Android (Betriebssystem)

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Android
Logo Android-Schriftzug
Bildschirmfoto
AndroidKitKatHomeScreen.jpg
Der Startbildschirm in Android 4.4.4 (KitKat)
Basisdaten
Entwickler Open Handset Alliance
Sprache(n) mehrsprachig (46 Sprachen)
Aktuelle Version 4.4.4 (KitKat)
(19. Juni 2014)
Aktuelle Vorabversion L
(4. Juli 2014)
Abstammung Linux
↳ Android
Kernel monolithisch (Linux)
Chronik Siehe Versionsverlauf
Architekturen ARM, MIPS, PPC, x86
Lizenz Apache 2.0, GPLv2[1]
Website www.android.com und für Entwickler developer.android.com

Android (von englisch android /ˈænˌdrɔjd/ von griechisch androïdes menschenähnlich, Androide) ist sowohl ein Betriebssystem als auch eine Software-Plattform für mobile Geräte wie Smartphones, Mobiltelefone, Netbooks und Tablet-Computer,[2] die von der Open Handset Alliance (gegründet von Google) entwickelt wird. Basis ist der Linux-Kernel. Bei Android handelt es sich um freie Software, die quelloffen entwickelt wird.[1] Android hatte als Smartphone-Betriebssystem im zweiten Quartal 2014 einen weltweiten Marktanteil von 84,6 Prozent[3] nach 79,3 Prozent im zweiten Quartal 2013,[4] 68,1 Prozent im zweiten Quartal 2012,[5] 52,5 Prozent im dritten Quartal 2011 und 25,5 Prozent im dritten Quartal 2010.[6] Im April 2013 verkündete Eric Schmidt, Executive Chairman von Google, dass pro Tag eineinhalb Millionen neue Android-Geräte aktiviert werden.[7] Dies sind knapp dreimal so viele wie noch im Juli 2011. Bis September 2013 wurden weltweit über eine Milliarde Android-Geräte aktiviert.[8]

Android beinhaltet einen Linux-Kernel, ist jedoch keine klassische Linux-Distribution, wie man sie für Desktop und Server kennt. Teilweise wurden Grundeigenschaften, die man bei einem unixoiden System erwarten würde, stark verändert.[9][10]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Sommer 2005 kaufte Google das im Herbst 2003 von Andy Rubin gegründete Unternehmen Android, von dem nur wenig mehr bekannt war, als dass es Software für Mobiltelefone entwickelte und vorrangig standortbezogene Dienste behandelte.[11] Ursprünglich war Android ausschließlich zur Steuerung von Digitalkameras gedacht.[12] Am 5. November 2007 gab Google bekannt, gemeinsam mit 33 anderen Mitgliedern der Open Handset Alliance ein Mobiltelefon-Betriebssystem namens Android zu entwickeln.[13] Seit dem 21. Oktober 2008 ist Android offiziell verfügbar.[14]

Das T-Mobile G1 ist das erste Smartphone mit dem Android-Betriebssystem.

Als erstes Gerät mit Android als Betriebssystem kam am 22. Oktober 2008 das HTC Dream unter dem Namen T-Mobile G1 in den Vereinigten Staaten auf den Markt. Dass bereits dieses erste Gerät auf das Global Positioning System (GPS) zugreifen konnte und mit Bewegungssensoren ausgestattet war, gehörte zum Konzept von Android. Seit Januar 2010 bringt Google mit der Nexus-Produktereihe auch selbst Android-Geräte auf den Markt. Diese werden von unterschiedlichen Hardware-Partnern gefertigt, die ebenfalls in eigenen Geräten auf Android setzen. Die Software hingegen stammt direkt von Google und wird ohne den sonst üblichen Herstelleraufsatz ausgeliefert. Dadurch ergeben sich kurze Wartezeiten bei Updates, da keine Anpassungen der Software erforderlich sind.

Oberfläche und Bedienung[Bearbeiten]

Der Nutzer steuert Android mittels verschiedener so genannter Navigationstasten. Diese bestehen aus „zurück“ (geht zur vorherigen Aktivität), „Home“ (öffnet den Startbildschirm) und „Letzte Applikationen“ (erlaubt das schnelle Hin- und Herschalten zwischen gleichzeitig laufenden Apps). Vor Android 4.0 und bei einzelnen Herstellern gibt es auch „Menü“ oder „Suche“. Samsung setzte lange Zeit in seinen Geräten auf den Menü- statt Multitasking-Button und vertauschte diesen auch von der Position her mit dem zurück-Button. Erst in neueren Modellen wird der von Google empfohlene Button verwendet.

Man unterscheidet zwischen Soft- und Hardwaretasten. Erstere befinden sich auf dem Display, letztere als physische Knöpfe auf dem Gerät selber. Vorteil an virtuellen Tasten ist, dass diese bei Bedarf gedreht bzw. versteckt werden und somit kostbaren Display-Platz freigeben können. Der Vollbild-Modus funktioniert aber nur ab Version 4.4. Davor ist es lediglich in Videos möglich, die Navigationsleiste zu verstecken.

Der Standard-Startbildschirm von Android 4.4 auf einem Nexus 4
Der Standard-Startbildschirm des Nexus 5 von Google (Android 4.4)

Der Startbildschirm, auch Homescreen genannt, dient in erster Linie zum Starten von Apps. Daher kommt auch die englische Bezeichnung „Launcher“ (engl. „to launch“ = starten). Anders als bei Apples iOS befinden sich nicht zwingend alle App-Verknüpfungen auf einer der Seiten des Startbildschirms, sondern diese sind im App-Drawer zu finden, der bis Android 1.6 mit einer Lasche, dann mit einem Knopf am unteren Rand zu finden ist. Dieser liegt direkt neben vier Hauptanwendungen im App-Dock, das auf allen Seiten sichtbar ist. Am oberen Rand wird immer eine Google-Suchleiste angezeigt, die in einem besonderen Launcher von Google auch einfach durch das Sprechen der Worte „Ok Google“ gestartet und dessen Spracheingabe aktiviert wird. Zwischen Dock und Suchleiste lassen sich in einem Raster Verknüpfungen (zu Apps, Lesezeichen, Kontakten, etc.) oder Widgets ablegen. Bei diesen handelt es sich um meist etwas größere Anzeigen von allgemeinen Daten, z. B. Wetter, Uhrzeit/Datum, Termine oder auch ein Taschenrechner.

Ein großer Vorteil von Android, die Anpassbarkeit, spielt vor allem auch beim Homescreen eine Rolle. So können Entwickler in ihre Programme Widgets einbauen, die der Nutzer auf dem Startbildschirm ablegen kann. Außerdem lassen sich alternative Launcher-Apps mit mehr Einstellungen oder einem anderen Bedienkonzept herunterladen. Beim Druck auf die Hometaste lässt sich auswählen, welche der Apps als Standardanwendung für den Startbildschirm benutzt werden soll. Auch andere Teile des Systems lassen sich ersetzen, bspw. die Tastatur oder der Standardbrowser.

Die Symbole der Status- oder Benachrichtigungsleiste
Benachrichtigungscenter von Android 4.4.2

Ein weiteres Merkmal des Betriebssystems ist die Benachrichtigungsleiste am oberen Bildschirmrand. Jede App kann selbst bei bestimmten Ereignissen eine Benachrichtigung erstellen, z. B. bei einer neuen Mail, einem Termin, einem Downloadvorgang oder einer neu installierten App. Ist die Leiste geschlossen, sieht der Nutzer oben links für jede Benachrichtigung ein passendes Symbol. Die rechte Seite informiert ebenfalls hauptsächlich mit Symbolen über Bluetooth-Verbindung, Klingelmodus, WLAN-Verbindung, Feldstärke und Datenverbindung oder Flugmodus, Akkustand und Uhrzeit (v. l. n. r.). Benachrichtigungen können dauerhaft sein, dann lassen sie sich nicht wie sonst per Wisch entfernen, sondern gehen von alleine, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt ist (z. B. die Benachrichtigung „USB-Debugging“ wenn das Gerät an einen Computer angeschlossen ist). Auch gibt es erweiterbare Benachrichtigungen, die per Nach-Unten-Ziehen weitere Buttons anzeigen, wie bspw. „Antworten“, „Weiterleiten“ oder „Löschen“ einer E-Mail, oder in der Audiowiedergabe ein größeres Cover, den Albumnamen und ein Zurückspulen-Knopf.

Um die Schnelleinstellungen oder „Quick Settings“ zu öffnen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder durch eine Zwei-Finger-Geste von oben nach unten bei geschlossener Leiste, oder mithilfe eines Buttons in der oberen rechten Ecke bei normal geöffneter Leiste. Das geöffnete Menü besteht aus drei Spalten mit Kacheln, die verschiedene Informationen enthalten: Benutzerkontakt mit Bild (wird bei Multiuser-Geräten u. a. auch zum Abmelden verwendet), Helligkeit (bei Druck erscheint der Helligkeitsregler), Einstellungsshortcut, WLAN-/Bluetooth-/Standort-Status (kurzer Druck öffnet entsprechendes Einstellungsmenü, langer Druck schaltet an bzw. aus), Batterie (Drauftippen führt zu den Batterie-Einstellungen) und Flugmodus (Druck schaltet an bzw. aus). Manche Kacheln erscheinen nur bei bestimmten Bedingungen, z. B. Bildschirmübertragung, nur, wenn entsprechende Bildschirme in Reichweite sind.

Viele Hersteller von Android-Geräten installieren ihre eigenen Herstelleraufsätze, wie HTC Sense, Samsung mit der TouchWiz UI und Sonys Xperia UI. Diese ändern das Design der Oberfläche drastisch, wobei der grundsätzliche Aufbau meist der gleiche bleibt. Die populärsten Geräte mit purem Android, auch „Vanilla Android“ oder „Stock Android“ genannt, sind die Nexus-Geräte, die von Google in enger Zusammenarbeit mit einem normalen Android-Hersteller entstanden sind und vom Internetriesen direkt schnell und lange mit Updates versorgt werden. Einen ähnlichen Status besitzen so genannte Google-Play-Editionen von bereits existierenden Geräten, die mit Stock-Android statt der Herstelleroberfläche ausgeliefert werden. Bei diesen kommen Updates zwar wieder von den Herstellern selber, erscheinen aber dennoch meist recht schnell.

Architektur[Bearbeiten]

Die Struktur von Android

Die Architektur von Android baute anfangs auf dem Linux-Kernel 2.6 auf, ab Android 4.x wird ein Kernel der 3.x-Serie verwendet.[15] Er ist für die Speicherverwaltung und Prozessverwaltung zuständig und stellt die Schnittstelle zum Abspielen von Multimedia und der Netzwerkkommunikation dar. Außerdem bildet er die Hardwareabstraktionsschicht für den Rest der Software und stellt die Gerätetreiber für das System.

Weitere wichtige Bausteine sind die auf der von Sun Microsystems entwickelten Java-Technik basierende virtuelle Maschine Dalvik und die dazugehörigen Android-Java-Klassenbibliotheken.[16] Die Inhalte der Klassenbibliothek orientieren sich stark an der Funktionalität der Java-Standard-Edition. Dabei wurde als Grundlage die freie Reimplementierung der Java-Standard-Edition Apache Harmony verwendet.[17] Die Laufzeitumgebung von Android basiert auf der Dalvik Virtual Machine, einer von Google-Mitarbeiter Dan Bornstein entwickelten virtuellen Maschine. Die Dalvik-VM ähnelt funktional der normalen Java-VM, beide führen sogenannten Byte-Code aus. Einer der wesentlichen Unterschiede ist die zugrundeliegende virtuelle Prozessorarchitektur. Die Java-VM basiert auf einem Kellerautomaten; Dalvik-VM hingegen ist eine Registermaschine. Durch die sich unterscheidende Prozessorarchitektur sind die Kompilate normaler Java-Compiler nicht für die Dalvik-VM geeignet, dennoch konnte Google auf die bestehenden Java-Entwicklungswerkzeuge zurückgreifen.

Die meisten modernen Compiler generieren als Zwischencode Kellerautomatencode. Dieser Zwischencode erlaubt es, von der Prozessorarchitektur der Zielplattform zu abstrahieren, der programmiersprachliche Teil wird von der konkreten Prozessorarchitektur getrennt. Da das Prozessormodell des Kellerautomaten besonders einfach ist, wird es üblicherweise für die Übersetzerzwischensprache verwendet. Die meisten realen Prozessoren sind heute aber Registermaschinen, so zum Beispiel die x86- und die ARM-Prozessoren. Registerarchitekturen sind oft effizienter, da bei ihr die CPU über eigene besonders schnell zugreifbare Speicherzellen – die Register – verfügt. Dalvik nimmt die Umwandlung des Kellerautomatencodes in die Registermaschinencodes schon zur Übersetzungszeit vorweg. Dafür wird das Werkzeug dx verwendet, „dx“ steht für Dalvik Cross-Assembler.

Anwendungen für die Androidplattform werden in der Regel in Java geschrieben, jedoch greifen diese in geschwindigkeitskritischen Bereichen auf zahlreiche in C oder C++ geschriebene native Bibliotheken zu. Darunter befinden sich neben Codecs für die Medienwiedergabe auch ein Webbrowser auf der Basis von WebKit, eine Datenbank (SQLite) und eine auf OpenGL basierende 3D-Grafikbibliothek.

Um eigene Programme für Android zu entwickeln, benötigt man ein aktuelles Java-SDK und zusätzlich das Android-SDK. Zuerst wird der in Java geschriebene Quelltext mit einem normalen Java-Compiler übersetzt und dann von einem Cross-Assembler für die Dalvik-VM angepasst. Aus diesem Grund können Programme prinzipiell mit jeder Java-Entwicklungsumgebung erstellt werden. Die fertige Anwendung muss in ein .apk-Paket (englisch „Android Package“) verpackt werden, anschließend kann sie über Google-Play oder direkt auf dem Gerät mit dem Paketmanager installiert werden.

Das Framework setzt auf starke Modularität. So sind alle Komponenten des Systems generell gleichberechtigt (ausgenommen die virtuelle Maschine und das unterliegende Kernsystem) und können jederzeit ausgetauscht werden. Es ist also beispielsweise möglich, eine eigene Anwendung zum Erstellen von Kurznachrichten oder zum Wählen von Rufnummern zu erstellen und die bisherige Anwendung damit zu ersetzen.

Einen weiteren Anwendungsentwicklungs- und Portierungsweg jenseits von Java bietet die SDL-Bibliothek für SDL- und nativen C-Code an. Über einen kleinen java-basierten Wrappercodeanteil wird über das JNI das Verwenden von nativem Code möglich gemacht.[18] Damit ist das Portieren vorhandener SDL-Applikationen auf Android relativ problemlos möglich, wie zum Beispiel im Jagged-Alliance-2-Port.[19]

Da Android nicht den vollen Umfang der GNU-Bibliotheken standardmäßig umfasst oder nicht-standardkonform implementiert sowie ein eigenes Fenstersystem besitzt, ist eine Portierung vorhandener Linuxanwendungen oder Bibliotheken schwierig.[20]

Android verwendet EGL als Schnittstelle zwischen dem Fenstersystem und OpenGL ES sowie OpenVG.

Verfügbarkeit der Quellen[Bearbeiten]

Android ist eine freie Software. Der größte Teil der Plattform steht unter der Apache-Lizenz – Ausnahmen sind der Linux-Kernel, der unter der GPL 2 vertrieben wird, und einzelne vorinstallierte Anwendungen von Google, deren Quelltext nicht verfügbar ist. Der Quelltext der ausschließlich für Tablets geschriebenen und zunächst nur für ausgewählte Gerätehersteller verfügbaren Version 3 wurde von Google erst im Zuge der Veröffentlichung der Quellen von Version 4 freigegeben.[1][21]

Versionen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Android-Versionen

Seit Version 1.5 tragen alle Versionen neben der Versionsnummer den englischen Namen einer Süßspeise, dessen Anfangsbuchstaben jeweils im Alphabet aufsteigend ist.

Alle Versionen bis einschließlich Version 2.3.x „Gingerbread“ waren nur für Smartphones vorgesehen, wurden aber auch in Navigations- und anderen Geräten eingesetzt. Mit der Version 3 mit Beinamen „Honeycomb“ kam ein seitens Google rein für Tablets vorgesehenes Betriebssystem. Die Trennung zwischen den beiden Geräteklassen wurde mit „Ice Cream Sandwich“ aufgehoben, welches von Grund auf für beide Systeme vorgesehen ist.

Da der Tablet-Markt immer stärker wuchs und Google „Honeycomb“ erst recht spät veröffentlichte, brachten einige Hersteller Tablets auf den Markt, die entgegen Googles Empfehlungen unter „Gingerbread“ liefen. Umgekehrt wollte Google verhindern, dass die „Honeycomb“-Version auf Smartphones eingesetzt wird, weswegen der Quellcode erst verspätet veröffentlicht wurde.[22]

Zu jeder Android-Version designt die Open Handset Alliance oder Google ein Android-Maskottchen mit der jeweils zur Version gehörenden Süßspeise. Dieses kann ab Version 2.3 durch mehrmaliges Berühren der Android-Version in den Systemeinstellungen angezeigt werden.

Vorhandene Software[Bearbeiten]

Logo von Google Play

Im Google Play Store (ehemals Android Market) gab es im Juli 2013 mehr als 1.000.000 Anwendungen. Damit verfügt Googles Play Store seitdem über ein größeres App-Angebot als der vorher marktführende App-Anbieter Apple.[23] Im SDK werden zusätzlich eine Reihe von Anwendungen, darunter ein Webbrowser, die Kartenanwendung Google Maps, eine SMS-, E-Mail- und Adressbuchverwaltung, ein Musikprogramm, eine Kamera- und Galerieapplikation, sowie ein Satz von API-Demoanwendungen mitgeliefert.

Erstellte Software kann von den Entwicklern bei Google Play angeboten werden. Verkaufen kann man sie dort allerdings nur, wenn man in bestimmten Staaten ansässig ist, aufgeführt sind unter anderem Deutschland, Österreich sowie die Schweiz.[24] Kostenfreie Software macht etwa 69 Prozent aus.[25]

Neben Google Play stehen Entwicklern und Endanwendern auch noch eine Reihe anderer Märkte und Plattformen für Android-Software offen; manche vermeintlich eigenständige verweisen jedoch wiederum auf Google Play.

Google behält eine gewisse Kontrolle über Android-Software. Nur lizenzierte Android-Distributionen dürfen die Google-eigenen (closed-source) Anwendungen wie Google Mail oder Google Maps verwenden sowie auf den Google Play Store für weitere Applikationen zugreifen. Verschiedene Tablets verwenden ein unlizenziertes Android 4 und haben keine Berechtigung für den Zugriff auf den Google Play Store. Auch ist es nicht möglich, Applikationen aus dem Google Play Store auf einem Nicht-Android-System herunterzuladen (z.B. einem normalen PC), um sie dann über USB auf einem Android-Gerät zu installieren. Einige Software-Hersteller bieten jedoch ihre Applikationen auch in alternativen App-Stores oder direkt als Installationsdatei an; diese lässt sich dann auf beliebige Weise herunterladen und auf dem Android-Gerät installieren.

Barrierefreiheit[Bearbeiten]

Seit Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) besitzt das Betriebssystem einen hohen Grad an Barrierefreiheit. Die benötigte Software ist bereits installiert und kann theoretisch von einem Blinden selbständig aktiviert werden. Dabei bietet Android den Vorteil, dass Sprachausgabe (Screenreader) und Bildschirmvergrößerung parallel genutzt werden können. Unterstützung für Braillezeilen bietet Android seit der Version 4.1 und der Erweiterung BrailleBack.[26]

Verbreitung und Erfolg[Bearbeiten]

Marktanteile der Smartphone-Betriebssysteme laut Strategy Analytics für das 2. Quartal 2014[27]
Betriebssystem Prozent
Android
  
84.6 %
Apple iOS
  
11.9 %
Windows
  
2.7 %
BlackBerry OS
  
0,6 %
Andere
  
0.2 %
Marktanteile der Smartphone-Betriebssysteme laut IDC für das 3. Quartal 2013 (Verkäufe)[28]
Betriebssystem Prozent
Android
  
81,0 %
Apple iOS
  
12,9 %
Windows
  
3,6 %
BlackBerry OS
  
1,7 %
Linux
  
1,5 %
Marktanteile der Smartphone-Betriebssysteme laut IDC für das 3. Quartal 2012 (Verkäufe)[29]
Betriebssystem Prozent
Android
  
75,0 %
Apple iOS
  
14,9 %
BlackBerry OS
  
4,3 %
Symbian
  
2,3 %
Windows Mobile/Phone
  
2,0 %
Linux
  
1,5 %
Marktanteile laut Gartner Inc. für das Jahr 2010 (Verkäufe)[30]
Hersteller Prozent
Symbian
  
37,6 %
Android
  
22,7 %
RIM
  
16,0 %
Apple iOS
  
15,7 %
Windows Mobile/Phone
  
4,2 %
Linux (ohne Android)
  
2,1 %
Andere
  
1,7 %
Verbreitung der jeweiligen unterstützten Android-Versionen (Juli 2014)[31]
Version Prozent
2.3 (Gingerbread)
  
13,6 %
4.0 (Ice Cream Sandwich)
  
10,6 %
4.1-4.3 (Jelly Bean)
  
54,2 %
4.4 (KitKat)
  
20,9 %

Im ersten Quartal 2010 wurden in den Vereinigten Staaten erstmals mehr Android-Mobiltelefone als iPhones verkauft.[32] Der Marktanteil bei Neugeräten betrug im untersuchten Zeitraum für Google 28 Prozent im Gegensatz zu 21 Prozent bei Apple.[33]

Weltweit wurden 2010 mit 67,2 Millionen erstmals mehr Android-Smartphones verkauft als Blackberry-Geräte (47,5 Mio.) und iPhones (46,6 Mio),[34] nachdem es 2009 noch 5 Millionen Android-Geräte zu 25 Millionen iPhones (iOS) bzw. nach Angaben von Gartner Inc. 6,8 Millionen zu 24,9 Millionen waren.

2013 wurden weltweit etwa 870 Millionen Androidgeräte verkauft, für 2014 werden von Gartner etwa 1,1 Milliarden erwartet. Damit war Android in beiden Jahren vor Windows (330 bzw. 360 Millionen Geräte) das meistinstallierte Betriebssystem über die Geräteklassen PC, Smartphone und Tablet hinweg.[35][36]

Bei den Internetzugriffen ist Android seit Juli 2014 das führende Smartphone-Betriebssystem.[37]

Aktivierungen von Android-Geräten pro Tag
April 2013 1.500.000[7]
März 2013 1.350.000[38]
Juni 2012 900.000[39]
Februar 2012 850.000[40]
Dezember 2011 700.000[41]
Juli 2011 550.000[42]
April 2011 350.000[43]
Dezember 2010 300.000[44]
August 2010 200.000[45]
Juni 2010 160.000[46][47]
Mai 2010 100.000[47]
Februar 2010 60.000[48][47]

Am 3. September 2013 verkündete Sundar Pichai, dass bis dato eine Milliarde Geräte aktiviert worden seien.[49]

Durch die Entscheidung von Google, sein Betriebssystem kostenlos zur Verfügung zu stellen, ist die Nutzung bei Herstellern von Endgeräten beliebt. Diese Entscheidung führte jedoch auch zu einer starken Fragmentierung. Laut einer im Mai 2012 vom Unternehmen Staircase vorgenommenen Untersuchung unter Android-Smartphone-Nutzern, die über einen Zeitraum von einem halben Jahr durchgeführt wurde, konnten 3997 verschiedene Geräte von insgesamt 599 Herstellern gezählt werden. Allerdings wird das Ergebnis durch sogenannte Custom-Roms, das heißt nicht originale vom Hersteller bereitgestellte Betriebsprogramme, etwas verfälscht.[50]

Viele Hersteller, insbesondere in China,[51][52] verwenden eine unlizenzierte Android-Version, die keine Google-Dienste wie Google Maps, den Google Play Store und Gmail enthält. Nach Schätzungen von Analysten betrifft dies zwischen 23 %[53][52] und 41 %[51] aller verkauften Android-Geräte.

Portierungen[Bearbeiten]

Da die Quellen von Android frei verfügbar sind und auch keine rechtlichen Gründe dagegen sprechen, kann es verhältnismäßig einfach auf nahezu jeden ausreichend leistungsfähigen Rechner portiert werden. Wenn eine Plattform vom Linux-Kernel unterstützt wird, besteht eine gute Möglichkeit, dass eine Portierung von Android gelingt. Es gibt Portierungen für Smartphones, die ursprünglich mit einem anderen Betriebssystem ausgeliefert wurden. Andere Projekte portieren Android für einen handelsüblichen Desktop-Computer. Viele dieser Portierungsprojekte werden von einer weltweiten Entwickler-Community vorangetrieben. Die Open Handset Alliance unterstützt diese Projekte mit einer eigenen Portierungsanleitung.[54]

Portierungen für andere Smartphones[Bearbeiten]

XDAndroid
Portierung für Smartphones mit Windows Mobile 6.1 oder 6.5. Die Entwickler kümmern sich vor allem um ältere HTC-Geräte. XDAndroid kann Windows Mobile vollständig ersetzen, alternativ kann eine Dualboot-Konfiguration installiert werden. Mit einer Speicherkarte wird das neue Betriebssystem auf das Gerät eingespielt oder gleich von dort gebootet.[55][56]
Andromnia
Früher Versuch, Android auf verschiedenen Samsung-Omnia-Geräten zum Laufen zu bekommen. Android startet auf diesen Geräten von einer SD-Card und ändert am Omnia sonst nichts. Die Unterstützung der Hardware ist noch rudimentär.[57]
iPhone
Es gibt mehrere Berichte über erfolgreiche Portierungen von Android auf das Apple iPhone.[58] Teilweise sind auch Quellcodes veröffentlicht worden, mit denen man selbst Versuche anstellen kann.[59] Alle diese Entwicklungen befinden sich noch in einem sehr frühen experimentellen Entwicklungsstadium.[60]
Experimentelle Versuche mit dem Samsung Jet (S8000)
Portierung von Android auf das Samsung Jet („Jetdroid“).[61]
Openmoko
Weitestgehend erfolgreich und mit nur kleineren Einschränkungen gibt es auch eine Portierung von Android auf das freie Smartphone Openmoko des gleichnamigen Herstellers, das ursprünglich das Ziel hatte, die Entwicklung von freien und offenen Smartphones (sowohl hard- als auch softwareseitig) voranzutreiben.[62]
NITDroid
Portierung für Nokia Internet Tablets und insbesondere das Smartphone Nokia N900, welches nativ mit Maemo 5 betrieben wird. Seit März 2012 wird auch das Nokia N9 unterstützt. Nativ läuft dieses Smartphone mit dem Meego-Betriebssystem. Es ist dual-boot-fähig.[63][64]
Badadroid
Portierung für das Smartphone Samsung Wave S8500 und Wave S8530, welches eigentlich mit bada betrieben wird. Aktueller Project Status: Pre-Alpha.[65]
Android Player
Portierung von RIM auf das hauseigene Playbook OS 2 und die neue Version des BlackBerry BB10.[66] Dazu wurde die Dalvik VM Runtime auf das POSIX-kompatible Betriebssystem QNX portiert. Es stehen die meisten APIs der Android-Version 2.3.3 zur Verfügung. Ab OS 2.1 ist auch ein Zugriff auf die Kamera und das "Android In-app Billing" möglich. Jede Android-Applikation wird in einem separaten Fenster angezeigt.

