Andreas Wank

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Andreas Wank Skispringen
Andreas Wank 2013

Andreas Wank 2013

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 18. Februar 1988
Geburtsort Halle (Saale)Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
Größe 190 [1] cm
Gewicht 72 kg
Beruf Student / Sportsoldat
Karriere
Verein WSV Oberhof 05
Nationalkader seit 2002
Debüt im Weltcup 29. Dezember 2004
Pers. Bestweite 214 m (Vikersund 2012)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
SFWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
DM-Medaillen 2 × Gold 6 × Silber 3 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2010 Vancouver Mannschaft
Gold 2014 Sotschi Mannschaft
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Silber 2013 Val di Fiemme Mannschaft
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
Silber 2012 Vikersund Mannschaft
FIS Skisprung-Junioren-WM
Gold 2008 Zakopane Einzel
Gold 2008 Zakopane Mannschaft
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
Silber 2002 Winterberg Mannschaft
Silber 2005 Hinterzarten Mannschaft
Bronze 2006 Oberhof Einzel
Gold 2007 Winterberg Mannschaft
Gold 2009 Garmisch-Partenkirchen Einzel
Silber 2009 Garmisch-Partenkirchen Mannschaft
Silber 2010 Oberhof Mannschaft
Bronze 2011 Hinterzarten Einzel
Bronze 2011 Hinterzarten Mannschaft
Silber 2012 Klingenthal Einzel
Silber 2012 Klingenthal Mannschaft
Platzierungen
 Gesamtweltcup 21. (2009/10)
 Skiflug-Weltcup 21. (2011/12)
 Vierschanzentournee 26. (2012/13)
 Nordic Tournament 45. (2010)
 Sommer-Grand-Prix 01. (2012)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Skispringen 0 1 1
 Team 1 4 3
letzte Änderung: 5. März 2014

Andreas Wank (* 18. Februar 1988 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Skispringer und Sportsoldat im Dienstgrad Oberfeldwebel in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Oberhof. Er wurde bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi mit der deutschen Mannschaft Olympiasieger. Sein bisher größter internationaler Erfolg in einem Einzelwettbewerb ist der Gesamtsieg beim Sommer-Grand-Prix 2012. Zudem gewann er bei den Olympischen Winterspielen 2010, den Skiflug-Weltmeisterschaften 2012 und den Skiweltmeisterschaften 2013 jeweils die Silbermedaille mit der Deutschen Mannschaft.

Herkunft[Bearbeiten]

Andreas Wank kommt ursprünglich aus Domnitz in Sachsen-Anhalt, verbrachte seine Kindheit ab dem zehnten Lebensjahr allerdings in Oberhof, wo er das Sportgymnasium besucht hat und dieses 2007 mit dem Abitur abschloss. Wank startet seitdem für den WSV Oberhof 05. Als die Schanzen in Oberhof neu gebaut bzw. saniert wurden, zog er im September 2010 in den Hochschwarzwald.[2] Nachdem er drei Jahre in Breitnau gelebt hatte, begann er im Jahr 2013 mit dem Bau eines eigenen Hauses in Titisee.[3]

Ende März 2008 begann er an der Hochschule Ansbach das Bachelor-Studium International Management, einem Studiengang, der an der HS Ansbach angepasst und speziell für Spitzensportler konzipiert wurde.[4][5] Im Jahr 2015 möchte Wank das Studium beenden.[6]

Werdegang[Bearbeiten]

Andreas Wank begann bereits früh mit dem Skispringen. Mit nur 12 Jahren wurde er 2000 Deutscher Schülermeister. 2001 erreichte er im Schülercup den 3. Platz in der Gesamtwertung. Außerdem erreichte er den 3. Platz in der Gesamtwertung des Deutschlandpokals. 2002 gehörte er daraufhin zum Team für die Deutschen Meisterschaften. Dabei gewann er im Teamwettbewerb die Silbermedaille. Ein Jahr später startete er erneut in der Junioren-Wertung und wurde am Ende Deutscher Vize-Juniorenmeister. Zudem erreichte er erneut den 3. Platz in der Gesamtwertung des Deutschlandpokals. Ab 2004 startete Wank im Skisprung-Continentalcup und erreichte bereits in seinem zweiten Springen in Rovaniemi mit Platz 3 seine erste Podiumsplatzierung. Daraufhin gehörte Wank am 29. Dezember 2004 zur Nationalen Gruppe für das Weltcup-Springen in Oberstdorf im Rahmen der Vierschanzentournee 2004/05. In seinem ersten Springen in der höchsten Skisprung-Serie erreichte er den 45. Platz. 2005 wurde Wank Deutscher Jugendmeister im Einzel und auch im Team. Bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren wurde er am Ende Sechster. 2007 gewann er mit dem Team Thüringen I die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften.

Am 27. Februar 2008 wurde er im polnischen Zakopane Juniorenweltmeister im Einzel. Zwei Tage später gewann er ebenfalls den Titel im Teamspringen. In der Saison 2008/09 gehörte er erstmals zum A-Nationalkader für den Skisprung-Weltcup. Am Ende erreichte er den 59. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung.

