Andy Lee (Boxer)

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Andy Lee Boxer
Daten
Geburtsname Andy Lee
Gewichtsklasse Mittelgewicht
Nationalität IrlandIrland Irisch
Geburtstag 11. Juni 1984
Geburtsort London
Stil Rechtsauslage
Größe 1,88 m
Kampfstatistik
Kämpfe 35
Siege 33
K.-o.-Siege 23
Niederlagen 2

Andy Lee (* 11. Juni 1984 in London) ist ein irischer Profiboxer im Mittelgewicht.

Amateurkarriere[Bearbeiten]

Als Junior startete er noch im Halbmittelgewicht und nahm 2001 an den 17. Junioreneuropameisterschaften in Sarajevo teil, wo er noch im ersten Kampf gegen den zweifachen EU-Meister Serdar Üstüner aus der Türkei unterlag. Doch schon bei den 12. Juniorenweltmeisterschaften 2002 in Santiago de Cuba setzte er sich gegen Ondrej Molnár aus der Slowakei (3. Platz Kadetten-EM 1999), Marco Peribán aus Mexiko (3. Platz Panamerikanische Meisterschaft 2005), Ismail Sillach aus der Ukraine (Kadettenweltmeister 2001) und US-Meister Jesús González durch, ehe er erst im Finale gegen den Kubaner Noelvis Veitia unterlag und somit mit der Silbermedaille ausstieg. Anschließend boxte er im Mittelgewicht.

In der Elite-Klasse (Erwachsene) wurde er 2003, 2004 und 2005 Irischer Meister, wobei er auch Darren Sutherland und Eamon O’Kane besiegte. Im April 2003 gewann er Silber beim finnischen 22. Gee-Bee Turnier in Helsinki, nachdem er erst im Finale gegen den späteren Olympiasieger Gaidarbek Gaidarbekow aus Russland gescheitert war. Bei den 12. Weltmeisterschaften in Bangkok 2003, schied er hingegen im Achtelfinale gegen den späteren Goldmedaillengewinner Gennadi Golowkin aus.

Im Februar 2004 gewann er eine Bronzemedaille bei den 35. Europameisterschaften in Pula; er besiegte dabei David Tsiklauri aus Georgien, Darren Barker aus England und Nikola Sjekloća aus Montenegro, verlor jedoch im Halbfinale gegen den Deutschen Lukas Wilaschek. Im Juni folgte ein zweiter Platz bei den 2. EU-Meisterschaften in Madrid. Er musste sich dabei im Finale dem zweifachen Medaillengewinner bei Olympischen Spielen und Weltmeister Marian Simion aus Rumänien geschlagen geben.

Im August 2004 folgte noch seine Teilnahme an den 28. Olympischen Sommerspielen in Athen, wo er in der Vorrunde gegen Alfredo Angulo aus Mexiko (38:23) gewann, jedoch im Achtelfinale knapp mit einer 27:27+ Hilfspunktwertung gegen Hassan N'Dam N'Jikam aus Kamerun unterlag.

Profikarriere[Bearbeiten]

Andy Lee wechselte 2006 ins Profilager und wurde von Emanuel Steward trainiert. Er schlug zu Beginn seiner Karriere eine Reihe von Aufbaugegnern wie Dennis Sharpe (17-2), Arturo Ortega (12-2), Ex-WBA-Weltmeister Carl Daniels (49-10) und Thomas Hengstberger (12-4). Am 15. Dezember 2007 gewann er gegen Jason McKay (18-1) (Aufgabe von McKay nach der sechsten Runde) den Irischen Meistertitel im Supermittelgewicht.

Im März 2008 verlor er umstritten durch t.K.o. gegen Brian Vera (15-1), nachdem der Ringrichter in der siebenten Runde den Kampf aufgrund einer Schlagserie gegen Lee abgebrochen hatte. Lee hatte bis zu diesem Zeitpunkt bei allen drei Punktrichtern in Führung gelegen und Vera in der ersten Runde zu Boden geschlagen. Schon in seinem nächsten Kampf schlug er Willie Gibbs (20-3) vorzeitig in der zehnten Runde. Im Mai 2010 besiegte er Ex-Europameister Mamadou Thiam (46-8) in der zweiten Runde und im März 2011 den ungeschlagenen Briten Craig McEwan (19-0) in Runde Zehn.

Am 18. Mai 2011 boxte er um die Nordamerikanischen Meistertitel der NABF und NABA im Mittelgewicht; er besiegte dabei Alex Bunema (31-7) einstimmig nach Punkten. Im Oktober 2011 schlug er zudem in einem Rückkampf Brian Vera.

Am 16. Juni 2012 trat er in El Paso, Texas, zum Kampf um den WBC-Weltmeistertitel im Mittelgewicht gegen Julio César Chávez junior (45-0) an. Der Mexikaner wurde vom Ring Magazine auf Platz 3 der Weltrangliste geführt und bestritt seine inzwischen dritte Titelverteidigung. Lee verlor den Kampf trotz guter Vorstellung und Punkteführung in der siebenten Runde durch Ringrichterabbruch, nachdem er eine Serie von Schlägen einstecken musste. Der Kampf wurde als t.K.o.-Niederlage gewertet.

Im Juni 2014 besiegte er John Jackson (18-1) durch K.o. und wurde dadurch Nordamerika-Meister der NABF im Halbmittelgewicht.

Weblinks[Bearbeiten]