Andreas Gryphius

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Andreas Gryphius, Kupferstich von Philipp Kilian

Andreas Gryphius (* 2. Oktober 1616 in Glogau, Schlesien; † 16. Juli 1664 ebenda; eigentlich Andreas Greif) war ein deutscher Dichter und Dramatiker des Barock. Mit seinen sprachgewaltigen Sonetten, welche „das Leiden, Gebrechlichkeit des Lebens und der Welt“[1] beinhalten, gilt Gryphius als einer der bedeutendsten Lyriker des deutschen Barock.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten]

Gryphius war der jüngste Sohn des Archidiakons Paul Greif († 1621) aus Glogau (heute Głogów, Polen). Etwa ein Jahr nach dem Tode seines Vaters heirateten Mutter Anna und Michael Eder, Lehrer an der evangelischen Glogauer Stadtschule, die auch der junge Gryphius besuchte.[2] 1625 entkam der neunjährige Gryphius einen Ertrinkungstod. Ende Oktober 1628, kurz nachdem Gryphius' Mutter an Schwindsucht gestorben war, begann der kaiserliche Landeshauptmann mit der Zwangsrekatholisierung Glogaus. Hunderte von Protestanten, darunter auch Gryphius' Stiefvater Eder, wurden vertrieben. Gryphius musste, wie alle Knaben unter 15 Jahren, zunächst in der Stadt bleiben, konnte jedoch Ende des Jahres seinem Stiefvater nach Driebitz, einem kleinen Dorf auf polnischem Gebiet, folgen.

In den folgenden dreieinhalb Jahren versuchte Gryphius vergeblich, in Görlitz und Glogau wieder eine Schule zu besuchen. Erst im Sommer 1632 konnte er sein Leben im polnischen Fraustadt (heute Wschowa) einigermaßen geregelt fortsetzen. Polen war religiös toleranter und von den Wirren und Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges verschont geblieben.[3] Michael Eder war seit 1631 lutherischer Pfarrer in Fraustadt und hatte damit die Aufsicht über das dortige Gymnasium. Gryphius besuchte es zwei Jahre lang und trat erstmals als Autor an die Öffentlichkeit - als Verfasser des lateinischen Epos Herodes. Deklamationen, Disputationen, Schultheater und eigene poetische Produktionen, alles in lateinischer Sprache, gehörten zum zeittypischen Schulbetrieb, mit dem gedruckten Werk jedoch trat Gryphius aus dem Schulbereich heraus und als eigenständiger Dichter in Erscheinung.[4]

In den Jahren 1634 bis 1636 studierte er am Akademischen Gymnasium Danzig - für den jungen Mann aus der schlesischen Provinz war dies eine neue Welt. Danzig war eine weltoffene, florierende Handelsstadt, in der die konfessionellen Gegensätze nicht mit Waffen, sondern mit Worten ausgetragen wurden. Gryphius begegnete hier durch den am Gymnasium lehrenden Mathematiker und Astronomen Peter Crüger, der auch Poesie unterrichtete, dem naturwissenschaftlich-empirischen Weltbild Galileis und Keplers[5] und den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Poetik.[6] In der Danziger Zeit entstand ein zweites lateinisches Herodes-Epos, gewidmet den Danziger Ratsherren, und der Parnassus Renovatus, gewidmet seinem späteren Gönner Schönborner; außerdem schrieb Gryphius wohl schon einige der Sonette, die 1637 im polnischen Lissa gedruckt wurden (Lissaer Sonette).

Nach Abschluss des Danziger Gymnasiums ging er als Hauslehrer auf das Gut der Familie Georg Schönborners, Ritters von Schönborn, in der Nähe von Freystadt in Schlesien, wo sein Bruder Paul evangelischer Pfarrer war. Der zweijährige Aufenthalt auf dem Gut des bekannten Juristen und ehemaligen kaiserlichen Beamten verlief wegen der hypochondrischen und paranoiden Persönlichkeitsstruktur des Hausherrn vermutlich nicht immer spannungsfrei, Gryphius fand jedoch in der reichhaltigen Bibliothek einen Rückzugsraum und Gelegenheit zum Selbststudium.[7] Den verheerenden Brand von Freystadt in der Nacht vom 8. auf den 9. Juli 1637 schilderte er in Fewrige Freystadt[8] Mit diesem Bericht, der auf seinen eigenen und den Beobachtungen weiterer Augenzeugen beruhte, machte sich Gryphius viele Feinde, weil er nicht nur die kriegsbedingte Lage Freystadts realistisch schilderte, sondern auch das Versagen der städtischen Obrigkeit bei der Brandbekämpfung kritisierte. [9]