Portierungen für die x86/AMD64-Plattform[Bearbeiten]

LiveAndroid
LiveAndroid ist eine Portierung des Handy-Betriebssystems auf x86-kompatible PCs oder Netbooks. Es ist seit dem 21. August 2009 als Live-CD (Version 0.3) verfügbar und soll auch als Live-USB-Version weiterentwickelt werden, wird allerdings seit September 2009 nicht weiterentwickelt.[67]
Android x86
Portierung des Android-Betriebssystems auf PC, Note- und Netbook; ursprünglich lag der Entwicklungsschwerpunkt auf dem Asus Eee PC. Die derzeit stabile Version basiert auf Android 4.4.2. (Android-x86-4.4-RC1) vom 14. Februar 2014 und ist als USB- und CD-ROM-Image erhältlich.[68] Das Projekt betreibt einen Git-Server, auf dem sämtliche Forks des (portierten) Betriebssystemcodes vorgehalten werden.
WindowsAndroid
Portierung von Android 4.0.3 auf Windows-PCs.
Jar of Beans
JellyBean-Emulator der Nexus-ROMs. (Android 4.1.1)
AndroVM
Virtuelle Maschine für Android 4.1.1.

Bekannte Derivate[Bearbeiten]

Derivat Bemerkungen
Aliyun OS Von AliCloud entwickelt, einer Tochterfirma der chinesischen Alibaba Group.
Android Open Kang Project (AOKP)[69] Basiert auf Android 4.0.3, 4.1.1, 4.2.2, 4.3 und 4.4.2[70].
CyanogenMod Wird unter Leitung der Cyanogen Inc. von deren Mitarbeitern und einer Entwickler-Community gepflegt und weiterentwickelt.[71]
ColorOS Eine Entwicklung der chinesischen Firma Oppo.[72]
OmniROM Sieht sich als communitynähere Nachfolge von CyanogenMod, nachdem diese von der Cyanogen Inc. geleitet wurde.[73][74]
Paranoid Android Der Hybrid-Modus ist eine Besonderheit.
Replicant[75] Diese Variante beinhaltet ausschließlich freie Software.
MIUI[76] System von Xiaomi Tech, einem chinesischen Smartphone-Hersteller.

Kritik[Bearbeiten]

Fernzugriff auf Geräte[Bearbeiten]

Google hat die Möglichkeit, sofern die Google Apps installiert sind, Software ohne vorherige Nachfrage beim Nutzer zu löschen und zu installieren. Über etwaige dauerhafte Verbindungen mit Google-Servern könnten Applikationen via Fernzugriff ohne Einwirkung, jedoch unter Wissen des Nutzers, gelöscht und installiert werden (Statusmeldung).[77] Falls Google eine kostenpflichtige Software löscht, erhält der Kunde den Kaufpreis zurück. Im Juni 2010 hat Google erstmals Anwendungen auf den Endgeräten der Anwender durch einen Fernzugriff gelöscht, nachdem Sicherheitsexperten ein Schadprogramm in den damaligen Android Market eingeschleust hatten, um auf fehlende Kontrollen aufmerksam zu machen.[78]

Offenheit[Bearbeiten]

Obwohl Android freie Software ist, befindet sich bei den meisten standardmäßig ausgelieferten Android-Geräten proprietäre Software von Google, wie etwa die Kartensoftware Google Maps. Auch die meisten eng eingebundenen Google-Online-Services, wie die Google Suchmaschine oder Google Mail, sind proprietär. Überdies besteht Kritik an einem Entwicklungsmodell, das wenig Offenheit für außenstehende Entwickler zeigt. In einer von der EU finanzierten Studie vom Juli 2011 wurden verschiedene Freie-Software-Projekte mit einem Open Governance Index bewertet, Android fiel dabei mit großem Abstand auf den letzten Platz, während Projekte wie MeeGo, Linux oder Eclipse aufgrund ihres offeneren Entwicklungsprozesses punkteten. Android wurde als „the least open mobile open source project“ („das am wenigsten offene Open-Source-Projekt für Mobiltelefone“) bezeichnet.[79][80] Auch wurde die erste Version von Android erst hinter verschlossenen Türen entwickelt und dann freigegeben.[81]

Da Android-Systeme nicht vollständig freie Software sind und Google Play die Verwendung proprietärer Binär-Software ermöglicht, stehen Richard Stallman und die Free Software Foundation Android sehr kritisch gegenüber und empfehlen die Verwendung von Alternativen.[82][83]

Kontrolle durch Google[Bearbeiten]

Wegen Googles Kontrolle über die Marke Android sowie über das Betriebssystem sind Gerätehersteller auf die Zusammenarbeit mit Google angewiesen. Diese Kontrolle soll Google in der Vergangenheit unter anderem genutzt haben, um zu verhindern, dass Gerätehersteller die Lokalisierungsdienste von Skyhook Wireless anstatt der Google-eigenen benutzen[84][85] sowie um zu verhindern, dass Acer Geräte mit dem konkurrierenden Betriebssystem Aliyun vorstellt.[86]

Übermittlung privater Daten[Bearbeiten]

Viele Applikationen benötigen Zugang zu privaten Daten wie Kontakte, Lokalisierung sowie Telefonnummer und können diese auch übermitteln. Man kann diesen Zugang verwehren, in diesem Fall wird die Applikation nicht installiert. Einer App können bestimmte Berechtigungen auch nach der Installation wieder entzogen werden, was oft auch ohne Root-Berechtigungen möglich ist. Evtl. ist sie anschließend nicht mehr lauffähig. Es sind zahlreiche Apps bekannt, die deutlich mehr Berechtigungen anfordern und Daten übermitteln, als für ihre Funktion notwendig wäre.[87][88]

Mitunter fragen auch vorinstallierte Applikationen unnötig viele private Daten ab. Das lässt sich kaum verhindern und die vorinstallierten Applikationen können auch nicht ohne Root-Rechte entfernt werden.[87][89] Selbst reine Sammel-Apps gänzlich ohne Funktion für den Nutzer wurden bereits vorinstalliert ausgeliefert.[90]

Applikationen mit Berechtigung zum Internetzugriff können Dateien der SD-Karte ins Internet hochladen.[91]

Schadsoftware[Bearbeiten]

Mit seinem ständig steigenden Verbreitungsgrad wird Android für Schadsoftware-Schreiber immer interessanter[92]. Insbesondere die Möglichkeit, ungeprüfte Apps von Drittanbietern zu installieren (dazu ist die Zustimmung des Nutzers erforderlich), erhöht die Gefahr. Google prüft seit Anfang 2012 alle Apps im Play Store automatisch.[93] Daher ist man, wenn man Apps nur von dort installiert, relativ sicher; es sind jedoch auch Fälle von Schadsoftware-Verbreitung über den Play Store bekannt. Weitere Sicherheit bietet das in Android standardmäßige Sandboxing: Alle Apps laufen getrennt in einer Virtuellen Maschine. Angeforderte Berechtigungen der Apps werden angezeigt und bedürfen der Zustimmung des Nutzers.

