Andrea Maria Schenkel

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Andrea Maria Schenkel Frankfurter Buchmesse 2013
Andrea Maria Schenkel (2008)

Andrea Maria Schenkel (* 21. März 1962 in Regensburg) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Werke[Bearbeiten]

Andrea Maria Schenkel veröffentlichte im Jahr 2006 ihr Romandebüt Tannöd, der auf einem ungeklärten Mordfall im bayerischen Hinterkaifeck basiert. Für diesen Roman erhielt sie 2007 den Deutschen Krimi Preis, den Friedrich Glauser-Preis, kam auf Platz 3 des besten Krimi des Jahres in der KrimiWelt-Bestenliste und wurde 2008 mit dem Schwedischen Krimipreis – The Martin Beck Award geehrt. Tannöd verkaufte sich bislang mehr als 1.000.000 Mal (Stand: November 2009).[1] Die Erstauflage des Buches, das beim Verlag Edition Nautilus erschien, betrug lediglich 1000 Exemplare.[2] Für das Hörbuch zum Roman erhielt sie 2007 zusammen mit Monica Bleibtreu den CORINE-Weltbild-Leserpreis.

Im Jahr 2007 produzierte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ein 70 minütiges Hörspiel des Romans Tannöd (Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer).

In ihrem zweiten Roman Kalteis, der auf dem Fall des Johann Eichhorn basiert, geht es um einen Frauenmörder. Für diesen Roman wurde sie 2008 ebenfalls mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet und erreichte Platz 10 in der Jahresbestenliste 2007 der KrimiWelt-Bestenliste.

Im Februar 2009 erschien ihr dritter Roman Bunker, die Geschichte einer Frau, die von einem unbekannten Täter tagelang gefangen gehalten wird. Im Gegensatz zu Tannöd und Kalteis ist diese Geschichte fiktiv.[3]

Schenkels vierter Roman Finsterau erschien nach dem Verlagswechsel von der Edition Nautilus zu Hoffmann und Campe im März 2012.[4] Thematisiert wird ein historischer Mordfall aus der Nachkriegszeit, den Schenkel in ein Dorf im Bayerischen Wald verlegt, der sich tatsächlich aber nicht in Finsterau ereignet hat.[5][6]

Persönliches[Bearbeiten]

Schenkel lebt im Jahr 2012 teilweise in ihrem früheren Wohnort bei Regensburg und teilweise in Westchester, einem Vorort von New York, bei ihrem Lebenspartner. Von ihrem ersten Mann, mit dem sie drei Kinder hat, ist sie geschieden.[2]

Plagiatsvorwürfe[Bearbeiten]

Plagiatsvorwürfe des Journalisten Peter Leuschner, ihr Roman Tannöd sei ein Plagiat seiner Bücher Hinterkaifeck. Deutschlands geheimnisvollster Mordfall (1978) und Der Mordfall Hinterkaifeck (1997), wurden 2009 in letzter Instanz durch das Oberlandesgericht München zurückgewiesen.[7] Der Streit drehte sich um die Rechte eines Sachbuchautors an einem realen Stoff, der aus einer Vielzahl von Quellen belegt ist. Schwerpunkt bildete die Frage, ob die Dramatisierung des Stoffs und Ergänzung mit fiktiven Passagen ein selbständiges literarisches Werk erschafft, auch wenn Passagen aus der Darstellung im Sachbuch annähernd wortgleich übernommen wurden.

Bibliographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andrea Maria Schenkel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ZDF-Morgenmagazin vom 17. November 2009
  2. a b Malte Conradi und Hannah Wilhelm: Ich habe mich einfach verloren : Die Bestsellerautorin Andrea Maria Schenkel über den unerwarteten Erfolg, die Lust am Schreiben und warum beides ihre Ehe unmöglich gemacht hat (Interview mit Schenkel), in: Süddeutsche Zeitung 25. Mai 2012, Seite 26
  3. Petra Pluwatsch: Warum wird einer zum Mörder?. In: Kölner Stadt-Anzeiger/Rhein-Sieg-Anzeiger (Köln, Nr. 49, 27. Februar 2009)
  4. Hinweis zum Verlagswechsel von A. M. Schenkel zu Hoffmann & Campe
  5. Andrea Maria Schenkel im Interview über ihren neuen Roman „Finsterau“ Passauer Neue Presse vom 5. März 2012
  6. Rheinische Post (Lothar Schröder): Dürftiger Schenkel-Krimi
  7. OLG München weist Berufungsklage gegen »Tannöd« zurück