Studium[Bearbeiten]

Nach dem Tod seines Gönners Schönborner im Dezember 1637[10] begleitete Gryphius im Frühjahr 1638 zwei von dessen Söhnen zum Studium an die niederländische Universität Leiden, wegen der Kriegswirren mit dem Schiff von Danzig aus über die stürmische Ost- und Nordsee. Die Niederlande waren während dieses „goldenen Jahrhunderts“ geprägt von einem selbstbewussten, liberalen Bürgertum, religiöser Toleranz und einem beispiellosen Wirtschaftswachstum. Die Handwerkerstadt Leiden, in der westlichen Provinz Holland gelegen, hatte nach einer Volkszählung von 1622 45.000 Einwohner. Sie bildete den Kern eines städtischen Ensembles (Haarlem, Amsterdam, Utrecht, Gouda, Delft), das in Europa einmalig war.[11] Die 1575, zu Beginn des niederländischen Freiheitskampfes gegen Spanien gegründete Leidener Universität galt als eine der modernsten und fortschrittlichsten in ganz Europa.[12]

Während der sechsjährigen Studienzeit von Gryphius lehrten dort viele bekannte Wissenschaftler, u.a. trug René Descartes seine neue Philosophie vor. Gryphius war als studiosus philosophiae immatrikuliert, studierte aber nicht nur ein einziges Fach, sondern beschäftigte sich mit den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen und hielt selbst akademische Übungen ab, wahrscheinlich eine Art Repetierkurse. Besonders faszinierten ihn die Sektionen im Theatrum Anatomicum, was 1658, nach seiner Rückkehr in die schlesische Heimat, dazu führte, dass er öffentlich zwei Mumien, die sich im Besitz eines Breslauer Apothekers befanden, sezierte.[13] Mumienteile in Kugelform oder pulverisiert wurden von Ärzten, Badern und Apothekern gegen fast jedes Leiden verabreicht - und versprachen ein lukratives Geschäft.[14] 1640 verstarben sein Bruder Paul und seine Schwester Anna Maria innerhalb weniger Monate; Gryphius selbst erkrankte lebensbedrohlich.[15]

In der Leidener Studienzeit festigte Gryphius seinen Ruf als junger, produktiver Lyriker: er veröffentlichte 5 Gedichtsammlungen, Sonette, Oden und Epigramme. Deutlich wird die Loslösung von der schul-rhetorischen Tradition und die Hinwendung zur deutschen Sprache. Ob Gryphius das Studium mit einer Disputation abschloss, bleibt unklar. In zwei Epigrammen (1643) und (1663) erwähnt er eine Disputation De igne non elemento, die verbrannt sei. Eine solche These entspräche der damals aktuellen wissenschaftlichen Diskussion, die die aristotelische Vier-Elemente-Lehre infrage stellte.

Anfang Juni 1644 brach er mit einer Gruppe pommerscher Adliger zur damals üblichen Kavalierstour durch Frankreich und Italien auf.[16] Dabei ging es vor allem darum, die „Welt“ zu sehen und Kontakte zu knüpfen. Ziele in Frankreich waren die Hauptstadt Paris und die alte Universitätsstadt Angers an der Loire, wo Gryphius möglicherweise den Einzug der aus England geflohenen Königin Maria Henriette erlebte.[17] Offensichtlich verfolgte er mit großem Interesse den Bürgerkrieg in England, der 1649 in der Hinrichtung König Karls I. gipfelte - und Gryphius zu seinem dritten Trauerspiel Carolus Stuardus inspirierte. Hauptanziehungspunkte in Italien waren Rom[18], Florenz und Venedig. Der Republik Venedig widmete er das lateinische Epos Olivetum, das er in Florenz hatte drucken lassen.

Eine genaue Datierung der einzelnen Reisestationen ist nicht möglich. Ein von Gryphius lateinisch geführtes Tagebuch ist verschollen.[19] Fest steht, dass er mit seinen Reisegefährten irgendwann zwischen April und Oktober 1646 von Venedig nach Straßburg reiste. Bis Mai 1647 hielt er sich an der Universität Straßburg auf, knüpfte Kontakte zu bekannten Gelehrten und schrieb sein erstes Trauerspiel Leo Armenius. Den Straßburger Verleger Caspar Dietzel beauftragte er mit einer Gesamtausgabe seiner deutschsprachigen Werke - ein Unternehmen, das nicht zu Ende geführt wurde, weil Dietzel in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Ohne Gryphius’ Wissen wurde 1650 von einem Frankfurter Verleger die Gesamtausgabe veröffentlicht.[20] Eine von Gryphius autorisierte Gesamtausgabe kam erst 1657 zustande.