Diverse Anbieter von Sicherheitssoftware stellen Sicherheits-Apps mit mehr oder weniger guten Resultaten zur Verfügung. Diese Hersteller sind es auch, die oftmals laut und medienwirksam auf eine „Bedrohung“ aufmerksam machen, um ihre Produkte zu vermarkten.[94] Eine weitere Art der Bedrohung über den in den neuesten Geräten vorhandenen Nahbereichsfunk NFC wurde von einem Sicherheitsspezialisten auf der Hackerkonferenz Black Hat 2012 vorgeführt.[95]

Verfügbarkeit von Updates[Bearbeiten]

Bildschirm eines Android-Gerätes bei einem Software-Update

Android-Smartphones werden oft mit einer älteren Version des Betriebssystems verkauft.[96] Meist gibt es zwischen Kunden und Herstellern keine Supportverträge, wodurch keine vertraglichen Verpflichtungen für den Hersteller bestehen, Updates zur Verfügung zu stellen. Auch ist er durch den Kauf des Geräts nur zu dessen einwandfreiem Betrieb im Auslieferungszustand verpflichtet – eine Update-Verpflichtung aus dem Kaufvertrag besteht nicht. Dass Updates „verspätet“ oder gar nicht erscheinen, wird von Kunden scharf kritisiert.[96]

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai 2011 wies Google jedoch darauf hin, dass zahlreiche Hersteller bei jedem neuen Gerät für mindestens 18 Monate nach der Veröffentlichung Updates auf die aktuelle Android-Version bereitstellen würden.[97][98] Allerdings gibt es bereits Meldungen, wonach Hersteller diese Selbstverpflichtung brechen.[99] Auf der Google I/O im Juni 2012 veröffentlichte Google ein Platform Development Kit, das es Herstellern frühzeitig ermöglicht, neue Android-Versionen auf ihre Hardware zu portieren.[100]

Durch die Quelloffenheit von Android und des Linux-Kernels stellen freie Entwicklerteams inoffizielle Updates, sogenannte Custom-Roms, für einige Geräte bereit.

Nicht betroffen von der späten bzw. nicht vorhandenen Aktualisierung sind die Geräte der Google Nexus-Serie (z. B. Google Nexus 5, Nexus 4, Galaxy Nexus, Nexus 7, Nexus 10). Diese erhalten aktuelle Updates von Android mit nur kurzen Verzögerungen. Sie sind so lange auf dem neuesten Stand, bis die 18-monatige Zeitspanne der Update-Unterstützung endet.[101]

Patentstreitigkeiten[Bearbeiten]

Google wird beschuldigt, mit Android eine große Anzahl von Patenten anderer Firmen zu verletzen. Infolgedessen kam es seit 2009 weltweit zu einer Reihe von Rechtsstreiten mit Geräteherstellern. Microsoft hat mit den drei Auftragsfertigern Quanta, Wistron und Compal sowie den Herstellern Samsung, HTC, Acer, ViewSonic, Onkyo, General Dynamics Itronix und Velocity Micro Lizenzverträge abgeschlossen und verdient dadurch Schätzungen zufolge zwischen 3 und 12,50 US-Dollar pro verkauftem Android-Gerät, insgesamt etwa 500 Mio. US-Dollar im Geschäftsjahr 2012. [102][103][104]

Zudem wurde Google im August 2010 von Oracle verklagt, weil angeblich Patent- und Markenrechte im Zusammenhang mit Java verletzt wurden.[105] Den Rechtsstreit konnte Google in erster Instanz für sich entscheiden.[106] Das Berufungsgericht gab Oracle jedoch recht und erkannte darauf, dass Urheberrechte an Java-APIs verletzt worden seien. Über den weiteren Fortgang entscheidet ein noch anhängiges Wiederaufnahmeverfahren.[107]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arno Becker, Marcus Pant: Android 2. Grundlagen und Programmierung. dpunkt.verlag, 2010, ISBN 978-3-89864-677-2 (Online Version der 1. Auflage).
  • Mark L. Murphy: Beginning Android 2. Beginning the journey toward your own successful Android 2 applications. APress, 2010, ISBN 978-1-4302-2629-1.
  • Reto Meier: Professional Android 4 Application Development. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 978-1118102275.
  • Ed Burnette: Hello, Android: Introducing Google's Mobile Development Platform. Pragmatic Programmers, 2010, ISBN 978-1-934356-56-2.
  • Mike Bach: Mobile Anwendungen mit Android: Entwicklung und praktischer Einsatz. Addison-Wesley, 2010, ISBN 978-3-8273-3047-5.
  • Donn Felker: Android Apps Entwicklung für Dummies. Wiley-VCH Verlag GmbH & Co, 2011 ISBN 978-3-527-70732-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikibooks: Googles Android – Lern- und Lehrmaterialien
 Commons: Android – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
.NET-Compiler für Android

