Andreas Gabalier
Andreas Gabalier (* 21. November 1984 in Graz[1]) ist ein österreichischer Sänger aus dem Genre der Volkstümlichen Musik.
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Familie [Bearbeiten]
Andreas Gabalier ist das zweitälteste der vier Kinder von Wilhelm und Huberta Gabalier. Er hat einen älteren Bruder, der als Turniertänzer aktiv ist, eine inzwischen verstorbene jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder. In jungen Jahren musste Gabalier den Tod seines Vaters und seiner Schwester verkraften, die beide innerhalb von zwei Jahren aus bis heute nicht bekannten Gründen Suizid verübten. Das Lied Amoi seg’ ma uns wieder (Einmal sehen wir uns wieder) ist beiden gewidmet. Sein Familienname Gabalier stammt aus dem Französischen.[2]
Karriere [Bearbeiten]
Gabalier kommt aus der Steiermark und studierte vorübergehend in Graz Rechtswissenschaften. Seine Karriere als Volksmusikant begann 2009. Nach einem Auftritt beim Musikantenstadl nahm er am nationalen Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik teil und belegte auf Anhieb den zweiten Platz.
Im Frühjahr 2009 erschien sein Debütalbum Da komm’ ich her. Es stieg bis auf Platz 4 der österreichischen Charts und erhielt nach knapp einem Monat Gold für 10.000 verkaufte Einheiten.[3] Das Album war auch für einen Amadeus als Album des Jahres nominiert.
In Deutschland erlangte Gabalier vor allem Bekanntheit durch seinen Auftritt bei Carmen Nebel im April 2011. Nach der Show wurde sein Titel I sing a Liad für di so häufig als Digitaltrack gekauft, dass er in den Media-Control-Charts Platz 65 erreichte, obwohl der Titel in Deutschland nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen war.[4] Durch die wachsende Popularität, die zu zahlreichen inoffiziellen Remixen führte, entschloss sich Universal den Titel auch für Deutschland zu lizenzieren.[5] Die CD-Single erschien am 29. Juli 2011 und erreichte erneut die deutschen Charts, aber erst nach der Veröffentlichung einer Coverversion durch DJ Ötzi und einem erneuten Fernsehauftritt beim Herbstfest der Volksmusik am 16. Oktober 2011 konnte sich die Single als Verkaufshit etablieren und erreichte mit Platz 30 erstmals die obere Hälfte der deutschen Charts.
64 Wochen nach Charteintritt erreichte das Album Herzwerk am 2. September 2011 Platz 1 der österreichischen Charts. Mit 74 Wochen ist es das Album, das am zweitlängsten in den Top 10 der österreichischen Album-Charts verbrachte. Nur Michael Jacksons Thriller verweilte dort drei Wochen länger.[6] Bereits elf Wochen nach Veröffentlichung des Nachfolgealbums konnte es sich höher platzieren als Volks-Rock’n’Roller.[7]
In den österreichischen Jahres-Albumcharts des Jahres 2011 erreichten Gabaliers drei Alben Herzwerk, Volks-Rock’n’Roller und Da komm’ ich her Platz 1, 3 und 4 und wurden somit nur durch Adeles 21 blockiert, die komplette Top 3 zu dominieren.[8]
Bisher erhielt Andreas Gabalier einmal Gold und 16 mal Platin (sechs mal davon für Herzwerk)[9] und verkaufte 700.000 Tonträger.[10]
Am 22. März 2012 gewann er einen Echo in der Kategorie Künstler/Künstlerin/Gruppe Volkstümliche Musik.[11] Bei der Verleihung des österreichischen Musikpreises Amadeus 2012 wurde er in den Kategorien Schlager und Best Live Act ausgezeichnet. Am 23. November 2012 erhielt er in Düsseldorf den Bambi in der Kategorie "Shooting Star". Am 1. Mai 2013 erhielt er erneut den Amadeus, diesmal in der Kategorie Volkstümliche Musik. Am 07.05.2013 wurde Andreas Gabalierin Wien für den offiziellen Song der FIS Alpinen Ski WM 2013, "Go For Gold" mit Gold ausgezeichnet. [12]
Unterstellte Nähe zu rechten Ideologien [Bearbeiten]
