André Greipel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
André Greipel Straßenradsport
André Greipel bei der Fahrerpräsentation der Tour Down Under 2009.
André Greipel bei der Fahrerpräsentation der Tour Down Under 2009.
zur Person
Spitzname Gorilla
Geburtsdatum 16. Juli 1982
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Fahrertyp Sprinter
zum Team
Aktuelles Team Lotto Belisol
Disziplin Straße
Funktion Fahrer
Verein(e)
bis 2001
2001
PSV Rostock
Jan Ullrich Nachwuchsteam
Team(s)
2002–2004
2005
2006–2010
2011
2012–
TEAG Team Köstritzer
Wiesenhof
Team T-Mobile/Columbia-HTC
Omega Pharma-Lotto
Lotto Belisol
Wichtigste Erfolge
Infobox zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2014

André Greipel (* 16. Juli 1982 in Rostock) ist ein deutscher Radrennfahrer. Er ist seit 2005 Profi und gehört zu den derzeit weltbesten Sprintern.

Radsport-Karriere[Bearbeiten]

André Greipel, 2006

Im TEAG Team Köstritzer gehörte André Greipel zu den erfolgreichsten Rennfahrern. Nach zwei Deutschen Meistertiteln im Juniorenbereich, präsentierte er sich besonders bei Rundfahrten. Bei der Thüringen-Rundfahrt der U23 war er 2002 Sieger der Sprintwertung, ebenso beim GP Tell.

2003 siegte Greipel beim U23-Rennen Rund um Köln, war Etappensieger bei der Thüringen-Rundfahrt und der Tour de Berlin und gewann das U23-Weltcuprennen in Waregem. 2004 erzielte der Rostocker vier Etappensiege bei internationalen Rundfahrten. 2005 feierte er einen Etappensieg bei der Dänemark-Rundfahrt.

Er wechselte 2006 zum T-Mobile-Team, mit dem er zwei Etappenerfolge bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt erzielte.

Seinen bis dahin größten internationalen Erfolg feierte er bei der Vuelta a España 2006, bei der er sich im Sprint der 6. Etappe nur dem Norweger Thor Hushovd geschlagen geben musste. Bei der Tour Down Under 2008 gewann er vier Etappen und das Auftaktkriterium der Rundfahrt. Damit sicherte er sich den Sieg in der Gesamtwertung. Nachfolgend war er als erster Deutscher Spitzenreiter der Einzelwertung der UCI ProTour. Das Führungstrikot konnte er bis zum Amstel Gold Race im April verteidigen. Im Endklassement belegte er knapp hinter Roman Kreuziger den fünften Platz.

Der Sprinter gewann am 1. September 2009 die 4. Etappe der Vuelta a España , nachdem bei einem Massensturz alle Fahrer bis auf die sieben Ersten aufgehalten wurden. Nach dem Ruhetag gewann Greipel auch die 5. Etappe der Vuelta am 3. September 2009, als er sich im Massensprint durchsetzte. Durch den Etappensieg sicherte sich Greipel außerdem das Goldtrikot des Gesamtführenden. Am 15. September gewann er ebenfalls die 16. Etappe der Vuelta und siegte bei der Punktewertung. Im Jahr 2010 konnte Greipel sowohl die Gesamtwertung der Tour Down Under als auch drei Etappen gewinnen. Im Februar feierte er Etappensiege bei kleineren Rennen. Im April holte er sich fünf Etappenerfolge und das Sprinttrikot der Türkei-Rundfahrt. Im Mai gewann er die 18. Etappe des Giro d'Italia im Sprint. Im August desselben Jahres war er bei jeweils zwei Etappen der Tour de Pologne und der Eneco-Tour siegreich. In der Saison 2010 brachte er es auf insgesamt 21 Saisonsiege.

Da im Team HTC-Columbia starke Konkurrenz durch Mark Cavendish vorherrschte und André Greipel nicht zu Mailand-San Remo sowie zur Tour de France 2010 nominiert wurde, wechselte André Greipel für die Saison 2011 zum Omega Pharma-Lotto Team, wo er die Spitze der Sprinter bildete. Im Jahr 2011 nahm Greipel deshalb erstmals an der Tour de France teil. Am 12. Juli 2011 gewann er die 10. Etappe vor Mark Cavendish, den er im Zielsprint schlug. Damit gehört er zum Kreis der Radrennfahrer, die bei allen drei großen Rundfahrten (Giro, Tour und Vuelta) Etappensiege herausfahren konnten. Im Straßenrennen der Straßen-Weltmeisterschaft 2011 errang Greipel am 25. September in einer Sprintentscheidung die Bronzemedaille.

Bei der Tour de France 2012 gewann Greipel drei Etappen. 2013 konnte er eine Etappe für sich entscheiden. Außerdem wurde er zum ersten Mal Deutscher Straßenmeister und gewann das Eintagesrennen Brussels Cycling Classic. 2014 konnte er seinen deutschen Meister-Titel erfolgreich verteidigen.

André Greipel, Vattenfall Cyclassics 2010

Privates[Bearbeiten]

André Greipel ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er hat erfolgreich die Ausbildung zum Bürokaufmann abgeschlossen.[1] Im Oktober 2011 wurde er in seinem ehemaligen Wohnort Hürth bei Köln als „Sportler des Jahres“ geehrt.[2] Greipel lebt im schweizerischen Alterswilen.

Erfolge[Bearbeiten]

2000
  • Deutscher Meister Deutscher Meister – Berg (Junioren)
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014

Grand-Tour-Platzierungen[Bearbeiten]

Grand Tour 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Pink jersey Giro - - 133 - DNF - - - -
Yellow jersey Tour - - - - - 156 123 129 149
red jersey Vuelta DNF 125 - 107 - - - -

Legende:

  • DNF: did not finish, Fahrer hat eine Etappe nicht beendet

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: André Greipel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. André Greipel im Porträt: Bodenständig, bescheiden und rasend schnell.
  2. rc-schmitter.de