Inzwischen waren die Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück weit vorangeschritten. Dennoch wählte Gryphius mit seiner Reisegruppe nicht den immer noch riskanten Landweg, sondern im Juli 1647 den Seeweg von Amsterdam aus, um über Stettin in die Heimat zurückzukehren.[21] In Stettin beendete er das in Straßburg begonnene zweite Trauerspiel Catharina von Georgien. Im November desselben Jahres erreichte er wieder Fraustadt, wo er seinen Stiefvater Michael Eder, gesundheitlich schwer angeschlagen und schon vom Tod gezeichnet, antraf.

Jurist und Dichter[Bearbeiten]

Nach neunjähriger Abwesenheit war es für Gryphius sicher nicht einfach, in Schlesien wieder Fuß zu fassen. In einem Sonett[22] beklagt er den Tod zahlreicher Freunde und Bekannter. Die zwei folgenden Jahre waren literarisch außerordentlich produktiv. Er schrieb die Trauerspiele Cardenio und Celinde und Carolus Stuardus und die Lustspiele Peter Squentz und Horribilicribrifax. Gedruckt erschienen all diese Stücke erst Jahre später, die Trauerspiele in der autorisierten Gesamtausgabe von 1657. Eine überarbeitete und veränderte Fassung des Carolus Stuardus erschien 1663, nachdem Gryphius neue Fakten über das Schicksal Karl Stuarts erfahren hatte. Rufe an verschiedene Universitäten (Frankfurt/Oder, Heidelberg, Uppsala) schlug er aus.[23]

Am 12. Januar 1649 heiratete Gryphius in Fraustadt Rosina Deutschländer, Tochter eines angesehenen Fraustädter Kaufmanns, mit der er vier Söhne und drei Töchter hatte. Sein ältester Sohn Christian Gryphius (29. September 1649 - 6. März 1706) gab 1698 die gesammelten Werke des Vaters heraus.[24] 1650 wurde Gryphius Syndikus der Glogauer Landstände. Seine Aufgabe war es, als Rechtsvertreter der Landstände deren Interessen gegen die zentralistischen und konfessionellen Bestrebungen Habsburgs durchzusetzen. Der Westfälische Friede von 1648 hatte die Protestanten in den Habsburgischen Stammlanden, zu denen das Herzogtum Glogau gehörte, in schwere Bedrängnis gebracht. Nach dreijähriger Recherche in Bibliotheken und Archiven publizierte Gryphius dazu die Schrift Glogauisches Fürstenthumbs Landes Privilegia aus denn Originalen an tag gegeben (Lissa in Großpolen: Funcke, 1653), eine Sammlung von Urkunden, für deren genauen Wortlaut sich Gryphius im Vorwort persönlich verbürgt.[25] Das Amt als Glogauer Syndikus scheint Gryphius stark in Anspruch genommen zu haben, denn erst zwischen 1657 und 1659 entsteht ein letztes Trauerspiel Papinian. Gryphius stilisiert den bedeutenden Juristen der römischen Kaiserzeit zum Märtyrer des Rechts, möglicherweise eine Anspielung auf seine eigene schwierige Position als Rechtsvertreter der Glogauer Landstände, der zwangsläufig in Opposition zur zentralistischen und gegenreformatorischen Politik Kaiser Ferdinands III. (bis 1657) bzw. Leopolds I. geraten musste.

1662 wurde Gryphius durch Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Sein Gesellschaftsname war der Unsterbliche. Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich Gryphius' Eintrag unter der Nr. 788. Dort ist auch das ihm verliehene Motto wegen verborgener Kraft und das ihm zugedachte Symbol Orant zu finden. Am 16. Juli 1664 erlitt Andreas Gryphius während einer Versammlung der Glogauer Landstände einen tödlichen Schlaganfall. Die von Baltzer Sigmund von Stosch gehaltene Leichenrede ist eine der wichtigsten Quellen für Gryphius' Lebenslauf.