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Licenses (englisch) In: Licenses. Open Handset Alliance. Abgerufen am 9. September 2012: „The preferred license for the Android Open Source Project is the Apache Software License, 2.0. [...] Why Apache Software License? [...] For userspace (that is, non-kernel) software, we do in fact prefer ASL2.0 (and similar licenses like BSD, MIT, etc.) over other licenses such as LGPL. Android is about freedom and choice. The purpose of Android is promote openness in the mobile world, but we don't believe it's possible to predict or dictate all the uses to which people will want to put our software. So, while we encourage everyone to make devices that are open and modifiable, we don't believe it is our place to force them to do so. Using LGPL libraries would often force them to do so.
  2. Android vs. Windows: Google greift Microsoft an. In: stern.de, 23. Februar 2009. 
  3. Android läuft auf fast 85 Prozent aller Smartphones. Golem.de. 1. August 2014. Abgerufen am 2. August 2014.
  4. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Marktforscher-Windows-Phone-explodiert-1931586.html
  5. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Marktforscher-Ueber-100-Millionen-Androiden-ausgeliefert-1659638.html
  6. Smartphones: Android überholt Symbian, Apple verliert Marktanteile. Heise.de. 31. Januar 2011. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  7. a b Przemyslaw Szymanski: Eric Schmidt: Bald mehr als eine Milliarde Android-Geräte. 17. April 2013. Abgerufen am 17. April 2013.
  8. http://www.golem.de/news/kitkat-android-wird-zum-schokoriegel-1309-101362.html
  9. zdnet.de: „Wieviel Linux steckt in Googles OS?“ von Christoph H. Hochstätter, 18. Mai 2011. Abgerufen am 11. September 2013
  10. Anika Kehrer: Wieviel Linux steckt in Android?. Online auf linux-magazin.de vom 10. November 2009; abgerufen am 11. September 2013.
  11. Google Buys Android for Its Mobile Arsenal. Bloomberg L.P.. 17. August 2005. Abgerufen am 4. Januar 2010.
  12. Golem.de: Andy Rubin erzählt aus Android-Geschichte, abgerufen am 25. März 2014
  13. Google unveils cell phone software and alliance. CBS. 5. November 2007. Abgerufen am 12. Januar 2010.
  14. Android is now available as open source. Google. 21. Oktober 2008. Archiviert vom Original am 28. Februar 2009. Abgerufen am 7. Januar 2010.
  15. what is android. developer.android.com. 21. Juli 2011. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  16. Android Developers Package Index. developer.android.com. Abgerufen am 27. Oktober 2011.
  17. Google's Android SDK Bypasses Java ME in Favor of Java Lite and Apache Harmony. www.infoq.com. Abgerufen am 24. Februar 2012.
  18. Simple DirectMedia Layer for Android (englisch) sdl.org. 12. August 2012. Abgerufen am 9. September 2012: „How the port works, - Android applications are Java-based, optionally with parts written in C, - As SDL apps are C-based, we use a small Java shim that uses JNI to talk to the SDL library, - This means that your application C code must be placed inside an android Java project, along with some C support code that communicates with Java, - This eventually produces a standard Android .apk package
  19. JA2 Stracciatella Feedback » Jagged Alliance 2 Android Stracciatella Port RC2 Release - please test auf the Bear's Pit Forum, 3. Oktober 2011 (englisch)
  20. Ryan Paul: Dream(sheep++): A developer's introduction to Google Android (englisch) In: Ars Technica. 23. Februar 2009. Abgerufen am 15. Februar 2012: „The problem with Google's approach is that it makes Android an island. The highly insular nature of the platform prevents Android users and developers from taking advantage of the rich ecosystem of existing third-party Linux applications. Android doesn't officially support native C programs at all, so it won't be possible to port your favorite GTK+ or Qt applications to Android.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGoogle stellt Quellcode für Android 4.0 bereit. heise online, 15. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  22. Computerbase: „Honeycomb“-Quellcode wird vorerst nicht veröffentlicht
  23. http://www.phonearena.com/news/Androids-Google-Play-beats-App-Store-with-over-1-million-apps-now-officially-largest_id45680
  24. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUnterstützte Standorte für Händler. Google, abgerufen am 27. Juni 2012.
  25. AndroidLib: Distribution of free and paid apps. Androlib.com. Abgerufen am 17. Dezember 2011.
  26. BrailleBack&hl=de
  27. Android läuft auf fast 85 Prozent aller Smartphones. Golem.de. 1. August 2014. Abgerufen am 2. August 2014.
  28. IDC: Android erreicht Marktanteil von 80 Prozent. hardwareluxx.de. Abgerufen am 7. Dezember 2013.
  29. Android Marks Fourth Anniversary Since Launch with 75.0% Market Share in Third Quarter. International Data Corporation. 1. November 2012. Abgerufen am 2. November 2012.
  30. http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1543014
  31. Plattform Versions: Current Distribution. developer.android.com, abgerufen am 13. August 2014.
  32. Android überholt das iPhone in den USA – Meldung am 11. Mai 2010 von Der Standard
  33. Die Smartphone-Marktforschung sieht Android vor dem iPhone – Apple sieht es anders. De.engadget.com. 12. Mai 2010. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  34. Gartner Says Worldwide Mobile Device Sales to End Users Reached 1.6 Billion Units in 2010; Smartphone Sales Grew 72 Percent in 2010. gartner.com. 9. Februar 2011. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  35. http://www.silicon.de/41593660/2014-verkaufen-haendler-mehr-als-milliarde-android-geraete/
  36. http://www.zdnet.de/88180388/gartner-hersteller-liefern-2014-mehr-als-milliarde-android-geraete-aus/
  37. http://www.golem.de/news/smartphones-android-ueberholt-ios-bei-den-aktiven-nutzern-1408-108340.html?utm_source=nl.2014-08-05.html&utm_medium=e-mail&utm_campaign=golem.de-newsletter
  38. Larry Page: Update from the CEO. 13. März 2013. Abgerufen am 15. April 2013.
  39. 900.000 aktivierte Android-Geräte pro Tag. golem.de.de. 11. Juni 2012. Abgerufen am 27. Februar 2012.
  40. Pro Tag werden 850.000 Android-Geräte aktiviert. computerwoche.de. 27. Februar 2012. Abgerufen am 27. Februar 2012.
  41. 700.000 Android-Geräte werden täglich aktiviert. Golem.de. 21. Dezember 2011. Abgerufen am 21. Dezember 2011.
  42. Quartalsbericht: Erfolg von Google+ begeistert Larry Page. Golem.de. 14. Juli 2011. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  43. Täglich 350.000 neue Android-Handys aktiviert. Derstandard.at. 15. April 2011. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  44. 300.000 Geräte pro Tag: Android stellt iPhone in den Schatten. Derstandard.at. 9. Dezember 2010. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  45. Google: 200.000 Androiden pro Tag – Meldung von heise online am 5. August 2010
  46. Scott Webster: 160,000 Android Phones Sold Daily, Market Nears 70,000 Applications. 23. Juni 2010. Abgerufen am 10. November 2010.
  47. a b c Google-Chef Schmidt: Android-Wachstum beschleunigt sich dramatisch – Meldung von FAZ.NET am 23. Juni 2010
