Andlau

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Andlau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Andlau
Wappen von Andlau
Andlau (Frankreich)
Andlau
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Sélestat-Erstein
Kanton Barr
Gemeindeverband Piémont de Barr.
Koordinaten 48° 23′ N, 7° 25′ O48.3863888888897.4177777777778224Koordinaten: 48° 23′ N, 7° 25′ O
Höhe 205–795 m
Fläche 23,69 km²
Einwohner 1.821 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 77 Einw./km²
Postleitzahl 67140
INSEE-Code
Website http://www.andlau.fr/

Blick auf Andlau und in die Rheinebene

Andlau ist eine französische Gemeinde mit 1821 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein, zum Kanton Barr und zum Gemeindeverband Piémont de Barr (CCPB).

Geografie[Bearbeiten]

Andlau liegt am Fuß der Vogesen, am westlichen Rand der Oberrheinebene, etwa 14 Kilometer nördlich von Sélestat und 28 Kilometer südwestlich von Straßburg. Das zu neun Zehnteln bewaldete Gemeindegebiet reicht weit nach Westen in die Vogesen hinein. Durch den Ort fließt die Andlau, ein Nebenfluss der Ill.

Nachbargemeinden von Andlau sind Barr und Mittelbergheim im Nordosten, Eichhoffen im Osten, Bernardvillé im Süden, Reichsfeld und Albé im Südwesten sowie Le Hohwald im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Abtei Andlau wurde 880 von der Kaiserin Richardis gegründet. Der Legende zufolge, wurde ihr der geeignete Platz dafür von einer wilden Bärin gezeigt. Das Benediktinerinnenstift wurde im 14. Jahrhundert ein adliges Damenstift und 1791, während der Französischen Revolution, aufgehoben. Um das Kloster herum entwickelte sich der Ort. Für die weitere Ortsgeschichte war das Adelsgeschlecht Andlau von Bedeutung. Deren Wappen wurde in umgekehrter Farbstellung zum Gemeindewappen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 1529 1584 1919 1744 1632 1654 1838

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die ehemalige Abteikirche Sankt Peter und Paul des von der heiligen Richardis gegründeten Klosters aus dem 11./12. Jahrhundert wurde Ende des 17. Jahrhunderts umgestaltet. Die romanische Krypta wurde um 1080 errichtet, Westfassade und Vorhalle 1130 bis 1140.
  • Auf der Gemarkung der Gemeinde befinden sich die Ruinen der Burgen Hohandlau (Château du Haut-Andlau) und Spesburg, die beide im 13. Jahrhundert erbaut wurden.

Ansichten der Kirche[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Ort lebt überwiegend vom Weinanbau und Weinhandel (siehe auch Weinbaugebiet Elsass). Er liegt an der Elsässer Weinstraße. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich die drei Alsace Grand Cru-Lagen Kastelberg, Moenchberg und Wiebelsberg.

Partnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1961 ist Andlau mit der deutschen Gemeinde Sexau im südbadischen Landkreis Emmendingen partnerschaftlich verbunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andlau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien