Andrychów

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Andrychów
Wappen von Andrychów
Andrychów (Polen)
Andrychów
Andrychów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Landkreis: Wadowice
Fläche: 10,28 km²
Geographische Lage: 49° 52′ N, 19° 20′ O49.86666666666719.333333333333Koordinaten: 49° 52′ 0″ N, 19° 20′ 0″ O
Einwohner: 21.053
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 34-120
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: KWA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KrakauBielitz-Biala
Schienenweg: Bielitz-BialaKalwaria Zebrzydowska
Nächster int. Flughafen: Krakau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 7 Schulzenämter
Fläche: 100,60 km²
Einwohner: 43.849
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 436 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1218013
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Jan Pietras
Adresse: Rynek 15
34-120 Andrychów
Webpräsenz: www.um.andrychow.pl

Andrychów [an'drɨxuf]?/i (deutsch Andrichau, älter auch Heinrichau[2]) ist eine Stadt im Süden Polens in der Wojewodschaft Kleinpolen und Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde. Größter Arbeitgeber ist seit mehr als fünfzig Jahren der Nutzfahrzeughersteller Zasław.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Andrychów entstand vermutlich im 13. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus 1345. Die hier entstandene Festung „ecclesia Henrichov“ war verpflichtet, den Peterspfennig an den Papst zu zahlen. Festungsherr war die Familie Schilling aus Weißenburg im Elsass. Zu jeder Zeit waren Ackerbau und Viehzucht Haupterwerbsquelle der Einwohner. Durch den Einfall der Schweden wurden der Ort und die Festung 1655 nahezu vollständig zerstört. 1717 siedelten sich verstärkt Weber aus Belgien, Sachsen und Schlesien an. Stark wurde dies durch Franz Schwarzenberg-Czerny gefördert, der die Güter um und in Andrychów besaß. Der Aufschwung der Stadt führte zu dem heutigen Wappen, in dem ein „S“ für „Schwarzenberg“ verewigt ist.

1767 erhält Andrychów das Stadtrecht durch König Stanisław verliehen. Bei der Ersten Teilung Polens kam Andrychów 1772 zu Österreich, wo es bis 1918 als Teil von Galizien verblieb.

Zwischen den beiden Weltkriegen baute der Ort verstärkt auf Touristik. 1935 entstand das damals moderne Schwimmbad.

Zwischen 1939 und 1945 war Andrichau in den deutschen Landkreis Bielitz eingegliedert.

Tourismus[Bearbeiten]

Andrychów lebt zum großen Teil vom Tourismus. Ein Naturschutzgebiet (Rezerwat przyrody Madohora) und die Kleinen Beskiden geben eine reizvolle Umgebung. Beliebt ist es bei Mountainbikern, denen neben wilden Wegen auch eine spezielle fünf Kilometer lange Piste zur Verfügung steht. Ansonsten sorgen weitere 400 km Radwege in der Umgebung für ausreichend Platz.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Gemeinde Andrychów[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde besteht aus den folgenden umliegenden Dörfern:

Verweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andrychów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Dezember 2014.
  2. a b c Wojciech Blajer: Bemerkungen zum Stand der Forschungen uber die Enklawen der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San. [in:] Późne średniowiecze w Karpatach polskich. red. Prof. Jan Gancarski. Krosno, 2007, ISBN 978-83-60545-57-7