Andreas Kapp

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Andy Kapp Curling
Andreas Kapp bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver
Voller Name Andreas Kapp
Geburtstag 8. Dezember 1967
Geburtsort Sonthofen
Karriere
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Beruf Kaufmann
Verein Curling Club Füssen
Spielposition Skip
Spielhand rechts
Status nicht mehr aktiv
Karriereende April 2011
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 3 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Curling-WeltmeisterschaftVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Bronze 1994 Oberstdorf
Bronze 1995 Brandon
Silber 1997 Bern
Bronze 2005 Victoria
Silber 2007 Edmonton
Curling-EuropameisterschaftVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 1992 Perth
Gold 1997 Füssen
Silber 2008 Örnsköldsvik
letzte Änderung: 19. Dezember 2009

Andreas „Andy“ Kapp (* 8. Dezember 1967 in Sonthofen) ist ein ehemaliger erfolgreicher deutscher Curler und der ältere Bruder von Ulrich Kapp. Auf den Spuren seines Vaters Charlie Kapp kam er 1981 zum Curling und spielt seit 1992 für den Curling-Club Füssen im „Team Kapp“. Er ist zweifacher Europameister und vierzehnfacher deutscher Meister.

Nach einer Reihe von Misserfolgen bei Juniorenweltmeisterschaften und Weltmeisterschaften, gewann Kapp zur Überraschung vieler die Goldmedaille bei der Europameisterschaft 1992 im schottischen Perth. Im darauf folgenden Jahr wurde er lediglich Siebter, erreichte jedoch bei der Weltmeisterschaft 1994 in Oberstdorf den dritten Platz. Diesen Erfolg wiederholte er 1995 im kanadischen Brandon. Zwei Jahre später, bei der WM 1997 in Bern, zeigte Kapp seine beste Leistung bei Weltmeisterschaften und gewann die Silbermedaille; im Finale unterlag er dem schwedischen Team mit Skip Peter Lindholm. Im selben Jahr wurde er in Füssen zum zweiten Mal Europameister.

Die Zeit danach war geprägt von schlechten Platzierungen bei wichtigen Turnieren. 2001 zog sich Kapp aus der internationalen Curlingszene zurück. Sein Comeback vier Jahre später war von Erfolg gekrönt: Bei der WM 2005 in Victoria gewann er die Bronzemedaille. Kapp nahm an den Olympischen Winterspielen 2006 teil, konnte sich aber nicht für das Halbfinale qualifizieren.

Bei der Weltmeisterschaft 2007 im kanadischen Edmonton belegte er mit seinem Team den zweiten Platz hinter dem Team aus Kanada.

Kapp spielte seine dritten Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. Die Mannschaft belegte den sechsten Platz.

Bei der Weltmeisterschaft 2011 belegte Kapp mit seinem Team den sechsten Platz. Anschließend beendete Kapp seine Curling-Karriere.

Team Kapp[Bearbeiten]

Von 1992 bis 2011 war Andy Kapp Skip seines selbst gegründeten Teams. Waren bis 2009 nur Mitglieder des CC Füssen vertreten, bildete sich ab 2010 eine Spielergemeinschaft mit dem EC Oberstdorf. Insgesamt gewann das Team zwölfmal die deutsche Meisterschaft und bildete dadurch viele Jahre die deutsche Nationalmannschaft auf internationalen Turnieren. Dabei stehen mehrere Medaillengewinne bei Europa- und Weltmeisterschaften zu Buche.

Mitglieder:

Nach dem Rücktritt von Kapp und Höhne im Jahr 2011 wurde die Mannschaft als "Team Allgäu" fortgeführt. Als Skip fungierte Andreas Lang. 2013 gewinnen Kapp und Höhne Gold bei der Mixed-Europameisterschaft in Edinburgh. Beide sind als Stützpunkt-Trainer für den deutschen Curling-Nachwuchs tätig.

Privates[Bearbeiten]

Er lebt mit seiner Frau Ute und seinen drei Kindern in Unterthingau und ist auch beruflich dem Eis verbunden - er betreibt einen Großhandel für Tiefkühlkost.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Europameister 1992 und 1997
  • 2. Platz Weltmeisterschaft 1997, 2007
  • 3. Platz Weltmeisterschaft 1994, 1995, 2005
  • Europameister Mixed 2013
  • Deutscher Meister 1990, 1991, 1994, 1995, 1997, 1999, 2000, 2001, 2005, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011

Weblinks[Bearbeiten]