  48. Greg Kumparak: Google: Android now shipping on 60,000 handsets per day. In: MobileCrunch. 16. Februar 2010. Abgerufen am 10. November 2010.
  49. Sundar Pichai: 1 Mrd aktivierte Android-Geräte (3. Sept. 2013, Google+), abgerufen am 27. November 2013.
  50. 3.997 Smartphone-Modelle: So fragmentiert ist der Android-Markt, t3n, abgerufen am 17. Mai 2012.
  51. a b Charles Arthur: China drives smartphone growth - and low prices - as Android dominates. In: theguardian.com am 14. November 2013, abgerufen am 5. August 2014.
  52. a b Liz Gannes, Ina Fried: After Google Pressure, Samsung Will Dial Back Android Tweaks, Homegrown Apps. In: recode.net am 29. Januar 2014, abgerufen am 5. August 2014.
  53. ABI Research: 2Q 2014 Smartphone Results: Forked Android AOSP Grows 20% Quarter-on-quarter, Driven by Chinese Domination. 4. August 2014, abgerufen am 5. August 2014.
  54. Android Platform Developer's Guide. Open Handset Alliance, archiviert vom Original am 10. November 2010, abgerufen am 4. Oktober 2011 (englisch, Seite war veraltet und ist daher gelöscht worden.): „This guide provides an under-the-hood introduction to the Android platform, and is designed for platform developers and manufacturers building Android-powered devices.“
  55. c't-Magazin, Ausgabe 13/2010, Seite 94, Heise-Verlag (online, 5. Juni 2010)
  56. XDANDROID Projekt (englisch), 5. Juni 2010
  57. andromnia.net. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  58. Android läuft auf dem iPhone, heiseonline, 22. April 2010
  59. Android running on iPhone!, linuxoniphone, 21. April 2010
  60. Main Page – iDroid Project. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  61. jetdroid – Porting Android to the Samsung Jét (GT-S800x) phone. Code.google.com. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  62. Android. Wiki.openmoko.org. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  63. NITDroid auf dem Nokia N9 (englisch), 3. Dezember 2012
  64. NITDroid Projekt (englisch), 3. Dezember 2012
  65. Projektübersicht zu badadroid bei Google Code
  66. https://developer.blackberry.com/android/ Android Runtime
  67. live-android (englisch), code.google.com, 5. Juni 2010
  68. http://www.android-x86.org/ (englisch), Stand 5. Mai 2014
  69. Webseite von AOKP
  70. AOKP nun für KitKat
  71. Cyanogen Inc. "About", abgerufen am 31. März 2014: "This whole package by now is not wholly developed by CyanogenMod developers alone, but is a collaborative effort between them and independent developers around the world."
  72. [1]
  73. OmniRom "About", abgerufen am 06. Juni 2014: "It’s another option for the billion Android users out there. "
  74. Stefan Kirchner: OmniROM will Nachfolge von CyanogenMod antreten. In: android tv. 14. Oktober 2013, abgerufen am 17. Juni 2014.
  75. Webseite von Replicant
  76. Deutsche Webseite von MIUI
  77. Googles Einfluss auf Android-Handys – Meldung von heise.de am 26. Juni 2010
  78. Google löscht Android-App auf Smartphones aus der Ferne, Meldung von heise.de, 25. Juni 2010
  79. Erfolgreich durch Offenheit, Artikel bei Zeit Online vom 9. August 2011, abgerufen am 30. Juni 2012
  80. A new way of measuring Openness, from Android to WebKit: The Open Governance Index, Veröffentlichung von VisionMobile, später darauf basierender Artikel, da Original nicht auffindbar, abgerufen am 30. Juni 2012
  81. Android 4.0 Ice Cream Sandwich Source Code Released, abgerufen am 30. Juni 2012
  82. Richard Stallman: Is Android really free software? – Google's smartphone code is often described as 'open' or 'free' – but when examined by the Free Software Foundation, it starts to look like something different (englisch) The Guardian. 19. September 2011. Abgerufen am 9. September 2012: „the software of Android versions 1 and 2 was mostly developed by Google; Google released it under the Apache 2.0 license, which is a lax free software license without copyleft. [...] The version of Linux included in Android is not entirely free software, since it contains non-free "binary blobs" [...] Android is very different from the GNU/Linux operating system because it contains very little of GNU.
  83. Richard Stallman: Android und die Freiheit der Nutzer – Unterstützen Sie die Kampagne Befreien Sie Ihr Android!. gnu.org. 5. August 2012. Abgerufen am 9. September 2012: „Obwohl heutige Android-Telefone erheblich weniger schlecht als Apple- oder Windows-Smartphones sind, kann nicht gesagt werden, dass sie die Freiheit der Nutzer respektieren.
  84. Steve Lohr: Suit Opens a Window Into Google. In: New York Times. 8. Mai 2011, abgerufen am 19. September 2012 (englisch).
  85. Florian Müller: Skyhook vs. Google: a defense of open source principles? In: FOSSPatents.com. 18. Februar 2011, abgerufen am 16. September 2012 (englisch).
  86. Acer cancels smartphone launch with Alibaba at last minute. Reuters, 13. September 2012, abgerufen am 16. September 2012 (englisch).
  87. a b c't-Artikel „Selbstbedienungsladen Smartphone“ bzgl. Übermittlung personenbezogener Daten
  88. Stiftung Warentest: „Datenschutz bei Apps: Welche Apps Ihre Daten ausspähen“
  89. Datenschutz: Apps unnötige Rechte entziehen
  90. US-Provider Sprint vertrieb Smartphone mit vorinstallierter Schnüffel-App (HTC EVO mit App „Carrier IQ“)
  91. http://www.extremetech.com/computing/120969-the-horror-android-allows-apps-access-to-your-pictures
  92. http://blog.kaspersky.de/zahl-der-woche-10-millionen-schadliche-android-apps/
  93. Google: Android and Security
  94. Heise: Die angebliche Trojaner-Flut bei Android
  95. ITespresso: Forscher führt Angriff auf Android-Smartphones über NFC vor
  96. a b Benjamin Schischka: Aufgedeckt: Der Android-Update-Skandal Auf: pcwelt.de. 28. November 2011, abgerufen am 7. Mai 2012.
  97. Markus Eckstein: Smartphone-Updates im Vergleich Auf: www.connect.de. 17. August 2011, abgerufen am 7. Mai 2012.
  98. MG Siegler: Google's New Partner Android Update Initiative: Very Promising — Maybe; We'll See Auf: techcrunch.com. 10. Mai 2011, abgerufen am 7. Mai 2012.
  99. Steve Kovach: How Samsung Just Screwed Over About 10 Million Of Its Android Phone Customers In: businessinsider.com. 23. Dezember 2011, abgerufen am 7. Mai 2012.
  100. Heise: Google will das Android-Update-Problem entschärfen, 28. Juni 2012, abgerufen am 28. Juni 2012.
  101. Google-Support/FAQ: Kit-Kat Update for other devices: Google bietet nur 18 Monate lang Android-Updates. Abgerufen am 3. November 2013.
  102. Heise Online: Microsoft: Der halbe Android-Markt zahlt an uns, 24. Oktober 2011
  103. Jens Ihlenfeld: Android: Microsoft verhöhnt Google golem.de vom 6. Juli 2011, abgerufen am 18. Dezember 2011.
  104. heise online: Bericht: Microsoft verdient knapp eine halbe Milliarde an Android 29. September 2011, abgerufen am 18. Dezember 2011.
  105. Florian Müller: Oracle sues Google, says Android infringes seven Java patents (plus unspecified copyrights) 13. August 2010, abgerufen am 18. Dezember 2011.
  106. Financial Times Deutschland: Oracle unterliegt GoogleVorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter 1. Juni 2012, abgerufen am 18. Juni 2012.
  107. heise online: Oracle vs. Google: US-Berufungsgericht stellt Java-API unter Urheberrechtsschutz 29. September 2011, abgerufen am 9. Mai 2014.