André Kaczmarczyk

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André Kaczmarczyk (* 1986 in Suhl[1]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Kaczmarczyk spielte schon als Jugendlicher Theater und war in verschiedenen Jugendtheaterprojekten aktiv. Er war Mitglied im Jugendclub am „freien eisenacher burgtheater“ und im Jugendclub des Landestheaters Eisenach.[2] 2003 wurde ihm der Jugendkulturpreis der Stadt Eisenach verliehen.[2] Er begann seine professionelle Theaterkarriere 2004 am Landestheater Eisenach und wechselte 2005 an das Hans Otto Theater Potsdam, wo er bis 2007 zum Ensemble gehörte. Am Hans Otto Theater übernahm er 2006 die Rolle des jungen Soldaten in der Uraufführung von David Salz, einer szenischen Collage nach einer Idee von Lea Rosh über den Auschwitz-Überlebenden David Salz; Regie führte Uwe Eric Laufenberg.[3] Im September 2006 spielte er am Hans Otto Theater außerdem die Rolle des André, den neuen Lebensgefährten der weiblichen Hauptfigur, in deutschen Erstaufführung des Theaterstücks Sicherheitsabstand des Franco-Kanadiers Frédéric Blanchette.[4]

Kaczmarczyk studierte anschließend von 2006 bis 2009 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Während seiner Ausbildung trat er zwischen und 2007 und 2010 regelmäßig am bat-Studiotheater der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch auf, unter anderem als Schriftsteller in Die Jagdgesellschaft und als Lenz in einer Bühnenfassung der Erzählung Lenz von Georg Büchner. Ab 2007 arbeitete er als freier Schauspieler. Am Maxim-Gorki-Theater in Berlin spielte er 2008 den Rosencrantz in Hamlet (Regie: Tilmann Köhler).[5][6] 2010 hatte er ein Engagement am Volkstheater Rostock. Er spielte 2010 außerdem in Orfeo – Love will tear us apart, einer Produktion der Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover, und in einer Bühnenfassung des Romans Berlin Alexanderplatz an der Berliner Schaubühne unter der Regie von Volker Lösch.

Seit 2011 ist er am Staatsschauspiel Dresden tätig; ab der Spielzeit 2013/2014 ist er dort auch festes Ensemblemitglied.[7] Am Staatsschauspiel Dresden trat er unter anderem als Jessica in Shakespeares Tragikomödie Der Kaufmann von Venedig (Premiere: September 2011; Regie: Tilmann Köhler; in einer reinen Männerbesetzung), als Speklunken-Jenny in Brecht/Weills Die Dreigroschenoper, als Goylbastard Nerron in der Uraufführung des Kinder- und Familientheaterstücks Reckless II – Lebendige Schatten von Cornelia Funke (Uraufführung: Oktober 2012) und als Kevin „Princess“ Marley in der Uraufführung des Theaterstücks Fast ganz nah (euer Krieg ist unser Krieg) von Pamela Carter (ein Werkauftrag der Bundeszentrale für politische Bildung; Uraufführung: April 2013) auf.

Kaczmarczyk wirkte auch in Film- und Fernsehproduktionen, sowie in einigen Kurzfilmen mit. 2011 hatte er eine kleine Rolle (als Titania) in dem Historien-Thriller Anonymus von Roland Emmerich. 2012 war er in zwei Märchenfilmen zu sehen: als junger König Jakob in Allerleirauh (ARD; Dezember 2012) und als Prinz Markus in Die Sechs Schwäne (ZDF, Dezember 2012)

2012 hatte er außerdem eine Episodenrolle in der ARD-Krimiserie Heiter bis tödlich: Akte Ex.[8]

André Kaczmarczyk wirkte als Hörspielsprecher auch in verschiedenen Hörspielproduktionen des Rundfunk Berlin Brandenburg, von Deutschlandradio Kultur und BBC Radio mit.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2003: Jugendkulturpreis der Stadt Eisenach

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. André Kaczmarczyk Vgl. Vita auf staatsschauspiel-dresden.de
  2. a b André Kaczmarczyk Vita (Offizielle Internetpräsenz Maxim-Gorki-Theater)
  3. Hört das nie auf? in: Berliner Zeitung vom 28. April 2006 (Produktionsdetails und Besetzung)
  4. Gefühle auf dem Seziertisch Aufführungskritik in: Potsdamer Neueste Nachrichten vom 25. September 2006
  5. "Welch edler Geist ist hier zerstört!"-im Untergang der Zeiten Aufführungskritik; Theaterkritiken Berlin; abgerufen am 21. Mai 2013
  6. Hamlet Besetzungsliste
  7. André Kaczmarczyk beim Staatsschauspiel Dresden
  8. Heiter bis tödlich - Akte Ex Folge: (5) Schweinskram (Besetzung und Inhalt)