Andreas Raelert

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Andreas Raelert in St. Pölten beim Ironman 70.3 Austria (2012)

Andreas Raelert (* 11. August 1976 in Rostock) ist ein deutscher Profi-Triathlet, Triathlon-Europameister auf der Mitteldistanz (2012), mehrfacher Ironman-Sieger sowie Vize-Weltmeister auf der Ironman-Distanz (2012). Er wird in der Bestenliste deutscher Triathleten (Männer) auf der Ironman-Distanz geführt.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Raelert begann seine sportliche Laufbahn bereits im Vorschulalter als leistungsorientierter Schwimmer. 1992 wechselte er zur Sportart Triathlon beim TC FIKO Rostock. Bereits in den darauffolgenden Jahren konnte er mit sehr guten Leistungen auf sich aufmerksam machen und wurde daraufhin 1993 in die deutsche Nationalmannschaft berufen.

Raelerts Stärke ist seine Ausgewogenheit in allen drei Sportarten. Nach dem Abitur im Jahre 1996 wurde er in die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mainz berufen, der er bis 2009 angehörte. Er startet für das EJOT Team TV Buschhütten. Auch sein jüngerer Bruder Michael Raelert ist aktiver Triathlet.

Er ist neben Jan Frodeno (2008, 2012) und Maik Petzold (2004, 2012) der dritte männliche Triathlet, der Deutschland bereits zweimal bei Olympischen Spielen vertrat. So erreichte er in Sydney/Australien 2000 Platz 12 und in Athen 2004 Platz 6.

2005 begann Andreas Raelert ein Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Fernuniversität Hagen. 2009 erreichte er bei der WM auf Hawaii als bester Deutscher den dritten Rang. In dem Rennen lief er lange Zeit zusammen mit dem späteren Sieger Craig Alexander; er schaffte bei seinem ersten Rennen auf Hawaii und seinem insgesamt erst dritten Ironman-Rennen auf der Langdistanz direkt den Sprung aufs Podium.

Er war einige Jahre Mitglied der deutschen Triathlon-Nationalmannschaft und im Oktober 2009 wurde Andreas Raelert mit seinem Wechsel auf die Langdistanz aus der Deutschen Nationalmannschaft verabschiedet.[1] Er lebt heute in Rostock.

2010 gewann Andreas Raelert den Ironman European Championship in Frankfurt. Nach einer guten Schwimmleistung konnte er seine Führung auf dem Rad ausbauen. Trotz verlängerter Strecke (5 km länger wegen Bauarbeiten) stellte er mit dem Rad einen neuen Streckenrekord auf (4:20:35 Stunden) und wechselte mit über 10 Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke.[2] Auf Hawaii wurde er dann im Oktober 2010 Ironman-Vize-Weltmeister.

Am 10. Juli 2011 unterbot er mit seinem Sieg bei der Challenge Roth die erst eine Woche zuvor erreichte Weltbestzeit des Belgiers Marino Vanhoenacker um fast fünf Minuten und hält seitdem die Weltbestzeit auf der Langdistanz mit 07:41:33 Stunden. Gleichzeitig verbesserte er den Langdistanz-Weltrekord im Radfahren über 180 Kilometer um beinahe zweieinhalb Minuten auf 4:11:43 Stunden. Diese Marke wurde am 3. November 2012 von Andrew Starykowicz aus den USA beim Ironman Florida auf 4:04:39 verbessert.[3]

Im Juni 2012 wurde er Triathlon-Europameister auf der Mitteldistanz und im Oktober auf Hawaii Vize-Weltmeister auf der Ironman-Distanz.[4]

