln unter anderem[2]

  • die Sentinelesen haben, auf ihrem Eiland isoliert, ihre Ursprünglichkeit bewahren können....Niemand kennt ihre Lebensgewohnheiten oder gar ihre Sprache.
  • Die Jarawa führen...ein halbnomadisches Leben in den Wäldern der Westküste von Mittel- und Süd-Andaman.
  • Die Onge ... arbeiten...in Kokos-Plantagen.....den Männern schwatzten die Inder Penis-Stoffhüllen (und damit ein Hygiene-Problem) und als weitere Fortschritts-Utensilien Plastikeimer und Regenschirme auf.
  • Die Groß-Andamaner..., 4000 vor einem Jahrhundert, sind nur mehr ein Grüppchen von 23 lethargischen Menschen, unfähig geworden, Kinder zu zeugen, und von den Indern notdürftig in einem Reservat versorgt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.gfbv.de/report.php?id=17&stayInsideTree=1&backlink=volk.php?id=376&PHPSESSID=8b79b99521eeddb598f23bb90aee8fdc
  2. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40859392.html