Am 19. Juli 2009 gewann Andreas Wank die Einzelkonkurrenz der deutschen Meisterschaft im Skispringen in Garmisch-Partenkirchen völlig überraschend mit Sprüngen auf 135 Meter und 139 Meter vor Michael Neumayer und Michael Uhrmann. Seine bis dahin beste Platzierung in einem Einzelspringen erreichte er beim Sommer-Grand-Prix in Klingenthal am 3. Oktober 2009, als er den Wettkampf als 7. beendete.

In der Saison 2009/2010 gehörte er dann erstmals fest zum A-Kader der deutschen Mannschaft. Am 16. Januar 2010 schaffte Wank erstmals den Sprung auf das Podest, indem er in Sapporo den zweiten Platz hinter Thomas Morgenstern erreichte.[7] Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver kam er im Springen von der Großschanze auf den 28. Platz.[8] Im Olympischen Teamspringen gelang Wank der bis dahin größte Erfolg seiner Karriere, er gewann zusammen mit Michael Neumayer, Martin Schmitt und Michael Uhrmann Silber.[9]

Am 19. August 2012 konnte er in Hinterzarten seinen ersten Sommer-Grand-Prix gewinnen.[10] Eine knappe Woche später gewann er in Hakuba beide Springen des Wettbewerbes.[11] Mit diesen drei Siegen legte er den Grundstock für den Gesamtsieg im Sommer-Grand-Prix, den er sich endgültig durch einen 15. Rang beim abschließenden Springen in Klingenthal sicherte.[12]

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 in Val di Fiemme gewann er mit seinen Teamkollegen Severin Freund, Michael Neumayer und Richard Freitag hinter Österreich die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb von der Großschanze, nachdem dem norwegischen Team nachträglich für eine Fehlberechnung des Anlaufes die Silbermedaille aberkannt wurde. Der Vorsprung vor den nun Drittplazierten Polen betrug nur 0,8 Punkte.[13] Eine Woche später gewann er mit der deutschen Mannschaft in Lahti erstmals ein Teamspringen im Weltcup.[14]

Im Januar 2014 setzte sich Andreas Wank teamintern gegen Michael Neumayer durch und sicherte sich damit den verbliebenen deutschen Startplatz für die Olympischen Winterspiele in Sotschi.[15] Dort belegte er auf der Normalschanze den zehnten Platz, nachdem er vor dem zweiten Durchgang noch auf Rang fünf gelegen hatte. Am 17. Februar 2014 wurde Wank in Sotschi zusammen mit Marinus Kraus, Andreas Wellinger und Severin Freund Olympiasieger im Mannschaftsspringen.

Im Mai 2014 hat sich Wank dazu entschieden, zukünftig für den SC Hinterzarten anstatt für den WSV Oberhof 05 an den Start gehen wird, da er seit 2010 am Stützpunkt in Hinterzarten trainiert.[16]

Erfolge[Bearbeiten]

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 9. März 2013 Lahti Finnland

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2006/07 87 003
2007/08 71 011
2008/09 59 018
2009/10 21 259
2010/11 64 009
2011/12 22 227
2012/13 28 287
2013/14 34 171

Grand-Prix-Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 19. August 2012 Hinterzarten Deutschland
2. 25. August 2012 Hakuba Japan
3. 26. August 2012 Hakuba Japan

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2006 62 040
2008 22 092
2009 30 059
2010 61 014
2011 19 148
2012 01 449
2013 20 143

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andreas Wank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andreas Wank. Viessmann-Sports. Abgerufen am February 2014.
  2. Wohlfühlen in Breitnau – Andreas Wank springt aus Oberhof in den Schwarzwald Badische Zeitung, 14. August 2012, abgerufen am 18. Februar 2014.
  3. Skispringen: Interview: Warum Skispringer Andreas Wank nach Titisee zieht, Badische Zeitung, 22. November 2013, abgerufen am 15. Dezember 2013
  4. FH begrüßt Jahrgang 2008. FH Ansbach. 26. März 2008. Abgerufen am 16. Mai 2009.
  5. Andreas Wank: "Noch nicht am Ende der Entwicklung". skispringen.com. 12. Mai 2013. Abgerufen am 16. Mai 2013.
  6. Dieter Maurer: Großer Empfang für Olympiasieger Andreas Wank. In: Badische Zeitung. 3. August 2014, abgerufen am 8. November 2014.
  7. Ergebnisliste auf www.fis-ski.com, abgerufen am 1. Januar 2011.
  8. Resultat: Skispringen Olympische Spiele Vancouver (CAN) HS140 Herren. www.sports-reference.com. Abgerufen am 10. März 2013.
  9. spiegel.de vom 22. Februar 2010: Olympische Winterspiele - DSV-Quartett springt zu Silber
  10. „Wank ist hitzeresistent - Erster Sieg“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 19. August 2012.
  11. „Wank holt sich den Hattrick“ bei www.berkutschi.com
  12. „Andreas Wank GP-Gesamtsieger - Freund gewinnt Finale“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 3. Oktober 2012.
  13. „Titel an das Team aus Österreich“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 2. März 2013.
  14. „Deutschland dominiert Teamspringen“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 10. März 2013.
  15. „Andreas Wank löst fünftes Olympia-Ticket“ bei skispringen.com, abgerufen am 19. Januar 2014.
  16. „Hinterzarten statt Oberhof: Andreas Wank wechselt den Verein“ bei skispringen.com, abgerufen am 26. Mai 2014.