Im Juni 2013 konnte Raelert den Ironman in Klagenfurt gewinnen. Auf der Radstrecke hatte er sich hier aber einen Muskelbündelriss zugezogen und er konnte seine nächsten zwei Rennen auf der Langdistanz nicht beenden.[5]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Andreas Raelert in Frankfurt beim Ironman Germany (2010)
Wettkampfjahr 2009
5. Platz St. Anthony's Triathlon (am 26. April 2009 in Saint Petersburg, Florida – 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen), 3. Rang Buschhüttener Triathlon
Wettkampfjahr 2008
1. Platz Militär-WM Otepee/ Estland, 5. Platz Deutsche Meisterschaft Gelsenkirchen
Wettkampfjahr 2007
4. Platz DM München, 5. Platz Europacup Schliersee, 5. Platz Weltcup Kitzbühel/Österreich, 10. Platz Weltcup Salford/GB
Wettkampfjahr 2006
1. Platz Bundesliga Bocholt, 1. Platz intern. Sauerland Triathlon
Wettkampfjahr 2005
9. Platz Weltcup Madrid/Spanien, 9. Platz Weltcup Peking/China, 1. Platz Bundesliga Zaberfeld, 1. Platz Bundesliga Kiel, 1. Platz Europacup Echternach/Lux, 3. Platz Europacup Alanya/Türkei, 3. Platz Europacup Palermo/ITA
Wettkampfjahr 2004
3. Platz DM Potsdam, 4. Platz Weltcup Gamagori/Japan, 6. Platz EM Valencia/Spanien
Wettkampfjahr 2003
6. Platz EM Karlsbad, 9. Platz Weltcup Athen/Griechenland
Wettkampfjahr 2001
6. Platz Weltcup Lausanne/Schweiz, 8. Platz Renne/Frankreich, 2. Platz DM Frankfurt
Wettkampfjahr 2000
9. Platz Weltcup Sydney/Australien

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andreas Raelert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Verabschiedung von Joelle Franzmann aus der Nationalmannschaft
  2. Ironman Frankfurt: Raelert pulverisiert Europa
  3. http://www.ironman.com/triathlon/events/ironman/florida/results.aspx#axzz2BLMp4nuB
  4. Jacobs siegt vor Raelert, Kienle und Al-Sultan in den Top-5 (14. Oktober 2012)
  5. Raubbau am Körper (6. August 2014)
  6. Half-Ironman Austria: Raelert nur von Hattrick-Sieger Ospaly geschlagen (21. Mai 2012)
  7. Ironman 70.3 Mallorca 2011, Ergebnisliste auf elitechip.net (PDF: 594 KB)
  8. Cologne Triathlon: Raelert besiegt Zeitmessung, Ergebnisbericht auf tri-mag.de vom 5. September 2010
  9. Stadttriathlon Erding: Schon wieder Raelert
  10. Ironman 70.3 Austria, Ergebnisliste auf triangle.cc (XLS: 827 KB)
  11. Hattrick perfekt: Kienle siegt in Buschhütten
  12. Andrea Steinbecher und Andreas Raelert gewinnen Halbdistanz beim Cologne226 Köln Triathlon, Ergebnisbericht (undatiert) auf triathlon.de (abgerufen am 11. Juli 2011)
  13. ITU Triathlon Weltcup: Andreas Raelert wird Siebter, Siege an Atkinson und Sweetland
  14. Andreas Raelert gewinnt Mondseeland-Triathlon
  15. Militär-WM: Zweifacher Titelgewinn und Dreifach-Triumph, Bericht auf der Webseite der Deutschen Triathlon Union e.V. vom 15. Juni 2008 (abgerufen am 11. Juli 2011)
  16. Andreas Raelert gewinnt Ironman 70.3 Monaco
  17. Triathlon-Europameisterschaft 2001: Filip Ospaly und Michelle Dillon werden in Karlsbad/Tschechien Europameister im Triathlon
  18. 2000 Sydney Results: Triathlon, Website der LA84 Foundation (PDF; 2,53 MB)
  19. Ironman Mont-Tremblant: Andreas Raelert wird Dritter (17. August 2014)
  20. Ironman: Raelert läuft für einen guten Zweck
  21. Ironman Hawaii: Alexander siegt, Raelert Dritter
  22. Interview Andreas Raelert (3. Ironman Hawaii): Erinnerungslücken auf dem letzten Metern am Alii Drive
  23. Ironman Germany 2009, Ergebnisliste auf ironman.de (PDF: 571 KB)
  24. Raelert und Bij de Vaate gewinnen den IRONMAN Arizona
  25. Andreas Raelert siegt beim Saisondebüt (23. April 2014)