Andreas Breitner

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Andreas Breitner im August 2010

Andreas Breitner (* 24. Februar 1967 in Kiel) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD). Er war von 2012 bis 2014 Innenminister im Kabinett Albig des Landes Schleswig-Holstein, stellvertretender Landesvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein und dort Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK).

Von 2003 bis 2012 war er Bürgermeister von Rendsburg. Für die schleswig-holsteinische SPD war Breitner Mitglied der zwölften Bundesversammlung zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2004. Auch bei der Wahl des Bundespräsidenten 2009 und 2010 war Breitner Mitglied der Bundesversammlung.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Breitner studierte von 1987 bis 1990 an der Verwaltungsfachhochschule Altenholz (Fachbereich Polizei) und schloss das Studium als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab. Für zehn Jahre war er in verschiedenen Polizeidienststellen tätig, zuletzt als Leiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Kiel. Von 2000 bis 2003 arbeitete Breitner als persönlicher Referent des schleswig-holsteinischen Innenministers Klaus Buß. Im Oktober 2002 wurde er von den Bürgern der Stadt Rendsburg in direkter Wahl zum Bürgermeister gewählt und trat das Amt am 1. April 2003 an. Bei der Bürgermeisterwahl am 12. September 2010 wurde er für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt.[1]

Politisches Engagement[Bearbeiten]

Breitner trat 1985 in die SPD ein. Ein Jahr später übernahm er kommunalpolitische Ämter in Schwedeneck und Dänischenhagen. Bis 2003 war er hier unter anderem als Gemeindevertreter, stellvertretender Bürgermeister und Amtsauschussmitglied tätig. Nach seiner Wahl zum Bürgermeister wurde Breitner 2003 Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Rendsburg GmbH. Seit 2004 ist er Mitglied der Projektgruppe „Lebensqualität in Städten und Gemeinden“ des SPD-Parteivorstandes in Berlin und wurde ein Jahr später Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen Gesellschaft für Kommunalpolitik. Im Jahr 2006 übernahm er den Vorsitz des Vereins zur politischen Nachwuchsbildung und der Technologie-Region K.E.R.N.. Stellvertretender Landesvorsitzender der schleswig-holsteinischen SPD ist Breitner seit 2007. Nach der Wahl Torsten Albigs am 12. Juni 2012 zum Ministerpräsidenten wurde Breitner Minister für Inneres in Albigs Kabinett.[2] Am 25. September 2014 trat Breitner als Minister zurück und erklärte, auch sein Amt als stellvertretender Landesvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein abgeben zu wollen. Breitner begründete den Rücktritt mit familiären Gründen. Allerdings wurde er bereits einen Tag vor seinem Rücktritt zum Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen bestellt. Den Posten wird er aber erst zum 1. Mai 2015 übernehmen. Seine eigene SPD-Fraktion und Ministerpräsident Albig kritisierten dieses Vorgehen.[3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Breitner bleibt Bürgermeister. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. 14. September 2010. Abgerufen am 27. September 2014.
  2. Neuer Ministerpräsident und Kabinett in S.-H.. In: behoerden-spiegel.de. 13. Juni 2012. Abgerufen am 27. September 2014.
  3. Peter Höver: Innenminister Andreas Breitner tritt zurück. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. 25. September 2014. Abgerufen am 27. September 2014.