Werk und Wirkung[Bearbeiten]

Sein Leben war geprägt von den Leiden und Erfahrungen seiner Zeit, speziell dem frühen Verlust seiner Eltern, der Zerstörung Glogaus im Dreißigjährigen Krieg und den damit verbundenen Religionsverfolgungen. Erfüllt von einer tiefen Friedenssehnsucht empfand er die Tragödien seiner Zeit besonders stark.

Gryphius thematisierte in seinen Tragödien und Gedichten das Leid und den moralischen Verfall während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges sowie die Unruhe, Einsamkeit und Zerrissenheit der Menschen. Daneben findet sich in seinen Werken der wiederholte Hinweis auf „Eitelkeit“, das für die Epoche des Barock typische Motiv der Vergänglichkeit allen menschlichen Schaffens und Strebens. Exemplarisch dafür sind Gryphius' Gedichte Es ist alles eitel, Menschliches Elende oder Tränen des Vaterlandes von 1636, in welchem Gryphius eindringlich die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges behandelt.

Der amerikanische Komponist Philip Glass übernahm für das Libretto seiner Oper Kepler einige Gedichte aus Gryphius Werk.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Erstdrucke [26][Bearbeiten]

Lateinische Dichtungen:

  • Herodis Furiae et Rachelis lachrymae, Glogau 1634
  • Dei Vindicis Impetus et Herodis Interitus, Danzig 1635
  • Parnassus renovatus Danzig 1636
  • Epigrammata liber I, Leiden 1643
  • Olivetum Libri tres, Florenz 1646

Lyrik:

  • Sonette („Lissaer Sonette“), Lissa 1637 [27]
  • Son- und Feyrtags-Sonette, Leiden 1639
  • Sonette. Das erste Buch, Leiden 1643
  • Oden. Das erste Buch, Leiden 1643
  • Epigrammata. Das erste Buch, Leiden 1643
  • Gedanken über den Kirchhof und Ruhestätte der Verstorbenen, Breslau 1657

Trauerspiele:

  • Ein Fürsten-Mörderisches Trawer-Spiel / genant. Leo Armenius, Frankfurt am Main 1650
  • Catharina von Georgien. Oder Bewehrete Beständigkeit. Trauer-Spiel, Breslau 1657
  • Cardenio vnd Celinde, Oder Unglücklich Verliebete. Trauer-Spiel, Breslau 1657
  • Ermordete Majestät. Oder Carolus Stuardus König von Groß Britannien. Trauer-Spil, Breslau 1657; erheblich überarbeitete und erweiterte Fassung: Breslau 1663
  • Großmüttiger Rechts-Gelehrter / Oder Sterbender Aemilius Paulus Papinianus. Trauer-Spil, Breslau 1659

Lustspiele:

Prosa:

  • Fewrige Freystadt, Lissa 1637
  • Mumiae Wratislavienses, Breslau 1662
  • Dissertationes Funebres. Oder Leich-Abdanckungen, Leipzig 1667 (Exemplar der Landesbibliothek Stuttgart)

Studienausgaben[Bearbeiten]

  • Leo Armenius. Trauerspiel. Hrsg.: Rusterholz, Peter, Stuttgart 1986. ISBN 978-3-15-007960-7 (Reclam UB 7960)
  • Catharina von Georgien. Trauerspiel. Hrsg.: Haas, Alois M. Stuttgart 1986. ISBN 978-3-15-009751-9 (Reclam UB 9751)
  • Carolus Stuardus. Trauerspiel. Hrsg.: Wagener, Hans. Stuttgart 2001. ISBN 978-3-15-009366-5 (Reclam UB 9366)
  • Cardenio und Celinde oder Unglücklich Verliebete. Trauerspiel. Hrsg:: Tarot, Rolf. Stuttgart 1986. ISBN 978-3-15-008532-5 (Reclam UB 8532)
  • Absurda Comica oder Herr Peter Squentz. Schimpfspiel. Modernisierte Ausgabe. Hrsg.: Cysarz, Herbert. Stuttgart 1986. ISBN 978-3-15-000917-8. (Reclam UB 917)
  • Absurda Comica oder Herr Peter Squentz. Schimpfspiel. Kritische Ausgabe. Hrsg.: Dünnhaupt, Gerhard; Habersetzer, Karl-Heinz. Stuttgart 1986. ISBN 978-3-15-007982-9. (Reclam UB 7982)
  • Horribilicribrifax Teutsch. Scherzspiel. Hrsg. Dünnhaupt, Gerhard, Stuttgart 1986. ISBN 978-3-15-000688-7
  • Gedichte. Eine Auswahl. Text nach der Ausgabe letzter Hand von 1663. Hrsg.: Adalbert Elschenbroich. Stuttgart 1968 (Reclam UB 8799) [vergriffen]
  • Gedichte. Hrsg.: Thomas Borgstedt. Stuttgart 2012 (Reclam UB 18561) ISBN 978-3-15-018561-2
  • Lateinische Kleinepik, Epigrammatik und Kasualdichtung. Zweisprachige Ausgabe. Hrsg.: Czapla, Beate; Czapla, Ralf G. und Roloff, Hans G. Berlin 2001
  • Herodes. Der Ölberg: Lateinische Epik“. Zweisprachige Ausgabe. Hrsg.: Czapla, Ralf G. und Roloff, Hans G. Berlin 1999
  • Fewrige Freystadt, Text u. Materialien, hrsg. und kommentiert von Johannes Birgfeld. Hannover 2006 (Wehrhahn Verlag) ISBN 3-932324-38-2.

