Andorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Andorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Andorf
Wappen von Andorf
Andorf (Österreich)
Andorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 37,67 km²
Koordinaten: 48° 22′ N, 13° 35′ O48.37138888888913.5775346Koordinaten: 48° 22′ 17″ N, 13° 34′ 39″ O
Höhe: 346 m ü. A.
Einwohner: 5.123 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 136 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4770
Vorwahl: 07766
Gemeindekennziffer: 4 14 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 32
4770 Andorf
Website: www.andorf.at
Politik
Bürgermeister: Peter Pichler (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(31 Mitglieder)
13 SPÖ, 13 ÖVP, 4 FPÖ, 1 Grüne
Lage der Marktgemeinde Andorf im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell an der Donau Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Andorf im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Andorf ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 5123 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten]

Andorf liegt auf 346 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,7 km, von West nach Ost 7,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 37,6 km². 12,8 % der Fläche sind bewaldet, 75 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Andorf teilt sich in sieben Katastralgemeinden:[1]

Andorf ist in 56 Ortschaften gegliedert. Diese heißen:[1]

  • Andorf,
  • An der Fernstraße,
  • Autzing,
  • Bach,
  • Basling,
  • Breitenberg,
  • Bruck,
  • Burgerding,
  • Eberleinsedt,
  • Edt bei Heitzing,
  • Edt beim Pfarrhof,
  • Erlau,
  • Gerolding,
  • Getzing,
  • Großpichl,
  • Großschörgern,
  • Haula,
  • Hebertspram,
  • Heitzing,
  • Heitzingerau,
  • Hier,
  • Hof,
  • Hörzberg,
  • Hötzlarn,
  • Hötzenedt,
  • Humerleiten,
  • Hutstock,
  • Kleinpichl,
  • Kleinschörgern,
  • Kreilern,
  • Kurzenkirchen,
  • Laab,
  • Lauterbrunn,
  • Lichtegg,
  • Linden,
  • Lohstampf,
  • Matzing,
  • Mayrhof,
  • Niederhartwagen,
  • Niederleiten,
  • Oberndorf,
  • Pimpfing,
  • Pram,
  • Pranzen,
  • Rablern,
  • Radlern,
  • Seifriedsedt,
  • Sonnleiten,
  • Schärdingerau,
  • Schießedt,
  • Schulleredt,
  • Teuflau,
  • Untergriesbach,
  • Winertsham,
  • Winertshamerau,
  • Winteraigen.

Die Ortschaft An der Fernstraße hat keine Einwohner. Sie liegt direkt an der Innviertler Straße (B 137) und besteht im Wesentlichen aus einem Betriebsgebiet.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Andorf wurde 1122 erstmals urkundlich erwähnt.[3] Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Als die Gegend im Spanischen Erbfolgekrieg durch die Habsburger besetzt wurde, gehörte Andorf zur nur 1711 bis 1714 bestehenden Grafschaft Ried des Fürsten Trautson. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns.

In der Ortschaft Großschörgern der Gemeinde Andorf befindet sich das Schloss Schörgern. Das ehemalige Schloss Haitzing lag in dem jetzigen Ortsteil Heitzing der Gemeinde Andorf. Der Burgstall Andorf liegt im Burgstallholz von Andorf.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Andorf wurde am 12. März 1951 zum Markt erhoben. Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Raab, nach dessen Auflösung wurde sie dem Gerichtsbezirk Schärding zugewiesen.

Wappen[Bearbeiten]

AUT Andorf COA.jpg

Das Wappen wurde Andorf anlässlich der Markterhebung am 12. März 1951 verliehen.[1]

Blasonierung: „Ein halb geteilter gespaltener Schild. Das obere linke Feld zeigt in Gold einen wachsenden, roten, silbern gewappneten Wolf; das untere linke grüne Feld wird schrägrechts von einem gewellten silbernen Fluss durchzogen. die rechte Schildhälfte ist dreimal von Silber und Rot durchzogen.“

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 4472 Einwohner, 2001 dann 4856 Einwohner, im Mai 2007 überschritt die Gemeinde die 5000-Einwohner-Grenze.