In einigen jounalistischen Beiträgen wurde Gabalier eine Nähe zu rechtem Gedankengut zugeschrieben. Es wurde darin angenommen, dass die Pose, die er auf dem Cover seines Albums Volks-Rock'n'Roller einnimmt, ein Hakenkreuz darstellen solle. Des Weiteren wird die Stelle "Italiener, Deutsche und Japaner, grüßen tun wir uns" in dem Lied Biker als eine Anspielung auf die sogenannten Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg interpretiert und dementsprechend kritisch bewertet.[13][14]
Diskografie [Bearbeiten]
Alben [Bearbeiten]
Studioalben [Bearbeiten]
| Jahr | Titel | Chartpositionen[15] | Anmerkungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| DE | AT | CH | |||
| 2009 | Da komm ich her | — | 4 (… Wo.) |
85 (2 Wo.) |
Erstveröffentlichung: 07. August 2009 |
| 2010 | Herzwerk | 31 (52 Wo.) |
1 (… Wo.) |
23 (… Wo.) |
Erstveröffentlichung: 23. Juli 2010 |
| 2011 | Volks-Rock'n'Roller | 19 (21 Wo.) |
1 (… Wo.) |
35 (36 Wo.) |
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2011 |
Livealben [Bearbeiten]
| Jahr | Titel | Chartpositionen[15] | Anmerkungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| DE | AT | CH | |||
| 2012 | Volks-Rock'n'Roller Live | 11 (… Wo.) |
1 (… Wo.) |
16 (… Wo.) |
Erstveröffentlichung: 12. Oktober 2012 |
Singles [Bearbeiten]
| Jahr | Titel | Chartpositionen[15] | Anmerkungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| DE | AT | CH | |||
| 2009 | So liab hob i di | — | 20 (17 Wo.) |
— | Erstveröffentlichung: 24. April 2009 |
| Es ist die Zeit | — | 20 (4 Wo.) |
— | Erstveröffentlichung: 20. November 2009 | |
| 2011 | I sing a Liad für di | 30 (… Wo.) |
9 (… Wo.) |
44 (17 Wo.) |
Erstveröffentlichung: 22. Juli 2011 |
| Sweet Little Rehlein | — | 5 (30 Wo.) |
— | Erstveröffentlichung: 22. Juli 2011 | |
| 2013 | Go For Gold | — | 1 (… Wo.) |
— | Erstveröffentlichung: 18. Januar 2013 |
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 2012: Bambi in der Kategorie Shootingstar
- 2012: ECHO in der Kategorie 'Volkstümliche Musik'
- 2012: Mein Star des Jahres in der Kategorie 'Bester Volksmusikstar'
- 2012: Smago-Award
- 2012: Leading Ladies Award in der Kategorie 'Mann des Jahres'
- 2012: Amadeus Award in den Kategorien 'Bester Live Act' & 'Schlager'
- 2013: Amadeus Award in den Kategorien 'Volkstümliche Musik'
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ Pressetext von Hammerl Kommunikation (MS Word; 44 kB)
- ↑ Die Ganze Woche : Start
- ↑ Gold-&-Platin-Datenbank der IFPI Austria (Suche Interpret=Andreas Gabalier)
- ↑ germanchartblog im April 2011
- ↑ germanchartblog im August 2011
- ↑ http://www.chartsurfer.de/dauerbrenner-at/album/t1.html
- ↑ Austria Top 40 - Alben Top 75 13.01.2012 - austriancharts.at
- ↑ Ö3 Austria Top40 - Album Charts 2011 - oe3.ORF.at
- ↑ IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft
- ↑ http://www.profil.at/articles/1232/560/337968/andreas-gabalier-was
- ↑ Echo 2012 - Alle Gewinner | Musikmarkt
- ↑ [1]
- ↑ http://derstandard.at/1326503965463/Volksrocker-bei-Stermann--Grissemann-Der-Junge-und-das-Kreuz
- ↑ http://diepresse.com/home/leben/mensch/1305947/Andreas-Gabalier-oder_KernoelElvis-mit-Gusto-auf-Bratlfett
- ↑ a b c Chartquellen: DE AT CH
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Andreas Gabalier im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Andreas Gabalier in der Internet Movie Database (englisch)
- Offizielle Internetpräsenz
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gabalier, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Volksmusiksänger |
| GEBURTSDATUM | 21. November 1984 |
| GEBURTSORT | Graz |