Literatur[Bearbeiten]

  • Baltzer Sigmund von Storch: Last- und Ehren- auch Daher immerbleibende Danck- und Denck-Seule/Bey vollbrachter Leichbestattung des weiland WolEdlen Herrn Andreae Gryphii. 1665.
  • Johannes Theodor Leubscher: De Claris Gryphiis Schediasma. Brieg 1702.
  • Christian Stieff: Schlesisches Historisches Labyrinth..., Andreae Gryphii Lebenslauf. Breslau/Leipzig 1737, S.805-824.
  • Hermann Palm: Gryphius, Andreas. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 73–81.
  • Victor Manheimer: Die Lyrik des Andreas Gryphius. Studien und Materialien. Berlin 1904.
  • Gerhard Fricke: Die Bildlichkeit in der Dichtung des Andreas Gryphius. Materialien und Studien zum Formproblem des deutschen Literaturbarock. Berlin 1933. Nachdruck Darmstadt 1967.
  • Erich Trunz: Fünf Sonette des Andreas Gryphius. Versuch einer Auslegung. In: Fritz Martini (Hg.): Vom Geist der Dichtung. Gedächtnisschrift für Robert Petsch. Hamburg 1949, S. 180–205.
  • Marian Szyrocki: Andreas Gryphius. Sein Leben und Werk. Tübingen 1964.
  • Willi Flemming: Andreas Gryphius. Eine Monographie. Stuttgart 1965.
  • Dietrich Walter Jöns: Das „Sinnen-Bild“. Studien zur allegorischen Bildlichkeit bei Andreas Gryphius. Stuttgart 1966.
  • Wolfgang Monath: Gryphius, Andreas. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 242–246 (Digitalisat).
  • Hans-Jürgen Schings: Die patristische und stoische Tradition bei Andreas Gryphius. Untersuchungen zu den Dissertationes funebres und Trauerspielen. Köln 1966.
  • Marvin S. Schindler: The Sonnets of Andreas Gryphius. Use of the Poetic Word in the Seventeenth Century. Gainesville, Fl. 1971.
  • Hugo Bekker: Andreas Gryphius. Lang, Frankfurt am Main 1973.
  • Hans-Henrik Krummacher: Der junge Gryphius und die Tradition. Studien zu den Perikopensonetten und Passionsliedern. München 1976.
  • Wolfram Mauser: Dichtung, Religion und Gesellschaft im 17. Jahrhundert. Die 'Sonette’ des Andreas Gryphius. München 1976 Auszug 33S. PDF.
  • Harald Steinhagen: Wirklichkeit und Handeln im barocken Drama: Historisch-ästhetische Studien zum Trauerspiel des Andreas Gryphius. Tübingen 1977.
  • Friedrich-Wilhelm Wentzlaff-Eggebert: Andreas Gryphius. Wissenschaftl. Buchges., Darmstadt 1983.
  • Conrad Wiedemann: Andreas Gryphius. In: Harald Steinhagen (Hg.): Deutsche Dichter des 17. Jahrhunderts. Ihr Leben und Werk. Unter Mitarbeit zahlreicher Fachgelehrter. Berlin 1984, S. 435–472
  • Eberhard Mannack: Andreas Gryphius. Metzler, Stuttgart 1986.
  • Janifer Gerl Stackhouse: The constructive art of Gryphius' historical tragedies. Bern, Frankfurt/M. 1986.
  • James Andrew Parente: Religious drama and the humanist tradition: Christian theatre in Germany and the Netherlands: 1500-1680. Leiden 1987.
  • Gerhard Dünnhaupt: Andreas Gryphius. In: Personalbibliographien zu den Drucken des Barock. Band 3. Hiersemann, Stuttgart 1991, ISBN 3-7772-9105-6, S. 1855-1883 (Werk- und Literaturverzeichnis).
  • Blake Lee Spahr: Andreas Gryphius. A modern perspective. Columbia SC 1993.
