Andensittich

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Andensittich
Andensittich (Bolborhynchus orbygnesius)(Illustration von J. G. Keulemanns)

Andensittich (Bolborhynchus orbygnesius)
(Illustration von J. G. Keulemanns)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Neuweltpapageien (Arini)
Gattung: Dickschnabelsittiche (Bolborhynchus)
Art: Andensittich
Wissenschaftlicher Name
Bolborhynchus orbygnesius
Souance, 1856

Der Andensittich (Bolborhynchus orbygnesius) ist eine Vogelart der Neuweltpapageien. Er kommt ausschließlich in Südamerika vor. Andensittiche spielen in der Ziervogelhaltung anders als viele der südamerikanischen Sittiche keine Rolle. Sie wurden erstmals in den 1970er Jahren nach Europa importiert.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Der Andensittich erreicht eine Körperlänge von 17 Zentimetern.[1] Das Gefieder ist mattgrün. Dabei zeigen bei Männchen die Stirn, Zügel und Kinn einen leicht gelblichen Anflug. Bei den Weibchen fehlt dieser. Das Rückengefieder und die Oberschwanzdecken sind dunkelgrün. Die Außenfahnen der Handschwingen sind bläulich überhaucht.

Der Schnabel ist grünlich-grau. Die Augenringe sind unbefiedert und von grauer Farbe.

Verbreitungsgebiet und Verhalten[Bearbeiten]

Der Andensittich ist wie der nah verwandte Rotstirnsittich eine Papageienart der Anden. Er kommt in den Hochregionen von Peru und dem Norden Boliviens vor. In Bolivien werden die meisten Exemplare in Höhenlagen von 3.500 Metern NN beobachtet. Aus Peru sind Andensittiche bekannt, die noch in Höhenlagen von 6.500 Metern vorkommen.[2] Andensittiche leben paarweise oder in kleinen Schwärmen. Sie fressen Sämereien und Beeren.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arndt, S. 87
  2. Arndt, S. 88

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Arndt: Südamerikanische Sittiche – Enzyklopädie der Papageien und Sittiche. Band 5, Horst Müller-Verlag, Walsrode 1986, ISBN 3-923269-09-9.

Weblink[Bearbeiten]

  • Bolborhynchus orbygnesius in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 26. September 2013