Politik[Bearbeiten]

  • Bürgermeister ist Peter Pichler von der SPÖ. Er ist der erste Bürgermeister, den die SPÖ in Andorf stellen konnte. Vor seiner Amtszeit als Bürgermeister war er Lehrer für Deutsch, Geschichte und Werkerziehung an der (Musik-)Hauptschule des Marktes.
  • Bei den Gemeinderatswahlen vom 27. September 2009 erreichten die SPÖ 40,91 % (13 Mandate), die ÖVP 40,82 % (13 Mandate), die FPÖ 14,48 % (4 Mandate) und die erstmals antretenden Grünen 3,78 % (1 Mandat). Bürgermeister Pichler wurde mit 61,17 % für eine weitere Periode im Amt bestätigt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Andorf liegt an der B 137 Innviertler Straße sowie der Passauer Bahn. Dadurch ist die Gemeinde sowohl an den Großraum Linz und Ostösterreich als auch an Deutschland gut angebunden. Weiters verfügt die Marktgemeinde Andorf über eine sehr gute Infrastruktur und bietet auch als Betriebsstandort viele Vorzüge. Der Wirtschaftsstandort Andorf mit seinen rd. 1.300 Arbeitsplätzen hat in den letzten Jahren eine sehr respektable Entwicklung genommen und zeichnet sich heute durch Wachstum und Dynamik aus. Betriebe investieren und expandieren, sie treffen hier auf ein hervorragend qualifiziertes Mitarbeiterpotential. 2014 wurde Andorf in das nationale EU-Regionalfördergebiet aufgenommen.

Die größten Firmen in Andorf sind

  • Josko Fenster & Türen GmbH
  • Betonwerk Pimiskern
  • M4-Holzbau
  • Krupa Dach

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche hl. Stephan
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Andorf
  • Innviertler Freilichtmuseum Brunnbauerhof: Der Denkmalhof Brunnbauer vermittelt einen Eindruck vom bäuerlichen Leben um die Jahrhundertwende.
  • Die Pfarrkirche Hl. Stephanus verfügt über einen 12 m hohen Altar aus der Werkstatt des berühmten Innviertler Bildhauers Thomas Schwanthaler.
  • In der frühbarocken Filialkirche St. Sebastian am Ried (Riedkirche) befindet sich eine Schutzmantelmadonna aus dem Jahr 1670, die ebenfalls der Bildhauer Thomas Schwanthaler schuf.[4]

Bildung[Bearbeiten]

  • Pfarrcaritas-Kindergarten
  • Krabbelstube
  • Volksschule
  • Neue Mittelschule mit Ausbildungsschwerpunkt Musik
  • Landwirtschaftliche Berufs- u. Fachschule
  • Altenbetreuungsschule
  • HTBLA Andorf
  • Landesmusikschule

Sport- und Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten]

  • Fußballverein (FCA) mit Trainingsplätzen und Funcourt
  • Turnverein (ATV Andorf)
  • Tennisverein
  • Badminton
  • Alpenverein
  • 4 Andorfer Feuerwehren
  • Asphaltstockhalle
  • Beachvolleyballplatz
  • Freibad Andorf mit einer Wasserfläche von 1200 m²

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Fußballverein FC Andorf[Bearbeiten]

Der FC Andorf wurde 1946 gegründet und im Juli desselben Jahres in den Oberösterreichischer Fußballverband aufgenommen. Als größter Erfolg in der Vereinsgeschichte gilt der Sieg im ÖFB-Cup gegen den Erstdivisionär Grazer AK 1987. In der Saison 2012/13 konnte der Aufstieg in der Relegation gegen die Union Katsdorf fixiert werden, die Reservemannschaft errang den Meistertitel und die U17 konnte in der Oberliga den Titel gewinnen. In Saison 2013/14 spielt der FC somit wieder in der Landesliga West, der fünfthöchsten Spielklasse in Österreich. Ein bekannter Spieler ist Mario Illibauer, der 2006, nach einem Jahr in Andorf, für 3 Saisonen zur SV Ried wechselte und 2010 nach einer halben Spielzeit beim FC Pasching wieder zu Andorf zurückkehrte. Außerdem entstammt Anel Hadžić dem Nachwuchs des FC Andorf.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Marktgemeinde Andorf: Zahlen und Fakten (abgerufen am 3. September 2013)
  2. Statistik Austria (PDF-Datei; 16 kB)
  3. Der Bezirk Schärding, September 2010
  4. Die Riedkirche, August 2010