Andy Fraser

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Andy Fraser (* 3. Juli 1952 in London) ist ein britischer Musiker. Er war als Bassist Teil der Erstbesetzung von Free, gründete danach weitere Bands und trat außerdem solo in Erscheinung.

Biografie[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend (1952–1967)[Bearbeiten]

Fraser wurde 1952 in London als Sohn eines Plantagenbesitzers aus British-Guyana und einer Schottin geboren. Seine Eltern ließen sich scheiden, als er gerade 7 Jahre alt war. Bereits im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Klavierspielen. Mit 12 Jahren entdeckte er zunächst die Gitarre, die er nach kurzer Zeit in einen Bass umwandelte. Er spielte ab dem Alter von 13 Jahren in mehreren lokalen Bands unterschiedlicher Genres, wie Rhythm & Blues, Ska und Soul. Als Einfluss gab er zu dieser Zeit Binky Mackenzie an, der eine Zeitlang der feste Freund seiner älteren Schwester und eine lokale Jazz-Größe war. Mit 15 Jahren entdeckte er die Beatles für sich und näherte seine Frisur an die seiner neuen Idole an. Dadurch geriet er mit den Autoritäten seiner damaligen Schule St. Clement Danes aneinander und wurde schließlich rausgeworfen. Er wechselte an das College of Further Education in Hammersmith. Dort lernte er Sappho Korner, Tochter von Alexis Korner kennen, die ihn mit John Mayall bekannt machte.

Free (1968–1972)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Free

Er spielte ein Jahr als Bassist in Mayalls Band Bluesbreakers, wurde dann aber ersetzt. Zusammen mit Paul Kossoff, Simon Kirke und Paul Rodgers gründete er die erfolgreiche Band Free. Fraser war unter anderem Co-Autor des Megahits All Right Now. Bis 1972 spielten Free insgesamt sechs Alben ein. Fraser stieg 1972, ein Jahr vor der Auflösung von Free, aus. Als 1976 Kosoff an Herzversagen verstarb, machte dessen Vater Fraser für den Tod verantwortlich, außerdem wurde er nicht zu der Beerdigung eingeladen. Diese Vorgänge belasten Fraser noch heute.[1]

Sharks & Andy Fraser Band (1973–1975)[Bearbeiten]

Fraser gründete nach dem Split von Free die Band Sharks, stieg aber direkt nach der Veröffentlichung des Debütalbums First Water wieder aus, um die Andy Fraser Band mit Nick Judd (Keyboard) und Kim Turner (Schlagzeug) zu gründen. Das selbstbetitelte Debütalbum und In Your Eyes erschienen beide 1975. Dann jedoch lösten sie sich auf.

Weitere Karriere (ab 1975)[Bearbeiten]

Er zog 1975 nach Kalifornien und lernte in dieser Zeit seine spätere Frau Henrietta („Ri“) kennen. Mittlerweile sind die beiden geschieden. Sie haben zusammen zwei Töchter.

Nach den missglückten Bandversuchen arbeitete Andy Fraser als Studiomusiker und Songwriter für Künstler, wie Robert Palmer, Joe Cocker, Chaka Khan, Rod Stewart und Paul Young. 1984 schließlich veröffentlichte er sein drittes Soloalbum Fine, Fine Line. Er übernahm bei diesem Projekt den Gesang.

Kurz nach den Aufnahmen wurde bei ihm Krebs diagnostiziert und er musste sich in behandeln lassen. Die Krankheit brach immer wieder aus, insgesamt musste er sich 29 Mal in Therapie begeben. Dort wurde später zusätzlich Aids diagnostiziert.

Während dieser Zeit machte er sich krankheitsbedingt sehr rar. 1994 war er auf dem Woodstock II-Festival zu sehen. Dort begleitete er Paul Rodgers am Bass.

Mit der Veröffentlichung des Albums Naked … and Finally Free outete sich Fraser 2005 als homosexuell, die er seit den 1980ern auslebte.[2]

Im April 2006 war Fraser das bisher letzte Mal live zu sehen, als er zwei Solokonzerte in Temecula, Kalifornien spielte.

Musikstil[Bearbeiten]

Free hatte mit Paul Kossoff nur einen Gitarristen. Daher musste Andy Fraser durch seine außergewöhnliche Spielweise den fehlenden zweiten Gitarristen mit entsprechenden Bassläufen ersetzten. Obwohl Free eindeutig Blues-Rock spielte, sind viele Bassläufe eher dem Jazz entlehnt.

War der Bass bis Mitte der 60er Jahre ein reines Rhythmusinstrument, so zeigten Bassisten wie Andy Fraser und John Entwistle vollkommen neue Wege auf und machten den Bass zu einem eigenständigen melodieführenden Instrument.

Sein Hauptinstrument war ein semi-akustischer Gibson-EB2 Bass, der über eine s.g. Bass-Boost-Schaltung verfügte (Baritone-Switch). Aber auch der solid body EB-3 von Gibson gehörte zu den von ihm bevorzugten Instrumenten.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Free: Tons of Sobs (1968)
  • Free: Free (1969)
  • Free: Fire and Water (1970)
  • Free: Highway (1970)
  • Free: Free Live! (1971) (live)
  • Free: Free at Last (1972)
  • Shark: First Water (1973)

Solo/Andy Fraser Band[Bearbeiten]

  • s/t (1975)
  • In Your Eyes (1975)
  • Fine, Fine Line (1984)
  • Naked … and finally free (2005)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.andyfraser.com/andy.html
  2. http://findarticles.com/p/articles/mi_m1589/is_2005_Oct_11/ai_n15777091

Weblinks[Bearbeiten]