  • Karl-Heinz Habersetzer: Andreas Gryphius. Glogau, Würzburg 1994.
  • Erika A. Metzger, Michael M. Metzger: Reading Andreas Gryphius. Critical trends 1664-1993. Columbia SC 1994.
  • Nicola Kaminski: Andreas Gryphius. Reclam, Stuttgart 1998, ISBN 3-15-017610-7.
  • Text und Konfession. Neue Studien zu Andreas Gryphius. Beiträge zur ersten Tagung der Internationalen Andreas-Gryphius-Gesellschaft. Hg. von Thomas Borgstedt und Knut Kiesant. In: Daphnis 28 (1999) H. 3-4.
  • Johann Anselm Steiger: Schule des Sterbens. Die „Kirchhofgedanken“ des Andreas Gryphius (1616–1664) als poetologische Theologie im Vollzug. Heidelberg 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andreas Gryphius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Andreas Gryphius – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Beutin: Deutsche Literaturgeschichte. Metzler, Stuttgart 2001, S.119.
  2. Nicola Kaminski: Andreas Gryphius. Stuttgart 1998, S.22
  3. Kaminski: a.a.O., S.22f. Willi Flemming: Andreas Gryphius. Eine Monographie. Stuttgart 1965, S.24
  4. Kaminski: a.a.O., S.24f.
  5. Vgl. Sonett An Herrn Petrum Crügerum Weltberühmten Mathematicum und Epigramm Uber Nicolai Copernici Bild
  6. Martin Opitz: Buch von der deutschen Poeterey. Breslau 1624. Kaminski: a.a.O., S.26ff.
  7. Vgl. Sonett In Bibliothecam Nobiliß. Amplimißimique Viri GEORGII SCHÖNBORNERI. Kaminski: a.a.O., S.30
  8. Fewrige Freystadt/Andreae Gryphii. Gedruckt zur Polnischen Lissa/bey Wigand Funken. Im Jahr 1637
  9. Marian Szyrocki: Andreas Gryphius. Sein Leben und Werk. Tübingen 1964, S.26f.
  10. Die von Gryphius gehaltene Leichenrede wurde als Brunnen-Discurs veröffentlicht.
  11. Paul Zumthor: Das Alltagsleben in Holland zur Zeit Rembrandts, Leipzig 1992, S.23
  12. Zumthor: a.a.O., S.132ff.
  13. dokumentiert in Mumiae Wratislavienses.1662. Kaminski: a.a.O., S.31ff.
  14. Andreas Weiser: Kannibalen? Wir? Gott bewahre! In: GEO Nr.4, 2011, S.87
  15. Vgl. mehrere Sonette, u.a. Thränen in schwerer Krankheit
  16. Kaminski: a.a.O., S.33ff.
  17. Vgl. Sonett „Auff den Einzug der Durchläuchtigsten Königin MARIAE HENRIETTAE in Angiers...“
  18. Vgl. Sonett „Als Er aus Rom geschidn“
  19. Flemming: a.a.O., S. 229
  20. Eberhard Mannack: Andreas Gryphius. Stuttgart 1986, S. 16.
  21. Kaminski: a.a.O., S.38
  22. „An H. Johann Christoph von Schönborn über meine Zurückkunft in Deutschland“
  23. Kaminski: a.a.O., S. 38ff.
  24. Kaminski: a.a.O., S.40
  25. Exemplar des British Museum, London, Vorwort, S.3
  26. Friedrich-Wilhelm Wentzlaff-Eggebert, Bibliographie der Gryphius-Drucke in chronologischer Reihenfolge.In: A. Gryphius, Lateinische und deutsche Jugenddichtungen. Darmstadt 1961, S.237ff.
  27. enthält die berühmten Sonette Vanitas vanitatum, später überarbeitet unter dem Titel Es ist alles eitel. Trauerklage des verwüsteten Deutschlandes, später überarbeitet unter dem Titel ''Tränen des Vaterlandes. anno 1636'' und ''Menschliches Elende''.