Andreas Proles

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Andreas Proles (* 1. Oktober 1429 in Altendresden; † 6. Juni 1503 in Kulmbach) war ein deutscher Theologe.

Leben[Bearbeiten]

Proles studierte seit dem Wintersemester 1446 an der Universität Leipzig, erwarb sich im Wintersemester 1447 das Baccalaureat der artistischen Künste und wurde dort im Wintersemester 1450 Magister der Philosophie. 1451 trat er in den Augustinerorden ein, wurde Professor der Theologie in Leipzig und unternahm 1454 eine Reise nach Italien. 1456 war er Lektor der Theologie am Dom zu Magdeburg und wurde noch im gleichen Jahr zum Prior des Klosters Himmelpforten bei Wernigerode berufen. Später wurde er Provinzial des Augustinerordens und soll in Dresden an einem Tage dreimal hintereinander gepredigt haben. Er starb auf dem Konvent in Kulmbach. Nachdem man seinen Leichnam in der Augustinerkirche von Kulmbach begraben hatte, wurde Johann von Staupitz sein Nachfolger.

Werke[Bearbeiten]

  • Vier Predigten, herausgegeben von Petrus Sylvius
  • Ein Sermon, am ersten Sonntage nach Trinitatis gehalten

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Friedrich Kesslin: Nachrichten von Schriftstellern und Künstlern der Grafschaft Wernigerode. Vom Jahre 1074 bis 1855. Wernigerode [u. a.] 1856, S. 2–3
  • Karl Janicke: Proles, Andreas. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 26, Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 661–663.